EnglishGerman

Versicherung gegen Berufsunfähigkeit – 3/6: Bedingungen & Konditionen



Voriger Teil Nächster Teil



Top100 & größtes englisches Blog zum deutschen Arbeitsmarkt (Quellen: DIE ZEIT, Wikipedia, Blogger-Relevanz-Index) mit News-Dienst Best of HR. Wir begleiten Kunden seit 15 Jahren im Wandel der Arbeitswelt - mit Beratung, Seminaren & passenden Locations.
Bildrechte: Bildmaterial erstellt von Simone Janson | Best of HR - Berufebilder.de

Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung geht es nicht einfach darum, die günstigste Versicherung zu bekommen. Wichtiger ist, dass Sie tatsächlich einen Vertrag bei der Gesellschaft bekommen, die gute Versicherungsbedingungen anbietet. Auf folgende Bedingungen sollten Sie achten:


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil


Update

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, stellen wir ihn Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Werbefreie Texte & weitere Mitglieds-Vorteile

Sie lesen unsere Texte lieber ohne Werbung & Popups, mögen Sonderaktionen & exklusive Previews? Werden Sie einfach & kostenlos Mitglied - hier gehts lang!

Wann sind Sie berufsunfähig?

Achten Sie bei Abschluss eines Vertrages darauf, wann Sie laut Vertrag als berufsunfähig gelten. Bei den meisten Verträgen liegt eine Berufsunfähigkeit vor, wenn der Versicherungsnehmer aus gesundheitlichen Gründen wie Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall mindestens sechs Monate lang seinen Beruf nicht ausüben kann.

Wenn der Vertrag den Zusatz enthält, dass nach sechsmonatiger ununterbrochener Berufsunfähigkeit die Fortdauer dieses Zustandes als Berufsunfähigkeit gilt, wird die Zahlung dann rückwirkend auch für die ersten sechs Monate geleistet. Achtung: Einige Versicherungen erkennen die Berufsunfähigkeit jedoch erst nach drei Jahren an.

Was müssen Sie bei Berufsunfähigkeit genau tun?

Im Falle einer Berufsunfähigkeit müssen Sie genau darstellen, was die Ursache für Ihre Berufsunfähigkeit ist. Darüber hinaus müssen Sie detailliert angeben, wie Ihre berufliche Tätigkeit zum Zeitpunkt des Eintritts der Berufsunfähigkeit aussah und wie viel Sie verdient haben.

Schließlich müssen Sie auch ärztliche Angaben einreichen, und zwar zur Ursache, zu Beginn, die Art, den Verlauf und zur voraussichtlichen Dauer sowie zum Grad der Berufsunfähigkeit beziehungsweise zum Ausmaß der Pflegebedürftigkeit. Stellen Sie sicher, dass Sie den Arzt, der Ihre Berufsunfähigkeit bescheinigt, frei wählen können und dass Sie nicht im Falle einer Berufsunfähigkeit bestimmte Heilbehandlungen absolvieren müssen.

Grad der Berufsunfähigkeit

Je nach Vertrag bestehen Unterschiede, ab welchem Grad der Berufsunfähigkeit überhaupt eine Rente gezahlt wird. Es gibt drei Modelle, zwischen denen Sie bei Vertragsabschluss wählen können: Beim erstem Modell wird bis zu einem Grad von 49 Prozent wird keine Rente gezahlt, ab 50 Prozent gibt es die volle Rente.

Beim zweiten Modell gibt es bis zu einem berufsunfähigkeitsgrad von 33 Prozent nichts, dann gestaffelt bis 66 Prozent gibt es eine Teil-Rente, darüber die volle Rente. Beim dritten Modell gibt es bist 25 Prozent nichts, dann gestaffelt bis 75 Prozent eine Teil-Rente, darüber die volle Rente. Nicht jede Versicherung bietet jedes Modell an, Einige Versicherungen können auch abweichende Modelle anbieten – fragen Sie danach. Wann nichts Besonderes vereinbart ist, legt der Versicherer die 50 Prozent-Regelung zugrunde.

Rechenbeispiel

Wenn Sie eine 50-Prozent-Regelung vereinbart haben, Ihr Arzt Ihnen aber nur einen Berufsunfähigkeitsgrad von 45 % attestiert, ist das ungünstig für Sie. Mit den anderen beiden Modellen wären Sie dann nämlich besser gefahren, da Sie hier zumindest eine Teilrente erhalten hätten.

Wenn Ihnen der Arzt jedoch eine Berufsunfähigkeit von 55 % attestiert, bekommen Sie mit dem 50-Prozent-Modell eine volle Rente, bei den gestaffelten Modellen aber nur eine Teilrente

Warum Ihre Vorerkrankungen wichtig sind

Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, ist es von größer Bedeutung, welche Vorerkrankungen Ihre Krankengeschichte aufweist. Denn um die Beiträge und Bedingungen für die gesamte Vertragslaufzeit festzulegen, prüft jedes Versicherungsunternehmen zuvor auch die gesundheitlichen Risiken.

Dann werden Sie aufgrund Ihrer Gesundheitsmerkmale und Krankheitsvorgeschichte einer Gemeinschaft mit gleich eingeschätztem so genanntem Risikoprofil zugeordnet. Dafür müssen Sie eine Reihe von Fragen zur Gesundheit in den fünf bis zehn Jahren vor der Antragstellung schriftlich beantworten.

Geben Sie restlos alle Vorerkrankungen an!

Wenn gesundheitliche Einschränkungen vorliegen, beispielsweise Allergien oder Störungen des Herz-Kreislauf-Systems, müssen Sie in der Regel zu Art, Schwere und Dauer der Beschwerden ausführlichere Angaben auf einem zusätzlichen Fragebogen machen. Geben Sie auch vermeintlich geringfügige Erkrankungen an, sofern diese irgendwo dokumentiert sind. Falls Sie falsche Angaben machen, kann der Versicherer die Zahlung im Fall einer Berufsunfähigkeit verweigern.

Die Versicherung kann Ihre Angaben auch bei Ihrem Arzt überprüfen, denn Sie müssen ihr das Recht dazu mit einer Schweigepflichtentbindungserklärung gewähren. Wenn Sie eine besonders hohe Berufsunfähigkeitsrente vereinbaren möchten, sollten Sie ohnehin damit rechnen, dass das die Versicherung eine gründliche Untersuchung durch den Hausarzt verlangt – sie kommt aber auch für die Kosten.

Ausschluss bestimmter Vorkrankungen

Wenn zahlreiche oder schwierige Vorerkrankungen bestehen, verlangen viele Unternehmen einen Risikozuschlag in Form höherer Beiträge. Es ist möglich, dass die gesundheitliche Beeinträchtigung zu erheblich ist, um dies durch einen Beitragszuschlag auszugleichen. In manchen Fällen sind die Antragsteller auch nicht bereit, eine erhöhte Prämie zu zahlen.

Dann können Vorerkrankungen und/oder Unfallfolgen vom Vertragsinhalt ausgeschlossen werden. Sie haben beispielsweise einen Bandscheibenvorfall. Daraufhin wird vereinbart, dass Erkrankungen der Wirbelsäule sowie alle damit ursächlich zusammenhängenden Folgen vom Leistungsanspruch ausgeschlossen werden. Die Versicherung zahlt also nicht, wenn die Berufsunfähigkeit aus diesem Grund eintritt.

Welche Alternativen gibt es?

Aber: Ein Ausschluss bestimmter Vorerkrankungen ist immer die schlechteste Alternative: Wenn Sie berufsunfähig werden, kann passieren, dass man die Ihre Berufsunfähigkeit mit der ausgeschlossenen Vorerkrankung in Zusammenhang bringt. Holen Sie lieber noch Angebote von anderen Versicherungen ein.

Mehr Informationen? Nutzen Sie unsere E-Kurse & persönliche Beratung


E-Kurse Beratungberufebilder

Der Debatten-Monitor bündelt das Feedback von 2 Mio. Nutzern auf 100 Social-Media-Kanälen (Übersicht) zu unseren Beiträgen. Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Fotos sind via Gravatar möglich, Ihre eMail-Adresse bleibt geheim.

Feedback-Statistik:

  1. 20 Leser nach Google Analytics
  2. 0 mal Feedback insgesamt
  3. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  4. Allen Debatten folgen
  5. Debatten per eMail abonnieren (Link hier eintragen!)

Meistdiskutiert letzter Monat:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.