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Autoren-Finanzierung mit Bed & Breakfast in Neuseeland: Im Zeichen von Lord of The Rings


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Offenlegung & Bildrechte:  Das holländische Tourismus-Unternehmen TravelEssence unsere Kosten für Flug, Inlandsflüge und Verpflegung für eine Recherche-Reise nach Neuseeland übernommen. Bildmaterial erstellt mit einer Systemkamera unseres Sponsors Olympus. Bild-Location: 123 Pirie St, Mount Victoria, Wellington 6011, Neuseeland.

Während in Deutschland heftig über Urheberrechte und die Finanzierung von Autoren diskutiert wird, nahm die Schriftstellerin und Historikerin Jane Tolerton in Wellington, Neuseeland, ihre Finanzierung selbst in die Hand: Sie eröffnete ein Bed & Breakfast, das ihr den Lebensunterhalt sichert – um endlich mehr Zeit zum Schreiben zu haben. booklovers


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Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Lord of the Rings wurde hier gedreht

Als Jane im Jahr 1999 das Haus in der 123 Pirie Street kaufte, wurde im Stadtpark dahinter gerade eine Szene für den ersten Teil von Herr der Ringe gedreht – die in der sich die Hobbits im Wald vor dem Schwarzen Reiter verstecken.

In Janes kleiner Bibliothek im Frühstücksraum können Gäste in einem Buch mehr über die Orginal-Schauplätze der Film-Triologie erfahren – und dabei feststellen, dass so mancher magisch anmutende Ort aus dem Kino in Wirklichkeit gar nicht so fantastisch ist.

Ein Ort für gute Geschichten

Das ist deshalb so interessant, weil Herr der Ringe wie kein zweiter Film meine Neugierde auf Neuseeland geweckt hatte, obwohl ich kein Fan bin. Und weil Peter Jackson momentan „The Hobbit“ in Wellington dreht.

Und natürlich weil Jane selbst Historikerin und Autorin mehrerer Bücher ist und der Name ihres B&B Programm ist: Booklovers ist ein Ort für gute Geschichten. Und Jane hat ein ganz besonderes Verhältnis zu ihrem Haus, wie sie unter „The story“ auf ihrer Website schreibt:

„I liked the symmetricality of the house. My cousin used to flat across the road as a student and when I went to take him to the supermarket I used to stare at this house. The former owner, Thelma, was 94 when she sold it. It needed a lot of renovation as very little had been done – which was a mercy as the rooms had not been changed and spoilt. The original plans are dated 1894. Three identical houses were built side by side at the top of Pirie St. Ten years later, in 1904, the tram tunnel was put through to Hataitai. It is now a bus tunnel.“

Von der Journalistin zur B&B-Betreiberin

Auch die Geschichte von Jane ist spannen: Sie war Reporterin, hat als Journalistin Preise gewonnen, war unter anderem Producerin bei Radio Neuseeland – und schreibt am liebsten Reden. Aber sie hatte es satt, ständig ihrem Zeitplan hinterherzurennen und wollte mehr Ruhe und Zeit zum Forschen und Schreiben.

Bei den Rennovierungsarbeiten an ihrem Haus kam ihr die Idee, daraus ein B&B zu machen. Im Jahr 2000 war Eröffnung. Heute bereitet sie ihren Gästen das Frühstück und verbringt dann den Großteil des Tages mit Schreiben oder veranstaltet kleine Kultur-Events.

Wie eine Comic-Figur

Gelegentlich beschäftigt sie jemanden, der ihr dabei hilft. Über ihre beiden sehr unterschiedlichen Jobs sagt sie:

„I hadn’t thought of opening a B&B – but half way through renovating, I realised the house would have to make a living. Once I’d made the decision it seemed like something I’d been working up to all my life. Why would I have all that china and linen if I wasn’t planning to open a B&B? ‘B&B lady’ sounds like a comic role, but for me it’s a wonderful balance with writing. It would be difficult to hear better stories than those told at my own breakfast table or meet more interesting characters than the people sitting there.“

Sie schreibt gerade am sechsten Buch

Fünf Bücher hat sie veröffentlicht – die Biographie Ettie Rout und vier historische Sachbücher: Den Bestseller „Convent Girls“, „Sixties Chicks“, „In the Shadow of War: New Zealand WW1 veterans“ und „It’s time we started telling these stories“.

Momentan schreibt sie an einem Buch über neuseeländische Soldaten im ersten Weltkrieg mit dem Titel „I thought it would be a great adventure“, das bei Penguine Books erscheinen wird. Ihr bisherigen Bücher sind ausverkauft, daher kauft sie gebrauchte Exemplare auf, um sie weiterzuverkaufen. Dieses Paradoxon zeigt, wohin die Abhängigkeit von Verlagen Autoren bringen kann.

Besser als jeder Büro-Job

Jane ist zufrieden, weil sie ihr eigenes Ding macht, auch wenn sie sich manchmal Sorgen macht: „Es ist hart, seine Nische zu finden und darin zu überleben“, sagt sie und gibt dann doch zu, dass es für sie keine Alternativen gibt: „Würde ich in einem Büro arbeiten wollen? Vermutlich nicht!“.

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