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Auswandern & die Steuern – 3/3: Achtung Vermögen!



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Teil 2 der Beitragsreihe beschäftigte sich mit der Frage, wann ein tatsächlicher Wegzug bzw. Wohnsitzverlagerung gegeben ist. Teil 3 beleuchtet jetzt die steuerlichen Hintergründe. vermoegen


Hier schreibt für Sie:

 

58Reinhard Schinkel ist laut Handelsblatt einer von Deutschlands besten Steuerberatern und Fachautor für Steuerrecht.

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Wie sieht es mit Ihrem Vermögen aus?

Bevor Sie endgültig die Zelte in Deutschland abbrechen müssen Sie sich natürlich mit dem vorhandenen Vermögen auseinandersetzen und dieses gegebenenfalls umdisponieren. Warum? Das Schlagwort hier laute: „wesentliche wirtschaftliche Interessen“. Wenn diese weiterhin in Deutschland vorhanden sind, setzt ein Instrumentarium der Finanzverwaltung ein, um das deutsche Steueraufkommen zu sichern.

Erweiterte beschränkte Steuerpflicht

Sie unterliegen in Deutschland der erweiterten beschränkten Steuerpflicht. Was ist darunter zu verstehen?

  • Die persönlichen Voraussetzungen sind deutscher Staatsbürger
  • in den letzten zehn Jahren mindestens fünf Jahre unbeschränkt steuerpflichtig in Deutschland
  • Wegzug in eine Niedrigsteuerland bzw. in keinem ausländischen Gebiet ansässig. Als Niedrigsteuerland gelten bereits Länder, in denen der Steuersatz um dreißig Prozent niedriger als in Deutschland liegt.

Sachliche Voraussetzungen

Die sachlichen Voraussetzungen (wesentliche wirtschaftliche Interessen) sind:

  • Sie an einer Kapitalgesellschaft mit mindestens 1% beteiligt sind oder
  • Sie an einer Personengesellschaft weiterhin beteiligt sind (nicht als Kommanditist) oder
  • Sie als Kommanditist beteiligt sind und mehr als 25% der Gewinnausschüttung erhalten

Zu viel deutsches Vermögen?

Aber auch zu viel deutsches Vermögen kann unliebsame Folgen nach sich ziehen:

Haben Sie in Deutschland weiterhin Vermögenswerte, die 30% Ihres Weltvermögens bzw. 154.000 Euro übersteigen, rutschen Sie genauso in die erweiterte beschränkte Steuerpflicht, als auch wenn Ihre Einkünfte aus Deutschland mehr als 30% des Welteinkommens mindestens 16.500 Euro auf jeden Fall bei mehr als62.000 Euro übersteigen.

Was können Sie tun?

An den persönlichen Voraussetzungen lässt sich schwerlich etwas drehen, sehr wohl aber an sachlichen Hürden, aufgestellt durch die deutsche Finanzverwaltung.

  • Bevor Sie also endgültig der Heimat auf Wiedersehen sagen, sollten Sie Beteiligungen an Kapitalgesellschaften größer 1 Prozent veräußern, oder im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge verschenken.
  • Das Gleiche gilt für eine Beteiligung an einer Personengesellschaft, sollten sie unbeschränkt haften. Gefahr für eine weiterführende Besteuerung besteht bei beschränkt haftenden Gesellschaftern nur (als Kommanditist), wenn Sie mehr als 25% der Gewinnausschüttungen erhalten.
  • Auch die Einschränkung des Gewinnbezuges kann im Vorfeld für eine Entspannung in der neuen Heimat sorgen.

Schichten Sie jetzt auch noch Ihr Vermögen entsprechend den Anforderungen des deutschen Fiskus um, kann einem geruhsamen Lebensabend zumindest steuerlich, nichts mehr im Wege stehen.

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    Danke für den tollen, hilfreichen Beitrag!

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