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Aufbaustudium – 13/20: Das Ende des BaföG



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Die Regelungen zur Förderung von nicht-konsekutiven und weiterbildenden Master- und MBA-Studiengängen sind hingegen wesentlich komplexer als bei konsekutiven Studiengängen, denn es kommt sehr auf eine genaue Differenzierung der einzelnen Ausbildungsabschnitte an. Ob Sie dabei zwischendurch gearbeitet haben ist, abgesehen von den Regelungen zum Höchstalter, nicht wichtig.


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Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Update

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, stellen wir ihn Ihnen weiterhin zur Verfügung.

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Berufsqualifizierende Ausbildung

BAföG nach § 7,1, als Zuschuss und Darlehen, bekommen Sie nämlich nur für eine ersten berufsqualifizierende Ausbildung, etwa an einer Hochschule. Mit dem Erreichen eines berufsqualifizierenden Abschlusses ist der Förderungsanspruch dann ausgeschöpft.

Dabei ist unwichtig, ob Sie während dieser Zeit BAföG bekommen haben oder nicht. Eine berufsqualifizierende Ausbildung ist dabei eine Ausbildung, die eine berufliche Grundbildung oder berufliche Fachkenntnisse und im Regelfall auch eine berufliche Qualifikation über die weiterführende allgemeinbildende Schulausbildung hinaus vermittelt.

Grundständiges Studium

Eine solche berufsqualifizierende Ausbildung ist beispielsweise ein erstes, grundständiges Studium bis zum Magister, Diplom, Bachelor oder konsekutiven Master (siehe zu dieser wichtigen Unterscheidung oben). Wenn Sie einen nicht-konsekutiven oder weiterbildenden Master beginnen, liegt also bereits ein ein Studium, hinter Ihnen und Sie haben keinen Anspruch mehr auf Förderung nach § 7,1.

Wenn Sie aber diese erste berufsqualifizierende Ausbildung in weniger als drei Jahren abgeschlossen ist, haben Sie für eine weitere Ausbildung Anspruch auf Förderung nach BAföG § 7,1 – auch wenn damit der Dreijahreszeitraum erheblich überschritten wird. Erst die Förderung einer dritten Ausbildung würde dann nach § 7,2 BAföG erfolgen.

Ausbildungen mit Grundanspruch

Aber es gibt auch Ausbildungen, die den Grundanspruch auf BAföG nach § 7,1 nicht erschöpfen. Betriebliche Ausbildungen etwa, die nicht an einer Ausbildungsstätte durchgeführt werden, bei der nach dem BAföG gefördert werden kann verbrauchen den Grundförderungsanspruch nach BAföG § 7,1 nicht.

Auch allgemeinbildende schulische Ausbildungen, die nach BAföG § 7,1 sind zeitlich unbegrenzt bis zum Erreichen der Hochschulreife förderungsfähig, ohne dass hierdurch der Grundförderungsanspruch berührt wird. Allgemeinbildende schulische Ausbildungen sind daher selbst dann keine „weiteren Ausbildungen“ im Sinne des BAföG § 7,2, wenn zuvor bereits ein Berufsabschluss erworben wurde. Fazit: Wenn Sie eine betrieblichen oder allgemeinbildenden schulischen Ausbildung abgeschlossen haben, aber kein Studium oder eine andere Aushaben Sie weiterhin Anspruch auf BAföG nach § 7,1.

Achtung – Ausschöpfen des BAföG-Anspruchs auch im Ausland

Berufsqualifizierend ist ein Ausbildungsabschluss auch dann, wenn er im Ausland erworben wurde und dort zur Berufsausübung befähigt. Mit Ausnahme einer betrieblichen oder allgemeinbildenden schulischen Ausbildung wird auch hier der Anspruch auf BAföG nach § 7,1 verbraucht. Auch ein Auslandsstudium gilt daher als berufsqualifizierender Abschluss, auf das nur noch eine Zweitförderung erfolgen kann.

Und wer nachdem er im Ausland einen berufsqualifizierenden Abschluss erworben hat, dann im Inland eine früher begonnnen und dann wegen des Auslands unterbrochene Ausbildung fortsetzt, hat keinen Anspruch auf Grundförderung, wohl aber auf Förderung einer zweiten Ausbildung.

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  1. Pingback: Definition einer Weiterbildung: Was ist ein Aufbaustudium eigentlich? | B E R U F E B I L D E R

  2. Ein sehr interessanter Artikel, Simone!

    Mein Erststudium habe ich berufsbegleitend mit dem „Bachelor of Business Administration“ an einer Hochschule in den Niederlanden abgeschlossen. Diese Hochschule ist gemäß „anabin“ eine private Fachhochschule mit dem Status H+. Diese Klasse wird wie folgt beschrieben: „Institutionen dieses Typs sind im jeweiligen Herkunftsland in maßgeblicher Weise als Hochschulen anerkannt (akkreditiert, attestiert u.a.) und ausgehend davon in Deutschland als Hochschule anzusehen.“

    Da es sich hierbei um ein 8-semstriges berufsbegleitendes Studium gehandelt hat, erübrigte sich natürlich der Antrag auf BAFöG (mein regelmäßiges Einkommen schloss eine Förderung aus). Eine generelle Förderungswürdigkeit kann ich nicht beurteilen.

    Aufbauend auf einer kaufmännischen Ausbildung (IHK-Abschluss) war ich zudem einige Jahre berufstätig, bevor ich nun mein MBA Vollzeit-Studium an einer privaten – staatlich anerkannten – deutschen Uni aufgenommen habe.
    Elternunabhängiges BAFöG kann ich nicht beantragen, da ich bis dato zuhause gewohnt habe. Aufgrund meines Alters (<30 Jahre) und meines Status als Vollzeitstudent (ohne Einkommen) bin ich m.E. berechtigt, BAFöG zu beantragen.

    Nun kommen mir aber Zweifel, da ich ja bereits einen IHK-Abschluss, Erststudium und Berufstätigkeit aufweisen kann.

    Bekomme ich für einen Masterstudiengang nur dann BAföG, wenn dieser auf einem Bachelor-Abschluss aufbaut? Dies könnte man in meinem Fall ja noch so argumentieren, da dem BBA ein MBA folgt (wobei der MBA kein konsekutiver, sondern ein weiterbildender – auch für andere Fachbereiche zugänglicher – Masterstudiengang ist!).
    Da ich aber schon einen anderen Hochschulabschluss (siehe anabin Klassifizierung) in der Tasche habe, wird ein Master-Studiengang nur im Sonderfall (konsekutiv?) als zweite Ausbildung gefördert.

    Liebe Forenmitglieder, teilt mir doch bitte mit, wie ihr meine Chancen einschätzt, für das MBA-Studium eine BAFöG Förderung zu erhalten.

    Besten Dank im Voraus für eure Antworten und Einschätzungen!

    • Simone Janson

      Hallo Ulf,
      das sind wieder diese dezidierten Rechtsfragen im Einzelfall, die ich nicht beantworten darf! m.E. beantwortet sich Ihre Frage allerdings auch mit dem Zweiten Abschnitt des Blog-Artikels, da Sie ja bereits einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss gemacht haben. Zudem wird das EU-Ausland seite einigen Jahren beim BAföG wie Deutschland behandelt. Im Zweifelsfall würde ich einfach mal bei Ihrem BAföG-Amt nachfragen. Vielleicht hat aber auch ein anderer Leser andere Erfahrungen gemacht?
      Noch ein Tipp: Der Blogpost gehört ja zu einer ganzen Serie über Aufbaustudiengänge und Finanzierung. Vielleicht finden Sie noch Finanzierungsalternativen?
      Gruß
      Simone Janson

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