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Arbeitsrecht & Kündigung – 2/2: 10 typische Kündigungsgründe



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Kündigung nach der Elternzeit ist nur einer von vielen Fällen, der durch die Presse ging – daneben machten auch Fälle, in denen Leute wegen Beleidigungen, zum Beispiel in Sozialen Netzwerken entlassen wurden, die Runde. Aber welches sind nun die Gründe für fristlose Kündigungen?

kuendigung


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Kündigung aus wichtigem Grund?

In Deutschland muss ein wichtiger Grund vorliegen, um einen Arbeitsvertrag fristlos zu kündigen.

Und den sieht der Gesetzgeber dann gegeben, wenn Tatsachen vorliegen, die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unzumutbar machen. Konkret heißt es dazu in §626 BGB:

  1. Das Dienstverhältnis kann von jedem Vertragsteil aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden, wenn Tatsachen vorliegen, auf Grund derer dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile die Fortsetzung des Dienstverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zu der vereinbarten Beendigung des Dienstverhältnisses nicht zugemutet werden kann.
  2. Die Kündigung kann nur innerhalb von zwei Wochen erfolgen. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Kündigungsberechtigte von den für die Kündigung maßgebenden Tatsachen Kenntnis erlangt. Der Kündigende muss dem anderen Teil auf Verlangen den Kündigungsgrund unverzüglich schriftlich mitteilen.

10 typische Kündigungsgründe

Was sind aber nun solche wichtige Gründe? Wir zeigen Ihnen 10 Beispiele – natürlich gibt es noch deutlich mehr.

  1. Diebstahl: Schon ein Klassiker: Wer seinen Chef beklaut, fliegt – fristlos. Selbst wenn es nur geringe Beträge sind.
  2. Privates Surfen: Ihr Chef hat Ihnen privates Internet ab Arbeitsplatz verboten? Jobverlust winkt, wenn Sie es trotzdem tun.
  3. Pornos: Selbst wenn Sie im Job privat surfen dürfen: Wer sich während der Arbeitszeit Pornos herunterlädt, riskiert den sofortigen Rauswurf!
  4. Beleidigung: „Sie Depp“ – wer aus gehässigen Motiven seinen Chef beleidigt, muss damit leben, dass der ihn nach Hause schickt.
  5. Nebenjob bei Arbeitsunfähigkeit: Wer sich krank schreiben lässt, um einen anderen Job zu machen, verspielt ebenfalls das Vertrauen seines Chefs.
  6. Urlaub ohne Genehmigung: Sommer, Sonne, Ferienzeit – aber nicht ohne Erlaubnis des Chefs. Wer trotzdem fährt, braucht nicht mehr wiederzukommen.
  7. Erpressung: Wer seinem Arbeitgeber mit Krankmeldung droht, weil der einen Urlaub nicht bewilligt, muss ebenfalls mit Konsequenzen rechnen.
  8. Arbeitsverweigerung: Dienst nach Vorschrift ist eine Sache, beharrliche Arbeitsverweigerung eine andere: Wer ständig Arbeit verweigert, braucht sich über die Folgen nicht zu wundern.
  9. Konkurrenztätigkeit: Auch das geht gar nicht: Arbeiten für die Konkurrenz – unabhängig davon, ob dem Arbeitgeber ein Schaden entsteht oder nicht.
  10. Alkoholmissbrauch: Na dann Prost – aber besser nicht im Job, und schon gar nicht wenn Sie z.B. LKW-Fahrer sind. Denn dann können Sie gleich ihr Arbeitszeugnis abholen.

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