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Arbeitsplatz-Design der Zukunft: Mixed Office & Büros ohne Tageslicht?


Top20 deutscher Bloggerinnen, referenziert in ZEIT, Wikipedia & Blogger-Relevanz-Index, Seit 15 Jahren Wandel der Arbeitswelt: Beratung, Bücher, News-Dienst Best of HRSeminare & Locations.
Bildrechte: Bildmaterial von Lars Hahn.

Wie werden und wollen wir morgen arbeiten? Wie sieht das ideale Arbeitsplatz-Design der Zukunft aus? Diese Frage treibt zur Zeit zahlreiche Medien, Blogs und Konferenzen um. Das hat uns zu einer Leseraktion inspiriert. Denn die Diskussion darüber fängt gerade erst an.

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Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

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Wie sehen Arbeitsplätze morgen aus?

Auf Best of HR - Berufebilder.de haben wir dem Thema Arbeitsplatz-Design eine eigene Rubrik gewidmet, in der wir regelmäßig ungewöhnliche Design-Ideen vorstellen - unlängst etwa die abgedrehte Idee, in unterirdischen Büros, aber mit nachgemachten Tageslicht-Lampen Räume mit Fenstern zu simulieren, für mich persönlich eine Horrorvorstellung.

Besser gefällt mir da die mobile Bürolandschaft des niederländische Design-Studio RAAF und die Künstlerin Barbara Visser. In diesem Modell der Zukunft können die Office-Worker stehen, sich irgendwo anlehnen oder sogar liegen – aber nur selten sitzen. Das Design garantiert: Dass man immer in Bewegung bleibt.

Flexible Arbeitsplätze selbst gestalten

Tolle Idee, leider wird es noch ein Weilchen dauern, bis sich das völlig durchgesetzt hat. Wer kann, zum Beispiel weil sein Unternehmen flexible Arbeitsplätze und Home Office anbietet, der sollte selbst bei der Gestaltung eines flexiblen Arbeitsplatzes aktiv werden.

Erste Ansätze dazu gab es bereits 2006 als Sascha Lobo und Holm Friebe die Digitale Boheme als Lebens- und Arbeitsform schlagartig berühmt machten - und das Berliner St. Oberholz gleich mit.

Arbeiten, wo man will?

Nun muss ich sagen, dass ich in meinen fast 5 Jahren in Berlin mit dem Oberholz nie wirklich etwas anfangen konnte. Zu voll, zu laut, zu viel Ablenkung. Und auch Coworking-Spaces haben mich persönlich nie wirklich überzeugen können - jedenfalls nicht auf Dauer.

Gleichwohl überzeugt mich die Idee der mobilen Arbeitsplatzgestaltung. Ich arbeite tatsächlich am besten im Home Office, vor allem wenn ich mich sehr konzentrieren muss. Aber immer wieder kommt es vor, dass ich auch mal raus will: In Cafe oder gleich draußen arbeiten.

Cafe, Coworking Space, Home Office oder Zug?

Auch bieten einige Coworking-Spaces mittlerweile Modelle an, in denen man für ein paar Euro einen Arbeitsplatz stundenweise mieten kann. Das kommt mir sehr entgegen, denn ich mag tatsächlich ungern den ganzen Tag an einer Stelle arbeiten.

Eingebürgert hat es sich derzeit, dass ich morgens zu Hause und dann mittags an einem anderen Ort arbeite - der Inspiration und Kreativität wegen oder einfach, um mal was anderes zu sehen. Ich habe aber auch schon von Leuten gelesen, die den ganzen Tag mit einer Bahncard 100 durch die Gegend gefahren sind - und abgesehen vom WLAN-Problem arbeite ich dort auch sehr gerne.

Mixed Office als Modell der Zukunft

Lars Hahn hat dafür den Begriff Mixed Office geprägt in seinem Blog Systematisch Kaffeetrinken  genannt. Mit seinem Photo, auf dem er kurzerhand einen Backstage-Bereich zum mobilen Arbeitsplatz umfunktioniert hat, zeigt er sehr schön, wie mobil Arbeiten heute sein kann - wenn vielleicht auch nicht immer ideal-rückenfreundlich.

Auf The Worker gibt es übrigens weitere Artikel zu dem Thema. Ich finde das Modell des Mixed Office gerade für Wissensarbeiter extrem sinnvoll. Allerdings müssen nun die Unternehmen, von denen einige gerade stolz das Home Office verkündet haben, hier noch mitziehen.

Die Zukunft der Arbeit: Unterirdisch & mit Tageslicht?

Aber vielleicht sieht die Zukunft der Arbeit ja auch ganz anders auch - und findet im Keller ganz ohne Tageslicht statt. Irgendwie deprimierend als Vorstellung.

"Wir sind gerade in ein neues Gebäude umgezogen und platzen schon wieder aus allen Nähten" - solche und ähnliche Klagen könnten bald der Vergangenheit angehören. Denn bei überfüllten Büros können Unternehmen nun ausweichen - und zwar in den Keller.


Kellerkinder am Schreibtisch

Unten im Keller sitzen ohne Tageslicht, während den Chefs meist die oberen Etagen vorbehalten sind, klingt furchtbar. Doch jetzt gibt es, wie die Wired meldet, eine Alternative:

Die italienische Firma CoeLux hat eine Lampe entwickelt, die nicht nur das Blau des Himmels im Fenster imitiert, sondern auch die Helligkeit und Wärme der echten Sonne.

Die 3-Komponenten-Lösung

So heißt es bei Wired:

Die Illusion natürlichen Lichtes entsteht durch drei Komponenten: LEDs imitieren das Spektrum des Sonnenlichtes, ein optisches System täuscht den Abstand von Himmel und Sonne vor und Materialen mit Nanostrukturen, die nur wenige Milimeter dick sind, machen die Rayleight-Streuung nach.

Spannend & erschreckend zugleich

Das klingt einerseits spannend und im Video sieht es auch wirklich gut und täuschend echt aus. Andererseits erschreckt mich diese Möglichkeit auch.

Wired vergleicht die Lampe mit der Erfindung des Fahrstuhls, der Wolkenkratzer erst möglich machte. Nun, so folgert Autorin Juliane Liebert, schaffe CoeLux die Möglichkeit, Häuser und damit auch Büroräume auch unter der Erde "wachsen" zu lassen.

Büros der Zukunft: Wolkenkratzer unter der Erde?

Ich versuche mir nun vorzustellen, welche Konsequenzen das auf unsere Arbeit haben könnte. Sitzen wir dann in Zukunft alle unterirdisch, weil das billiger ist?

Ich persönlich finde mein Dachgeschoss-Büro mit Blick auf den echten Himmel ja nach wie vor begeisternder.

Unabhängig von Zeit & Raum

Und mehr noch: So eine Lampe könnte uns nicht nur räumlich vom Tageslicht unabhängig machen, sondern auch zeitlich:

Die Industrialisierung wurde seinerzeit erst durch die Erfindung des elektrischen Lichts und damit die relative Unabhängigkeit von der Helligkeit ermöglicht.

Schichtarbeit als Zukunftsvision?

Die CoeLux könnte auch für Büromenschen Rund-Um-die-Uhr Schichtarbeit attraktiver machen. Man darf gespannt sein, wie sich die Sache entwickelt.

Eine coole Design-Idee ist es allemahl, wenn man aber die gesamten Möglichkeiten überdenkt, dann wird schnell klar, dass nicht alle Entwicklungen positiv sein müssen. Ich bin gespannt - und Ihr?

Leseraktion

Und wie arbeitet Ihr am liebsten? Schickt und spannende und interessante Fotos und Texte zu Eurem persönlichen Arbeitsplatz der Zukunft - die besten werden wir hier im Blog mit Link veröffentlichen.

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  3. SPACESHARING

    Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus? Im Zug ja mal sicherlich nicht. Wie wärs mit #Coworking? #Bahnstreik #GDL - Spannender BeitragNLwVWEyCXm

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