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Lebenslanges Lernen für den Arbeitsmarkt – 4/4: Selbstwirksamkeit & Reflexion



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Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit und Reflexionsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sind elementare Bestandteile des Lernens. Der Lernende erlebt, dass er sein Handeln selbst kontrollieren und (positiv) steuern kann.

Lebenslanges Lernen für den Arbeitsmarkt – 4/4:  Selbstwirksamkeit & Reflexion


Hier schreibt für Sie: Hanna Hardeland ist studierte Lehrerin. Als Lerncoach, Coach und Trainerin leitet sie ihr eigenes Institut. Profil

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Selbstwirksamkeit bedingt Verantwortung

Die Erfahrung, selbst etwas verändern und bewirken zu können, ist für das Wohlbefinden eines Menschen grundlegend. Eine angemessene Verantwortungsübernahme kann somit die Zielhandlung nachhaltig verstärken.

Beim Lerncoaching werden die Ressourcen, Erfolge, Erfolgserlebnisse, Fortschritte, Fähigkeiten und Stärken des Lernenden in den Mittelpunkt gestellt.1 Dies führt dazu, dass der Lernende Zutrauen in seine eigenen Stärken und Fähigkeiten gewinnt. Der Lernende soll sich verstärkt als handlungsfähig empfinden und die von ihm selbst gestellten Aufgaben als lösbar erleben.

Für das eigene Handeln verantwortlich sein

Übergeordnet kann man davon sprechen, dass durch Lerncoaching das Empowerment der Lernenden gefördert wird. Wesentlich ist, dass der Lernende ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass er für sein Handeln verantwortlich ist sowie für sich selbst die Verantwortung tragen kann und sollte.

Beim Lerncoaching entscheidet der Lernende eigenverantwortlich (wenn auch mit Unterstützung des Lerncoaches), welche Ziele er erreichen möchte. Eine Schülerin hat mir gegenüber zum Abschluss des Lerncoachings folgendes positive Fazit benannt: „Durch das Lerncoaching habe ich gemerkt, was ich alles kann!“

Skalierung durch Lob & Komplimente

In der Lerncoaching-Praxis werden kleine erste Schritte der Veränderung angepeilt (z. B. durch Skalierungsfragen) und bei deren Erreichen als Lernerfolge gewertet.

Der Lernende wird beispielsweise durch Lob und Komplimente gestärkt. Schließlich erfolgen die Zielfestlegung und die Entwicklung von Lösungsstrategien durch den Lernenden. Der Lernende erhält z. B. im Rahmen des Mini-Vortrages theoretisches Wissen über sein Lernen und wird dadurch zum Experten für sich selbst.

Richtig reflektieren - aber wie?

Durch Lerncoaching wird auch die Reflexionsfähigkeit des Lernenden gestärkt: Lerncoaching bietet Lernenden die Möglichkeit, sich aktiv mit ihrem Lernen auseinanderzusetzen. Neben dem Lernprodukt steht vor allem die Reflexion des Lernprozesses im Fokus. Der Lernprozess wird transparenter und dem Lernenden somit stärker bewusst.

Vielfach haben Lernende eine „gewisse Abneigung gegenüber dem Schreiben daher fallen schriftliche Selbstreflexionen z. B. in Lerntagebüchern oder bei der Portfolioarbeit teilweise „eher dürftig“ aus.

Reflektieren mit Lerntagebüchern

Das Gespräch im Lerncoaching bietet die Gelegenheit zum Dialog, während in Lerntagebüchern ausschließlich die Perspektive des Lernenden dargestellt wird.

Zusätzlich haben viele Lernende bereits beim Niederschreiben ihrer Schilderungen (z. B. bei der Portfolioarbeit) im Kopf, dass eine Lehrkraft oder ihre Eltern einen Blick darauf werfen werden.

Die eigenen Fähigkeiten im Fokus

Durch die Reflexion im Lerncoaching werden das Vorgehen, die Verhaltensweisen und die eigenen Fähigkeiten in den Fokus gerückt und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Der Lernende kann sein eigenes Handeln dadurch besser verstehen, Handlungsalternativen entwickeln und dabei sogar die Sichtweise des Lerncoaches als Fremdwahrnehmung einbeziehen.

Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten

Wesentlich ist, dass eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten stattfindet, wobei der Blick auch und gerade auf die Stärken gerichtet wird. Schließlich werden daraus Konsequenzen für das zukünftige Handeln gezogen: Die alleinige Beobachtung von Verhalten bleibt folgenlos, wenn sich nicht Reflexionsprozesse anschließen, die wiederum Regulationsverhalten auslösen.

In der praktischen Lerncoaching-Arbeit soll der Lernende zum Nachdenken angeregt werden. In einem gelungenen Gespräch stellt der Lerncoach Fragen, auf welche es keine eindeutige Antwort gibt; vielmehr wird ein Denkprozess initiiert.

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  1. Erika D,

    Ich finde wirklich, man könnte dieses Thema noch aus anderen Perspektiven beleuchten - wo kann man Vorschläge für eigene Text-Beiträge auf Ihrem Blog machen?+

  2. Reiner P.

    Die Überschrift ist ein Widerspruch in sich - man sollte für sich selbst lernen, nicht für den Arbeitsmarkt!

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