Angst und Stress, Burnout und Depression: Wie wir zurückfinden in ein sinnvolles Leben


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Unser Leben bringt es zwangsläufig mit sich, dass man hin und wieder gestresst oder bedrückt ist. Sind Menschen allerdings voller Angst oder dauerhaft deprimiert, hat dies in aller Regel fassbare Gründe, die es zu erkennen und wahrzunehmen gilt.

Angst und Stress, Burnout und Depression: Wie wir zurückfinden in ein sinnvolles Leben

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Martin Keymer Martin KeymerMartin Keymer ist international anerkannter Fachdozent und Therapeut.

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Psychische Probleme? Ich doch nicht!

Die wenigsten Menschen mit einem psychischen Problem hätten sich träumen lassen, dass es ausgerechnet sie einmal „erwischt“. Und doch ist es ein Thema, mit dem fast jeder schon einmal zu tun hatte. In der Vergangenheit waren Menschen manchmal lethargisch oder apathisch. Irgendwann fühlten sich viele gestresst und überfordert. Inzwischen hat der ‚Burnout‘ den Mainstream erreicht – bei Depressionen sieht es da noch etwas anders aus.

Unabhängig von der Form ist es wichtig zu wissen, dass eine psychische Erkrankung sich niemals linear, sondern immer exponentiell entwickelt. Zunächst sind es nur einzelne Tage, an denen wir „nicht so gut drauf sind“. Wir meinen, schlecht geschlafen zu haben. Wir sind davon überzeugt, uns nur erholen zu müssen. Aber wir haben auch gute Tage. Außerdem sind es ja nur noch vier Wochen bis zum nächsten Urlaub. Und ohne es zu wissen, befinden wir uns längst mitten im pathophysiologischen Geschehen.

Erschöpft und nicht mehr leistungsfähig

Burnout-Syndrom (ausbrennen, körperliche Seite) und Fallout-Syndrom (ausfallen, speziell Hirnausgangsleistung) – beides kann man als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnen, die über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie sowie zu psychosomatischen Störungen und depressiven Neigungen führt. Die Energiereserven sind aufgebraucht, im Ergebnis fühlt sich der Betroffene leer, matt, erschöpft und kraftlos.

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Die weitverbreitete Ansicht, dass jemand mit Burnout nur Sport, gutes Essen, mehr Freizeit und Ferien braucht ist ein katastrophaler Fehler. Dadurch fühlt sich der Patient nur noch wertloser und nicht integrierbar. Nicht Dauererholung ist die Lösung, sondern das Zurückfinden in eine sinnvolle und erfüllende Betätigung.

Eine dauerhafte Traurigkeit, die uns ganz und gar erfüllt

Depression – der Betroffene sieht kein Licht mehr am Horizont, alles erscheint ihm traurig und grau in grau. Ein emotionales Loch, eine umfassende seelische Niedergeschlagenheit, die einhergeht mit dem Verlust an Freude, Interesse und Antrieb gepaart mit Hoffnungs- und Ausweglosigkeit. Zu einem massiv verringerten Selbstwert kommt eine bleierne Schwermut, durch die der Betroffene kaum aufzumuntern ist.

Depressionen sind die am häufigsten auftretenden psychischen Störungen. Frauen neigen etwa doppelt so oft wie Männer dazu, was aber fraglich ist, da Männer dies besser kaschieren können. In der Literatur finden wir viele unterschiedliche Bezeichnungen wie „endogene“, „affektierte“, „neurotische“ oder „reaktive Depression“, „Erschöpfungs-“, „Alters-“ oder „Winterdepression“. Fakt ist, dass die Anzahl der Depressionen exorbitant ansteigt.

Die persönliche Stimmung …

kaum etwas ist individueller! Freude, Glück und Fröhlichkeit, aber auch das Unbehagen des Gemüts haben eine enorme Bandbreite, eine große Tiefe, eine Fülle an Hintergründen und Varianten. Verstimmungen sind nicht einfach nur Stress, sie werden im Ergebnis von unserem limbischen System auf den Thalamus übertragen und schreiben sich so in unsere zentrale Regulation ein.

Geht es darüber hinaus, verselbstständigt sich die Situation und führt zu langanhaltenden Gemütszuständen und den daraus resultierenden Emotionen. Wichtig ist, dass alle Verstimmungen – aber auch alle Freuden – auf die gleichen Signalwege im Hormonsystem und Nervensystem zurückgreifen. Damit haben wir eine Manifestation auf hormoneller und neurovegetativer Ebene.

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Das hormonelle Szenario

Das limbische System wird bisher pauschal als Ort betrachtet, der ein Gesamtbild unserer psychischen Ausgangssituation erstellt. Um allerdings das Hormonsystem und seine Einregulation in Bezug auf Stress- und Angstreaktionen besser zu verstehen, müssen wir die beiden entscheidenden Bausteine näher kennenlernen:

Im Corpus amygdaloideum (auch „Reptilien-Gehirn“ genannt) sitzt unser „Überlebenswille“. Noch bevor wir eine reale Gefahr wirklich wahrgenommen, geschweige denn analysiert haben, springt es innerhalb von Millisekunden an. Zusammen mit dem Hippocampus (fälschlicherweise oft als Gegenspieler bezeichnet) bilden beide eine funktionelle Einheit zur Steuerung der neuronalen und hormonellen Reaktionen.

Entscheidend ist, einen Auslöser erst einmal wahrzunehmen, nicht im Übermaß zu reagieren und daraus zu lernen – mit dem Ziel, in Zukunft präventiv zu reagieren. Jede in Gang gesetzte Reaktion wird über den Hippocampus mit dem Cortex, insbesondere dem präfrontalen Cortex, kommuniziert und damit konfrontiert und reflektiert. Rückkoppelnd ist es dann auch der Cortex, der in der Lage ist, der Amygdala den entscheidenden Befehl zu geben, die Reaktion zu stoppen – wieder über den Hippocampus. Dieses Prinzip ist einer der wesentlichen therapeutischen Ansätze einer sinnvollen Psychotherapie.

Hilfe durch die (Bio-)Resonanz

Die gesamte Funktion des Gehirns, die Verknüpfung mit dem Körper, das Bio-Feedback-System sowie die Verbindung mit dem Herzen bieten keinerlei Erklärung für das „Bewusstsein“, die „Seele“, die „Gefühle“ und all das, was wir als „freien menschlichen Willen“ bezeichnen. Die mental-spirituell-psychische Ebene kann weder durch die bio-energetische noch durch die bio-chemische Ebene ersetzt werden.

Etwas völlig anderes ist es jedoch, die Neuronen und das Stützgewebe als das anzusehen, was sie sind – nämlich Zellen mit einem Stoffwechsel, die Bedürfnisse haben wie zum Beispiel Blutzucker und Sauerstoff – auf deren Versorgung wir also einwirken können. Da es sich im Gehirn um einen Anteil des Körpergewebes handelt, gelten die Gesetze der Resonanz, sodass die Bioresonanz auch hier ihren vollen Stellenwert hat.

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Allerdings möchte ich davor warnen, Depressionen (tiefe, schwere Traurigkeit, bleierne Schwermut), bipolare Störungen (der ständige Wechsel zwischen Depression und Euphorie), CFS (ständige Müdigkeit und Erschöpfung) oder Burnout/Fallout als vorrangig körperliche Probleme zu betrachten. Sicherlich sind die Hirngesundheit, die Verbesserung der Hirnausgangsleistung oder der Aufbau neuronaler Strukturen auch bei psychischen Erkrankungen sehr hilfreich. Aber ohne ein echtes, wirksames psychotherapeutisches Konzept wird sich nichts ändern. Erst beides zusammen bildet den wesentlichen Hintergrund, um zurückzufinden in ein stressresistentes und sinnvolles, ein glückliches und gesundes Leben.


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