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Agiles Führen - 5 Tipps: So lernen Unternehmen von Olympiasiegern


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Olympia-Goldmedaillengewinner Francesco Friedrich zeigt, worauf es ankommt – im Sport, im Business, im Leben: Mental fit zu sein, um sich agil auf unterschiedliche Bedingungen einstellen zu können und im entscheidenden Moment das Rennen zu gewinnen.

Agiles Führen - 5 Tipps: So lernen Unternehmen von Olympiasiegern


Hier schreibt für Sie: Der Souveränitäts-Experte Theo Bergauer ist seit 25 Jahren als Trainer und Coach für persönliche Entwicklung und unternehmerische Prozesse aktiv. Profil

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Was Olympia über Gewinnertypen aussagt

19. Februar 2018. Olympische Winterspiele in Pyeongchang.  Nach vier Läufen im Zweier-Bob kommen zwei Teams zeitgleich ins Ziel. Spannender geht es nicht! Serien-Weltmeister Francesco Friedrich holt mit Anschieber Thorsten Margis erstmals die Goldmedaille und krönt seine außergewöhnliche Karriere mit dem Olympiasieg.

Ein Blick zurück zeigt: Francesco Friedrich, der 2013 als jüngster Bob-Weltmeister aller Zeiten in die Geschichte einging, macht seinem Ruf als Gewinner alle Ehre.

Eine Bobfahrt, die ist lustig …

… eine Bobfahrt, die ist schön! Ganz sicher, wenn sie von Erfolg oder gar erstmals mit der Goldmedaille gekrönt wird.

Auch in Unternehmen geht es bei Projekten häufig im übertragenen Sinne mit Schwung in den Eiskanal, in der Planungsphase wird Geschwindigkeit aufgenommen und in der Umsetzung steuert ein Team sozusagen Kurve für Kurve dem Ziel entgegen. Im Sport wie im Business gilt: Wer aus dem Rennen um Medaillen, Aufträge oder das Projektziel als Gewinner hervorgehen will, wird nichts dem Zufall überlassen.

Agiles Führen

In VUCA-Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung sind viele Unternehmen auf kurzfristige Ergebnisse fixiert – messbar in harten Fakten und Kennzahlen. Für den langfristigen Erfolg jedoch müssen verstärkt Werte, Kultur und die Mitarbeiter in den Fokus von Führungskräften rücken.

Agiles Führen bedeutet, immer wieder aufs Neue verschiedene Bedingungen einzubeziehen und auszuloten, neu zu bewerten und neu zu agieren. So wie es für Francesco Friedrich selbstverständlich ist. Jede Bahn wartet mit anderen Bedingungen auf. Der Wechsel vom Zweier- auf den Viererbob will gemeistert werden. Im Team steht Flexibilität an allererster Stelle.

Präsenz und Training

Viele Führungssituationen – ob im Bob bei Francesco Friedrich oder in Unternehmen – sind von entgegengesetzten Erwartungen geprägt. Sich in diesen Spannungsfeldern zu positionieren, macht die Souveränität in der Führungsrolle aus. Führung heißt sowohl Navigieren als auch Hürden überwinden und Entscheidungen treffen.

Nur mit permanenter Präsenz und kontinuierlichem Training kann dies gelingen. Nicht anders als im Leistungssport. Dazu der Bobpilot: „Werden Entscheidungen im Sinne des Teams getroffen, sind sie auch abgesichert. Im Rennen müssen wir uns im wörtlichen Sinne blind aufeinander verlassen können.“

Leidenschaft und Disziplin

Francesco Friedrich hat lernen müssen, dass sein früher Sieg als jüngster Bob-Weltmeister keine Garantie für den anhaltenden Erfolg war. Doch hat er das Tief von Sotschi als Herausforderung angenommen und mit viel Durchhaltevermögen und Disziplin bewiesen, dass er „Olympia kann“.

„Steuern und anschieben ist ebenso wichtig wie das Team auf Kurs zu halten und Leistungsdruck auszuhalten“, so Friedrich. Mit starken Händen und Feingefühl hat er so professionell die Basis für den langfristigen Fortschritt geschaffen.

5 Tipps zum agilen Führen

Diese Geschichte zeigt: Vom Olympiasieger können auch Unternehmen einiges über agiles Führen lernen. 5 Tipps.

  1. Mentale Vorbereitung Rituale helfen den Sportlern dabei, als wahres Team an den Start zu gehen und sich bereits gemeinsam mental auf den Sieg einzustellen.
  2. Anschubphase Der Start muss stimmen. Auch wenn zu Beginn die größte Kraftanstrengung notwendig ist, in der Anschubphase hilft, einen Takt vorzugeben dabei, den Gleichklang herzustellen.
  3. Beschleunigung Nimmt der Bob fahrt auf, müssen sich alle möglichst klein machen können. Bis auf den Piloten, der lenkt, ducken sich alle Köpfe nach unten. Es herrscht blindes Vertrauen, dass der Pilot weiß, was er tut. Jeder macht seinen Job.
  4. Teilabschnitte Auf der Bobbahn zeigen Zwischenzeiten den Rennverlauf an. Der Pilot erkennt, ob sie gut unterwegs sind. Nur wenn ein Team weiß, ob es in der Zeit ist und entsprechend seinem Plan vorwärtskommt, kann es notfalls die Strategie verändern.
  5. Zielgerade Oft entscheidet die Zielgerade über Erfolg oder Niederlage. Nur wer es schafft, bis zum Schluss die Konzentration hochzuhalten und auch auf der letzten Etappe noch alles gibt, wird belohnt.

Fazit: Was Führungskräfte von Olympiasiegern lernen können

Im Sport tut sich oft sehr viel in einer Saison. Auch in Unternehmen müssen sich Mitarbeiter durch wechselnde Projektteams immer öfter und schneller auf neue Chefs einstellen (und umgekehrt).

Nicht immer sind die Rahmenbedingungen ideal, entscheidend ist nur, wie wir diese einordnen, wie wir damit umgehen und ob wir – so wie Francesco Friedrich – letztendlich daran wachsen. Holen Sie sich die Goldmedaille!

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  1. Jens Weinzer

    Hier kommt endlich zusammen was zusammen gehört: Geniale Kombination von Spitzenmanagement und Sport. Diese Verbindung sollte viel öfter gemacht werden!

    • Simone Janson

      Danke, wir freuen uns über den Kommentar!

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