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8 Tipps zu Mitarbeiterbindung & Retention Management: Fluktuation von High Potentials verhindern


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Der Wettstreit um Talente ist im vollen Gange und gerade junge, hochqualifizierte Fachkräfte sind schwer zu halten. Unternehmen, die die Fluktuation ihrer Mitarbeiter niedrig halten wollen, sollten die folgende 8 Tipps beachten.


Hier schreibt für Sie:

 

Joachim Skura ist Thought Leader Human Capital Management bei Oracle. 

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Warum niedrige Fluktuation besser ist

Egal, welche Personalexperten Sie auch fragen, in einem Punkt dürften sich alle einig sein: Die Mitarbeiter von heute, vor allem im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, wechseln angeblich ihre Rollen und Arbeitgeber viel häufiger denn je. Ob das so stimmt, ist gemäß OECD-Statistiken fraglich. Sicher ist aber, dass wir auf eine systematische Verknappung von Talent zusteuern.

Diese Tatsache spiegelt sich nicht immer in den wichtigsten Kennzahlen eines Unternehmens wider (etwa in den Umsätzen). Dazu kommt, dass ältere Arbeitnehmer angesichts der wirtschaftlich unsicheren Lage an „ihren Stellen kleben“. Zu den Gründen „warum der Nachwuchs von Bord geht“ ist kaum etwas zu finden.

8 Tipps zur Mitarbeiterbindung

Die schier endlosen Auswahlmöglichkeiten und ein massiver Fachkräftemangel haben jedoch dazu geführt, dass qualifizierte junge Mitarbeiter stark umworben sind. Unternehmen erkennen, dass sie etwas tun müssen, um ihre besten Mitarbeiter zu halten. Aber was?

Basierend auf Gesprächen, die ich mit Personalexperten und Branchenanalysten dazu geführt habe, gebe ich Unternehmen vier Tipps an die Hand, wie sich die Abwanderung von Talenten verhindern lässt.

  1. Monotonie ist der Feind und gefährlich: Junge Menschen wünschen sich Abwechslung – ein „sehr gesundes“ Verlangen. Wiederholende Aufgaben werden in naher Zukunft von Robotern und Software erledigt, damit die Menschen sich auf interessante und erfüllende Tätigkeiten konzentrieren können. Eine Karriere in einem Umfeld mit viel Repetition ist nicht nur dröge, sondern auch gefährlich.
  2. Mehr projektbasierte Arbeit schaffen: Eine Möglichkeit besteht darin, verstärkt in Projekte zu agieren. Dieser Ansatz sorgt nicht nur für mehr Abwechslung, sondern gibt den Mitarbeitern auch die Gelegenheit, mit jedem Projekt neue Fähigkeiten zu erwerben, mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten und stets auf ein konkretes Ziel hinzuarbeiten. Die projektbasierte Arbeit passt außerdem zum Anstieg von Leiharbeit und Kurzzeitverträgen, zwei Modelle, die Unternehmen zunehmend nutzen werden, um kurzfristige Personalanforderungen zu erfüllen, oder Personallücken zu schließen.
  3. Der erste Eindruck entscheidet über das Vertrauen: Ein erfolgreiches Onboarding ist so wichtig wie noch nie. Wenn neue Mitarbeiter nicht vermittelt bekommen, dass sie ihr Arbeitgeber vom ersten Tag an unterstützt und auf sie baut, entsteht schnell ein Gefühl der Unsicherheit und ein lange anhaltende Skepsis gegenüber dem Arbeitgeber. Und dieser erste Eindruck lässt sich nur schwer korrigieren.
  4. Führung ist wichtig: Es mag bequem sein, neue Mitarbeiter sich selbst zu überlassen, weil sie vermutlich ohnehin nach ein bis zwei Jahren wieder kündigen, aber das wird eine „Self-fulfilling Prophecy“ werden. „Yesterday was selling, today is business“, der alte Gag, verhagelt langfristig die Ernte. Auch heutzutage sind junge Menschen keine illoyalen Wanderarbeiter, sondern gehen mit Verve und Begeisterung ihre ersten Rollen an. Dabei sollten sie weder ins Nichts laufen noch gegen eine Wand.
  5. Auch der zweite, der dritte und der vierte Eindruck zählen: Karrieren müssen sich sukzessive weiterentwickeln – das gilt für jeden Mitarbeiter, aber ist umso dringlicher je jünger ein Mitarbeiter ist. Das jährliche Mitarbeitergespräch war gestern. Heute müssen Vorgesetzte direkt mit jedem Teammitglied gemeinsam Ziele und einen Entwicklungsplan festlegen und die Fortschritte regelmäßig überprüfen: „Gemeinsam wachsen“ versus „Par Ordre du Mufti“ trifft es vielleicht ganz gut.
  6. Leistung muss sich lohnen: Gute Leistungen müssen sich außerdem bezahlt machen. Die besten Mitarbeiter lernen und entwickeln sich schnell weiter. Angesichts der großen Konkurrenz müssen sie das Gefühl haben, dass ihre Entwicklung mit ihren Ambitionen übereinstimmt.
  7. Benefits sind wichtig, verändern sich aber auch: Es gab Zeiten, in denen die betriebliche Altersvorsorge die wichtigste Zusatzleistung für Mitarbeiter darstellte. Für junge Mitarbeiter unter 30 ist der Ruhestand jedoch zu weit entfernt, als dass diese Leistung für sie relevant wäre. Rentenprogramme sind darüber hinaus kein Alleinstellungsmerkmal mehr – die meisten Unternehmen bieten derartige Modelle an.
  8. Engagieren Sie sich für Ihre Mitarbeiter: Programme wie „Mit dem Rad zur Arbeit“, Gesundheits- und Wellness-Angebote oder flexible Arbeitszeiten – Unternehmen überarbeiten ihre nicht-monetären Angebote für Mitarbeiter, um deren Bedürfnissen als Mensch stärker Rechnung zu tragen. Erfolgreiches Employee Engagement war noch nie so wichtig wie heute. Durch derartige Benefits heben Unternehmen sich von anderen ab. Im Kern rücken sie den Mensch in den Vordergrund und nicht die MAK (Mann Arbeits Kapazität).

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