7 Tipps für Mitarbeiterbindung und Retention Management: Hier geblieben, bitte!


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Ganze 65 Prozent der Deutschen Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft schätzen ihren Arbeitslatz als nicht sehr sicher ein. 27 Prozent der 21 bis 30 Jährigen suchen sogar aktiv oder weniger aktiv nach einem neuen Arbeitgeber. 7 Tipps für Mitarbeiterbindung und Retention Management: Hier geblieben, bitte! mitarbeiter-bindung-retention-management

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Hohe Wechselbereitschaft unter jungen Fachkräften

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Fast ein Drittel aller jüngeren Arbeitnehmer ist also insgesamt offen für Neues. Das ergab 2015 eine Studie zur Karriere- und Wechselbereitschaft deutscher Arbeitnehmer. Da ist es umso wichtiger als Arbeitgeber Anreize zum Bleiben zu schaffen – und zu zeigen: Hier bist Du gut aufgehoben.

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Wie wichtig Mitarbeiterbindung, im Fachjargon Retention Management genannt, ist, sollten dabei all jene wissen, die schon mal aufgrund schwieriger Personallage Überstunden anordnen mussten und damit die restlichen Kollegen genervt haben.

Was Firmen zur Mitarbeiterbindung tun können – 7 Tipps

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Eine langfristige Personalplanung ist wichtig. Denn Einarbeitungsphasen sind teuer und zeitintensiv, kosten doppeltes Personal und vielleicht die Loyalität des nächsten Mitarbeiters, der schließlich wegen des Zuviel der Arbeit das Handtuch schmeißt.

Mehr Geld oder Mobilitäts-Eingeständnisse zählen dann oft nichts mehr. Ein nachhaltiger Umgang mit den personellen Ressourcen von Anfang an ist der Schlüssel zu einer langfristigen Bindung an das Unternehmen. Es gibt jedoch noch mehr, das Firmen tun können um Mitarbeiter zu halten.

  1. Wertschätzung ausdrücken: Ein Mitarbeiter fühlt sich in der Regel besonders dann gut, wenn er weiß, dass seine Arbeit geschätzt und sein Einsatz positiv gewertet wird. Das klassische Zuckerbrot und Peitsche Modell funktioniert besser, wenn vor allem Lob verteilt wird und dabei echte Wertschätzung vermittelt wird. Natürlich muss auch hin und wieder Kritik geäußert werden wenn was schief geht – aber das Gefühl, einen guten Job zu leisten und deswegen nicht um seine Arbeit fürchten zu müssen, ist das, was die meisten Arbeitnehmer dazu bewegt, zu bleiben. Schließlich möchte jeder gerne geschätzt werden. Ein kleines Lob kann da viel helfen und ausdrücken: Du bist hier wichtig, dieses Unternehmen braucht dich.
  2. Langfristigkeit vermitteln: Planung vermittelt Sicherheit. Genauso wie die Gewissheit, dass der Arbeitgeber etwas tut, um den Mitarbeiter zu binden: Ein Projekt zu übertragen, das auf mehrere Jahre ausgelegt ist und Verantwortung beinhaltet. Eine leitende Position im Team, die vermittelt, dass genau dieser Mitarbeiter wichtig ist. Das Anbieten von Arbeitnehmerkrediten, die den Mitarbeiter bei großen Vorhaben entlasten, wie beispielsweise dem Hauskauf in der Nähe des Unternehmens, der zum einen dazu beiträgt, dass der Mitarbeiter ein Eigeninteresse hat in der Firma zu bleiben und zum anderen auch von Arbeitgeberseite impliziert, dass das Arbeitsverhältnis als ein langfristiges empfunden wird. Auch das Angebot einer Betriebsrente oder gesundheitlicher Vorsorgemöglichkeiten vermitteln den Mitarbeitern das Gefühl, dass jemand ein Interesse an ihrer langfristigen Bindung an das Unternehmen hat. Das vermittelt Wertschätzung und Sicherheit.
  3. Ein arbeitsfreundliches Umfeld schaffen: Eine Umgebung, in der sich die Büroinsassen wohl fühlen, ist förderlich für das Arbeitsklima. Das beinhaltet zum einen eine produktive Atmosphäre – also einen angemessenen Geräuschpegel, genügend Platz für jeden Mitarbeiter, bequeme Büromöbel – zum anderen aber auch den Wohlfühlfaktor. Ausreichend Sauerstoff, eine ansprechende Umgebung, aber auch ein Plätzchen, wo die Mitarbeiter mal zu privaten Gesprächen zusammen kommen können und kurz den Kopf frei bekommen. In manchen Agenturen funktioniert der Tischkicker als Auszeit, in einem anderen ist es die Dachterrasse, auf der mal eben der Ausblick genossen wird. Das Unterstützen dieser kleinen Auszeiten sorgt für mehr Zufriedenheit und Produktivität, so dass auch nach der Pause die „verlorene“ Zeit wieder aufgeholt wird.
  4. Team-Building betreiben: Mitarbeiter, die eine gute Beziehung zu den Kollegen pflegen und auch informelle Treffen und Gespräche auf der Arbeit erleben können, sind motivierter. Ein funktionierendes Team, das gut und gerne zusammen arbeitet hat also nur positive Effekte auf die Leistung der Einzelnen. So funktionieren Absprachen effizienter, ein kurzer Plausch zwischendrin sorgt für Ablenkung und die Mitarbeiter kommen morgens motivierter zur Arbeit wenn sie wissen, dass sie heute wieder nette Menschen treffen. Diesen Effekt zu nutzen ist sinnvoll – weswegen ein Betriebsausflug, Firmenfeiern und Team-Building-Maßnahmen so wichtig sind. Auch kleine Plätze zu schaffen, an denen kurze private Unterhaltungen möglich sind – wie die Teeküche oder eine Sitzecke – sorgen für gestärkte Beziehungen unter den Teammitgliedern.
  5. Verständnis haben: Die Mitarbeiterin fehlt diesen Monat zum zweiten Mal, weil sie von der Grippe erwischt wurde. Ein anderer fehlt, weil das Kind krank geworden ist und keiner Zeit hat, sich darum zu kümmern. Der Bus hatte Verspätung und einige Angestellte kommen zu spät – solche Sachen passieren und sind kein Grund sauer zu werden. Jeder hat einmal einen schlechten Tag, verschläft und kommt zu spät oder die äußeren Umstände sorgen einfach dafür, dass es aktuell nicht so rund läuft. Einen Monat schlechte Leistungen zeigen nicht zwangsläufig, dass der Mitarbeiter keinen Spaß mehr an seinem Job hat und es darauf anlegt gekündigt zu werden. Vielmehr sind es oft andere Dinge, die ihn grade blockieren. Natürlich sollte kein Privatleben dauerhaft auf der Arbeit eine Rolle spielen – wenn es aber hin und wieder passiert, ist das kein Grund mit Kündigung zu drohen. Wenn es hakt – und das auf Dauer – lieber einmal das persönliche Gespräch mit dem betreffenden Mitarbeiter suchen. Das schafft Klarheit und bietet eine wertvolle Gelegenheit, die Bindung ans Unternehmen zu vertiefen. Wer sich gut aufgehoben fühlt und weiß, dass ihm grade ein großer Gefallen getan wurde, möchte diesen hinterher auch wieder aufarbeiten.
  6. Anreize schaffen: Nur 27,5 Prozent deutscher Arbeitnehmer wünschen sich keine Aufstiegschancen in ihrem Unternehmen. Heißt im Umkehrschluss, der Rest möchte gerne mehr aus sich machen und auch die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln. Diesen Trend zu sehen und dort anzusetzen macht einen entscheidenden Unterschied aus. Das Angebot von Weiterbildungsseminaren oder auch der interne Aufstieg können sehr motivierend sein. Wichtig: Keine leeren Versprechungen machen – denn wer sich nicht ernst genommen fühlt, ist schneller weg.
  7. Feedback liefern: Um die Bedürfnisse der eigenen Mitarbeiter zu erkennen und auch die eigenen mitzuteilen, ist regelmäßiges Feedback unerlässlich. Es muss nicht jeden Monat passieren, aber ein Jahresgespräch ist auf Dauer zu wenig und macht es zu etwas größerem, als es sein sollte. Kleine, nicht sonderlich formelle Gespräche reichen aus, um zu erfragen ob der Mitarbeiter sich noch wohlfühlt und mit seinen Aufgaben zurechtkommt. Diese Gespräche sollten entsprechend auch dann geführt werden, wenn es nicht nur darum geht zu kritisieren – das zerstört auf Dauer jede gute Beziehung zum Mitarbeiter. Wer sich nah zum Unternehmen fühlt und weiß, dass seine Arbeit geschätzt wird, dass seine Meinung zählt und er seinerseits auch mal Kritik üben darf, wird langfristig gebunden und fühlt sich wohl an seinem Arbeitsplatz – der Schlüssel zur erfolgreichen Mitarbeiterbindung.

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