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Veränderung – 2/3: 3 X 5 Schritte zu Harmonie im Unternehmen



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Ein Unternehmen, das ein angenehmeres Arbeitsumfeld bietet, schafft ideale Voraussetzungen für Veränderungsinitiativen. Dass sich dabei der Durchsatz erhöht, sei als ein positiver Nebeneffekt des eigentlichen Ziels genannt: zufriedenere Mitarbeiter.

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Hier schreibt für Sie:

claudia-simon Claudia SimonClaudia Simon ist Geschäftsführerin der VISTEM GmbH & Co. KG.

Profil

Hauptauslöser der Unzufriedenheit

Unternehmen bestätigen ihren Mitarbeitern gerne lautstark und öffentlich, dass ‚glückliche Mitarbeiter zu einem gesunden Unternehmen führen‘. In der Praxis ist dies selten der Fall. Das Arbeitsumfeld – von Misstrauen und Konflikten geprägt – ist vielfach frustrierend und demotivierend. Es besteht kein Zweifel daran: Ein zufriedener, dem Arbeitsgeber wohlgesonnener Mitarbeiter, ist produktiver und motivierter, zeigt mehr Initiative und Kollaborationswillen.

Genau diese Eigenschaften sind wichtig für ein veränderungswilliges Unternehmen. Dies zu ignorieren, weil es ‚schwierig’ zu handhaben ist, scheint ein dramatischer Fehler. Dr. Eliyahu Goldratt hat die Hauptauslöser der häufig präsenten Unzufriedenheit identifiziert – mit dem Ziel, sie zu beseitigen und Zufriedenheit herzustellen. Er nannte sie die ‚Engines of Disharmony“ und setzt ihnen die ‚Engines of Harmony’ – sozusagen den erwünschten Zustand – gegenüber.

ENGINES OF DISHARMONY

  1. Ich weiß nicht, was mein Beitrag zur Zielerreichung ist, und ich weiß auch nicht, wie mein Beitrag bewertet / anerkannt wird.
  2. Ich weiß nicht, was der Beitrag anderer ist, und ich weiß auch nicht, wie sie bewertet / anerkannt werden.
  3. Organisatorische Konflikte darüber, welche Regeln am besten anzuwenden sind, um das organisatorische Ziel zu erreichen.
  4. Trägheit / Angst vor dem Scheitern verhindert notwendige Veränderungen und eine kontinuierliche Verbesserung.
  5. Individuelle Konflikte wegen bestehender Lücken zwischen Verantwortung und Befugnis (führt zum “Feuerlöschen”).

ENGINES OF HARMONY

  1. Ich weiß genau, was mein Beitrag ist und wie mein Beitrag bewertet / anerkannt wird.
  2. Ich weiß genau, was andere beizutragen haben und wie ihr Beitrag bewertet / anerkannt wird.
  3. Systematische Ausrichtung der Regeln mit dem Ziel der Organisation (ersetzen der lokalen / kurzfristigen Optima mit Regeln für ein globales Optimum).
  4. Prozesse, Skills und Kultur ausgerichtet auf eine kontinuierliche Verbesserung durch das Aufdecken von Widersprüchen und Infragestellen von Grundannahmen.
  5. Systematisches Schließen aller Lücken zwischen Verantwortungen und Befugnissen. Das “Feuerlöschen” wird zum Anstoß für Konfliktlösungen.

Schritt für Schritt zur Harmonie

Angestrebte Veränderungen betreffen das gesamte Unternehmen und damit alle Mitarbeiter. Diese wollen Sinn in ihrer Arbeit sehen, mit anderen produktiv und harmonisch zusammenarbeiten und einen positiven Beitrag zum Unternehmen leisten.

In der Praxis bietet die Theory of Constraints für jede der Engines konkrete Tools, die helfen, den Weg von der Disharmonie zu Harmonie zu gehen. Wichtig ist, dass sich dieser in den gesamten Prozess der Kontinuierlichen Verbesserung einfügt.

Freilegen der Ursachen

Damit Menschen im professionellen Umfeld effektiv miteinander umgehen können, brauchen sie klar definierte Rollen und Verantwortungen. Auf diese Weise brechen die Engines of Disharmony eine nach der anderen auf und legen ihre darunterliegenden Ursachen frei, die anschließend mit anderen Tools beseitigt werden können:

  1. Jede Rolle im Unternehmen wird mit all ihren Funktionen genau definiert, und zwar in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Mitarbeiter.
  2. Konflikte und Widersprüche werden identifiziert und von den zuständigen Management-Levels geklärt oder beseitigt.
  3. Anhand einer Change Matrix werden die notwendigen Veränderungen erarbeitet.
  4. Häufige Feuerlöschaktionen, die in Phase 2 identifiziert wurden, dienen als Hinweis auf Lücken zwischen Befugnis und Verantwortlichkeit.
  5. Die gesamte Unternehmensstruktur steht deshalb auf dem Prüfstand.

Offenheit als Basis

Auf diese Weise wird die gesamte Unternehmensstruktur auf Herz und Nieren geprüft und im Einvernehmen aller verbessert. Ungültige oder schädliche Regeln werden beseitigt oder angepasst. Dabei ist es wichtig, die nötige Offenheit an den Tag zu legen:

Werden Mitarbeiter dazu ermutigt, Missstände zur Sprache zu bringen, müssen diese auch ernsthaft diskutiert werden. Dabei muss sich nicht zwingend herausstellen, dass eine Änderung nötig oder die beste Lösung ist. Doch dies lässt sich nur dann herausfinden, wenn alles in Betracht gezogen wird.

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