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Digitale Transformation in Unternehmen meistern – 3/3: 3 Tipps für bessere Mitarbeiter-Erfahrungen



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Die digitale Transformation ist ein kontinuierlicher Lernprozess. Das erzeugt Unsicherheit und die Gefahr, Fehler zu machen, ist hoch. Je nach vorherrschendem Klima und Mindset, kann das lähmen oder Kreativität freisetzen und zu gemeinsamem Wachstum führen.

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Hier schreibt für Sie:

ulrike-stahl_portrait-quer_berufebilder Ulrike StahlUlrike Stahl ist Businesscoach, Trainerin und Rednerin zum Thema Erfolgsfaktor Kooperation.

Profil

Zwei Arten von Selbstbildern

Die US-Amerikanische Psychologieprofessorin Carol Dweck hat bei ihren Studien mit hunderten von Studenten sowie Mitarbeitern von Fortune500-Unternehmen entdeckt, dass Menschen zwei sich unterscheidenden Selbstbildern folgen:

Das eine Selbstbild ermöglicht, ständig dazuzulernen und zu wachsen. Das andere Selbstbild beschränkt und lässt einen vor neuen Gelegenheiten zurückschrecken. Sie unterscheidet das dynamische Selbstbild, den sogenannten Growth Mindset und das statische, den sogenannten Fixed Mindset.

Fehlervermeidung vs. Fehlerakzeptanz

Menschen mit einem statischen Selbstbild hüten sich davor, Fehler zu machen oder Schwächen einzugestehen. Deswegen halten sie sich am liebsten in ihrer Komfortzone auf und setzen sich ungern Situationen aus, von denen sie nicht sicher sind, sie kontrollieren zu können.

Menschen mit einem dynamischen Selbstbild hingegen gehen davon aus, dass Intelligenz und Fähigkeiten sich durch Ausprobieren, Übung und Ausdauer sowie durch die Unterstützung von anderen entwickeln. Sie sind bereit, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen und an ihren Fähigkeiten zu arbeiten.

R wie Reise

Der dritte und letzte Buchstabe der W.I.R.-Formel steht für Reise. Denn es ist nicht zu erwarten, dass wir in der digitalen Transformation jemals am Ziel ankommen, jemals einen Status erreichen, auf dem wir uns ausruhen können. Doch auch hier gibt es drei Tipps, mit denen die „Reise“ ein voller Erfolg wird:

  1. Dynamisch führen: Führungskräfte, die ihren Angestellten das dynamische Selbstbild vorleben, das heißt also ihre eigene Fehlbarkeit und ihr Nichtwissen anerkennen und teilen, schaffen in ihren Teams psychologische Sicherheit. Damit haben auch die Mitarbeiter nicht den Anspruch, sofort perfekt sein zu müssen, was es ihnen erlaubt, sich anderen mit ihren Fehlern, ihrem Nichtwissen und ihren Schwächen zu zeigen.
  2. Psychologische Sicherheit bieten: Die Studie Aristoteles, die Google mit über 180 eigenen Teams durchgeführt hat, zeigt, dass es für den Teamerfolg nicht so maßgeblich ist, wer zu den Teams gehört. Das Teamergebnis steht und fällt mit dem Maß an psychologischer Sicherheit, das die Teammitglieder empfinden. Die Professorin Amy Edmondson hat den Begriff bereits 1999 definiert als den Glauben, dass man nicht bestraft oder bloßgestellt wird, wenn man Ideen, Fragen, Bedenken oder Fehler anspricht. Existiert dieser Glaube nicht, stellen Teammitglieder Ergebnisse anderer nicht in Frage und halten ihre Ideen zurück, aus Angst vor Zurückweisung der anderen Teammitglieder.
  3. Mit einfachen Aussagen Sicherheit verbessern: Genau das ist aber fatal, wenn es darum geht, einen Growth Mindset zu erzeugen. Schon einfache Aussagen wie „Möglicherweise habe ich hier etwas übersehen, was meinen Sie dazu?“ oder wenn sich jemand auf die Sprünge helfen lässt, beeinflussen das Maß an psychologischer Sicherheit deutlich positiv. Je höher es ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Lust an der Weiterentwicklung entsteht sowie ungewöhnliche und neuartige Ideen geäußert und diskutiert werden.

Fazit

Die digitale Transformation bringt Veränderung mit sich. Mithilfe der W.I.R.-Formel ist jede Unsicherheit leicht zu beseitigen. Wissen kann einfacher geteilt werden denn je und mithilfe gemeinsamer ökonomischer Rahmenbedingungen können Kreativität, Innovation und Wachstum gefördert werden. Nicht umsonst steht das WIR in WIRTSCHAFT.

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