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Corporate Health im Thermalbad: Wie Bill Clinton & Udo Lindenberg


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Corporate Health ist als Trend definitiv auf dem Vormarsch: Unternehmen haben erkannt, wie hilfreich betriebliches Gesundheitsmangement für das Employer Branding ist. Eine Möglichkeit dazu: Thermalbäder mit Fitnesstudio – in denen man auch Prominente treffen kann.


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Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Die Geschichte der Kannewischer-Collection

Die Kannewischer Collection, das sind sechs Thermalbäder an fünf Standorten im gesamten Bundesgebiet. Die Ursprünge allerdings liegen in Baden Baden, wo die Firma 1994 mit der Caracalla-Therme und dem Friedrichsbad die ersten eigenen Bäder übernahm.

Dabei war Firmengründer Bernd Kannewischer eigentlich eher zufällig zum Bäderspezialisten geworden: Er gründete 1972 in Zug in der Schweiz ein Ingenieurbüro und plante in 44 Jahren für rund 250 öffentliche Hallen-, Frei-, Kur- und Thermalbäder sowie Hotelwellness- und Fitnessanlagen in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Italien die Technik.

Auch an der Konzeption der 1985 eröffneten Caracalla-Therme war er maßgeblich beteiligt und übernahm sie 1993 als Pächter. Dabei gilt die in einem Joint Venture von Stadt und Land erbaute Therme als Vorreiter der modernen Wellness-Kultur. Zuvor orientierten sich Thermalbäder stark in Richtung Rehabilitation und hatten meist viereckige Becken. In Baden-Baden sollten erstmals mehr gesunde Menschen angesprochen und der Gedanke der Prävention verfolgt werden. Der Slogan hieß „Gesundes Baden, das Freude macht“.

Corporate Health: So werden Mitarbeiter fit für den Job

Genau diesen Gedanken verfolgt das Unternehmen heute auch bei seinen Angeboten für Arbeitgeber, bei denen der Themenkomplex Corporate Health zunehmend in den Fokus rückt: Prävention und Stressreduktion um die Mitarbeiter bei aller Arbeitsbelastung so fit wie möglich zu halten. Arbeitgeber zeigen mit solchen Angeboten letztlich auch, dass sie sich mit solchen Angeboten im Zuge des Employer Branding aktiv um ihre Mitarbeiter bemühen.

Welche Vorteile bringt nun ein Thermalbad dabei? Laut einer Studie der Medizinischen Universität Graz und des Landesklinikums St. Pölten führt bereits ein 25minütiges Thermal-Bad zu einer signifikanten Senkung des Kortisol-Gehalts im Speichel, der als Stress-Indikator gilt. Darüber hinaus gaben Probanden an, dass sie sich beim Baden in wohltemperierten Becken deutlich relaxter fühlten als solche beim Praktizieren anderer Entspannungstechniken. Außerdem nahmen ihre Schmerzen an Gelenken und Wirbelsäule spürbar ab.

Wie Thermalbaden die Belastung senkt

Optimal sind dabei circa 35 °C, die als thermisch besonders angenehm empfunden werden, weil der Köper ohne Bewegung weder auskühlt noch überwärmt. Aus medizinischer Sicht fördert der Aufenthalt im Wasser aber auch noch aus anderen Gründen die Wohlfühlwirkung: Der hydrostatische Druck fördert die Durchblutung des Gewebes sowie die Blutrückführung zum Herzen, was den Kreislauf anregt.

Der Auftrieb und die damit verbundene Abnahme des Gewichts, das mit dem Kopf über der Oberfläche nur noch zehn Prozent dessen an Land beträgt, entlastet den gesamten Bewegungsapparat, der sich so erholen und lockern kann; Sole sorgt sogar für einen Schwebezustand. Überdies verstärkt der Wasserwiderstand den Trainingseffekt, weil Bewegungen anstrengender sind und die Muskeln mehr gefordert werden – eine Begleiterscheinung, die bei Prävention und Rehabilitation eine wichtige Rolle zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit spielt.

Sind im Wasser zusätzlich heilsame Mineralien enthalten, die durch die Wärme noch besser auf den Körper einwirken können, pflegen diese zum einen die Haut. Überdies dringen sie bei einem osmotischen Prozess durch die Poren in den Körper ein und sorgen für eine Tiefenwirkung auf Gelenke, Stoffwechsel oder Organe genauso wie auf das Herz-Kreislaufsystem.

Thermalbäder – Anti-Stress-Zentren mit langer Tradition

Dabei sind Thermalbäder bei Weitem keine neue Erfindung und haben speziell in Baden-Baden eine lange Tradition: „Aquae Aureliae“ hieß schon die römische Siedlung rund um heiße Quellen. Am Fuß des Schlossbergs ließ Kaiser Caracalla Soldatenbäder errichten, deren gut erhaltene Anlagen, darunter übermannshohe Mauern und ein raffiniertes Heizungssystem. Die Ruinen wurden in archäologischen Ausgrabungen frei gelegt und sind Besuchern heute im Rahmen eines kleinen Museums zugänglich.

Direkt darüber entstand 1869 bis 1877 das Friedrichsbad: Ein opulenter Bau Stil der Neurenaissance mit reich verzierter Fassade, handbemalten Majolika-Kacheln, Stuck, Statuen und und einer Wandelhalle, die 1884 das erste Fitnessstudio Deutschlands beherbergte.

Aber das Friedrichsbad bietet ein ganz außergewöhnliches Erlebnis, dass sich deutlich vom Konzept vieler moderner Bäder unterscheidet. Bezug zur römischen Badetradition nehmen auf der spiegelbildlich gleichen Herren- und  Damenseite 17 Stationen, die jeder Besucher in einer vorgegebenen Abfolge durchläuft. Zunächst spülen die außergewöhnliche historische Duschköpfe, den Alltagsstress weg: sie sind überdimensional groß und werden mit großen Hebeln bedient. Danach wird der Körper in mehreren Schritten allmählich erwärmt.

Anwendungen wie Bill Clinton & Udo Lindenberg

Dabei zeigt sich, dass auch die Behandlung auf modernen Schnick-Schnack verzichtet und sich eher an traditionellen Kneipp-Kur orientiert. Eine Zwischenstation ist beispielsweise eine stimulierende Seifenbürstenmassage, bei der man mit dickborstigen Bürsten und Kernseife 8 Minuten lang abgeschrubbt wird. Nach Dampfbad, Sprudel- und Kaltbecken ist der Höhepunkt der Behandlung eindeutig das Bad in einem kreisrunden Bewegungsbecken unter der 18 Meter hohen Kuppel eines tempelartigen Saals, in dem man sich schlagartig um 2000 Jahre in römische Zeiten zurückversetzt fühlt.

Abschließend werden Besucher mit einer Crememassage verwöhnt, bevor Sie im Ruheraum unter vorgewärmten Laken einen 30minütigen Powernap praktizieren. Kein Wunder, dass das Friedrichsbad bereits Prominente wie Bill Clinton, Michail Gorbatschow oder Udo Lindenberg anzog.

Die Geschichte Baden-Badens

Auch der modernen Kurbetrieb blickt in Baden Baden auf eine lange Geschichte zurück: Er entwickelte sich bereits seit Anfang des 16. Jahrhunderts und erlebte im 19. Jahrhundert seine große Blüte, als Adlige aus ganz Europa in die „Sommerhauptstadt Europas“ strömten, um wochenlang in mondänem Ambiente zu weilen und gesunden. Zu den Gästen zählten auch die russischen Scriftstellter Tolstoi und Dostojewski, vor allem letzterer verlor im ebenfalls sehr bekannnten Spielcasino viel Geld

Doch Baden Baden hat noch weitaus mehr zu bieten: Die Spielbank, in der einst auch die russischen Dichter Dostojewski und Tolstoi Geld verloren, das Festspielhaus, das Museum Frieder Burda nach einem Entwurf des amerikanischen Star-Architekten Richard Meier oder die Lichtentaler Allee durch Park- und Gartenanlagen entlang der Oos. Auch als Wandergebiet ist die Region mit diversen Burgen reizvoll.

UNESCO-Weltkulturerbe

Kein Wunder, dass die kleine Stadt aber ausgesprochen chice Stadt, die nur 55.000 Einwohner hat und unweit der französischen Grenze liegt, Besucher aus der ganzen Welt anzieht: Von Asien und den arabischen Golfstaaten bis Russland reichen die Herkunftsländer der Gäste, die der Stadt rund 910.000 Übernachtungen pro Jahr bringen und nicht selten luxuriöse Zweit-Domizile in Baden-Baden ihr Eigen nennen.

Bis heute erinnern Prachtbauten an diese Blütezeit und machen Stadtgeschichte auf Schritt und Tritt eindrucksvoll erlebbar. Aus gutem Grund gehört Baden-Baden zu insgesamt elf hochkarätigen „Great Spas of Europe“ aus Deutschland, Tschechien, Österreich, Italien, Frankreich, Belgien und Großbritannien, die gemeinsam eine Anerkennung als UNESCO-Welterbe anstreben. Deutschland stellt dabei gleich drei Teilnehmer, neben Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen, ebenfalls Standorte der Kannewischer Collection.

Moderne Thermen-Anlage

In Sichtweite des historischen Friedrichsbads liegt als modernes Gegenstück die Caracalla Therme. Mit architektonischen Anklängen an die Antike eröffnet sie auf zwei Etagen eine vielfältige Welt der Entspannung – angefangen bei den weitläufigen Innen- und Außenbecken über den Blue Space Sinnesraum bis hin zur Wellness-Lounge, in der in Anwendungen und Massagen zum Entspannen und Wohlfühlen einladen.

Auf mehr als 4.000 Quadratmetern bietet es Massagedüsen, Wasserfälle, Wasserpilze, Unterwasserscheinwerfer und zwei Grotten machen das Baden in den Innenbecken, die ebenfalls eine große Kuppel überspannt, genauso wie draußen in zwei Becken mit Whirlpools und einem Strömungskanal zum Erlebnis.

Sauna & Anwendungen: Angebote für Unternehmen

Die Saunalandschaft im ersten Stock bietet sieben Saunen. Besonderheit ist hier das „Spectaculum“, das Aufgüsse mit Licht- und Soundeffekten für alle Sinne und bis zu 80 Personen aufwändig in Szene setzt. Um mentale Regeneration kreist der Blue Space Sinnesraum, wo man auf sphärisch leuchtenden, sanft vibrierenden Liegen künstlerischen Kompositionen lauschen kann, die mit neuartiger Lautsprecher-Technologie erklingen.

Beide Thermen haben ein großes Angebot an Anwendungen wie Massagen, Kosmetikbehandlungen, Körperpackungen und -peelings oder Tiefenwärme mit Naturfango.

Kannewischer bietet Unternehmen beispielsweise Großkundenrabatte für den Eintritt in die Termen oder auch besondere Aktionen wie etwa den Gesundheitstag in der Therme, der ein Seminar, einen Fitness- und Entspannungskurs, Wassergymnastik und 3 Std. freien Thermeneintritt zu einem vergünstigten Preis beinhaltet.

Fitnesscenter & spezielle Kurse für Unternehmen

Denn Kannewischer betreibt mit dem ArenaVita Premium Fitness auch einen 1.500 Quadratmeter großen, klimatisierten Trainingsbereich, der 2013 neu gestaltet wurde. Unter professioneller Anleitung kann man hier den Körper entweder auf eigene Faust in Form bringen oder an Kursen von Body Ballett über Gesunder Rücken bis Zumba teilnehmen. Der Express way ermöglicht v.a. Berufstätigen in kurzer Zeit effektiv den ganzen Körper zu kräftigen und zu straffen

Für Unternehmen und deren Mitarbeiter gibt es auch hier spezielle Angebote wie den sechswöchigen Moves-Kurs inklusive Analyse des Leistungsfortschritts. Aber auch gezielte Trainings mit einem Personal-Trainer, vergünstigte Wochentarife oder spezielle Themenpakete sind möglich.

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