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7 Tipps zu Social-Media-Kommunikation & Politik : Wie viel Meinung tut dem Job gut?


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Auch im Jahr 2017, gerade auch im Vorfeld der Bundestagswahl, ist dies immer noch ein Thema für viele: Wie kommuniziert man richtig in Sozialen Netzwerken? Wie trennt man berufliche, private & politische Aspekte – schließlich hat sich auch Angela Merkel im Wahlkampf ungewohnt privat gezeigt. Und sind politische Äußerungen schädlich für den Job? angela-merkel-pressefoto-cdu-meinung 7 Tipps zu Social-Media-Kommunikation & Politik : Wie viel Meinung tut dem Job gut?


Hier schreibt für Sie:

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Vorsicht bei der Vermischung von Beruf & Privatleben

Ich habe es in letzter Zeit, gerade im Rahmen von Landtags- und Bundestagswahlen aber auch beim G20-Gipfel in Hamburg selbst bemerkt, wie sehr Äußerungen in Sozialen Netzwerken mein Bild von Menschen, mit denen ich persönlich beruflich zu tun habe, verändern können.

Dieser Eindruck betrifft positive wie negative Äußerungen. Und anderen Menschen geht es mit mir sicherlich nicht anders, denn ich kann und will mich in Zeiten politischer Veränderungen nicht mit meiner Meinung zurückhalten.

Wie geht man mit politischen Äußerungen in Sozialen Medien um?

Gerade in meinem Facebook-Umfeld kam es in letzter Zeit verstärkt zu persönlichen Meinungsäußerungen: Mehrere mehr oder weniger öffentlich vollzogene Parteieintritte und im Zuge der jüngsten Ereignisse natürlich unendlich viele politische Diskussionen: Nicht wenige Leute nutzen die Sozialen Medien gezielt zur Meinungsmache, für andere ist das Vorgehen gegen unliebsame Entwicklungen schlicht eine Gewissensfrage.

Dennoch gibt es natürlich auch viele andere, die ihre politischen Meinungen eher vorsichtig vertreten können oder wollen. Zum Beispiel weil sie sich die Frage stellen: Sind die eigenen politischen Ansichten nicht vielleicht für manch anderen befremdlich? Und ist das schädlich für den Job?

Professionell, Politisch, Privat – die Rollen verschwimmen

Und hier kann es, ähnlich wie bei unliebsamen privaten Äußerungen, schnell mal zu unschönen Vermischungen zwischen dem professionellen Bild, dass man für seinen Job abgeben möchte, und der öffentlich oder privat zur schau getragenen Meinung kommen.

Denn wir dürfen nicht vergessen: Viele Menschen nutzen ihre Business-Netzwerke auch für private Kontakte: Sie finden alte Schul- und Studienfreunde wieder und adden sogar Saufkumpanen in ihre Freundesliste. Auch bei peinlichen Fotos ist vielen offenbar nicht bewusst, dass dies auch Chefs und Kollegen sehen könnten. Und ganz ähnlich verhält es sich auch mit ihrer politischen Meinung.

Das Ergebnis: Die Grenzen zwischen professionellen, politischen und privaten Rollen verschwimmen immer mehr, sind auch häufig gar nicht mehr zu trennen. Denn schließlich will und muss man sich ja auch für den persönlichen Business-Erfolg als ganzer Mensch präsentieren.

Verschieden Rollen mit negativen Folgen

Doch die Vermischung der verschiedenen Rollen kann sich negativ auf das professionelle Online-Networking auswirken. Zum einen kann es die zeitliche Effizienz des Networkings beeinträchtigt. Darüber hinaus könne die Veröffentlichung von privaten oder politischen Informationen in einem beruflichen Umfeld negativen Einfluss auf die Seriosität der entsprechenden Person haben.

So mancher Experte empfiehlt daher, Innerhalb des professionellen Online-Networkings geschäftliche und private Kontakte strikt voneinander zu trennen – genau wie außerhalb des Internets. Schließlich haben sensible Informationen, die z.B. eher für den Freundeskreis bestimmt sind, nichts im geschäftlichen Alltag verloren. Vielmehr können Sie sich negativ auf das berufliche Ansehen auswirken.

Menscheln – aber richtig!

Ich persönlich sehe das ein wenig differenzierter: Sicherlich ist es wichtig, die verschiedenen Rollen zu trennen und gerade im professionellen Umgang bestimmte Grenzen einzuhalten. Allerdings habe ich auch selbst die Erfahrung gemacht, dass „Menscheln“ im Business ebenso wichtig ist: Denn nur wer auch etwas von seiner Persönlichkeit zeigt, wirkt auch sympathisch – und das ist nicht nur für die privaten Kontakte sondern auch das Berufsleben wichtig.

Dennoch darf man das nicht übertreiben: Bei vielen Anfragen, die ich in Sozialen Netzwerken bekomme, fehlt mir ein wenig die Struktur und die klare Zielsetzung. Und nicht selten frage ich mich dann: Was wollen die eigentlich? Genau auf die richtige Mischung kommt es eben an.

7 Tipps für die richtige Ansprach in Sozialen Netzwerken

Wie aber macht es besser, wie nutzt man die verschiedenen Rollen, um als kompetente Person in den Sozialen Medien wahrgenommen zu werden? 7 Tipps für die richtige Social-Media-Kommunikation.

  1. Nutzen Sie ein Online-Netzwerk mit klarem Business-Fokus, um sicher zu stellen, dass geschäftliche nicht mit privaten Kontakten vermischt werden.
  2. Gehen Sie private Social Network Verbindungen nur ein, wenn Sie auch außerhalb der Ge­schäftsWelt mit den entsprechenden Personen in Kontakt stehen.
  3. Überlegen Sie genau, was Sie online veröffentlichen, da dies Einfluss auf die Wahrnehmung ihrer eigenen Person auch außerhalb des Internets haben kann und mög­licherweise negative Folgen für Sie nach sich zieht
  4. Überprüfen Sie daher regelmäßig Ihre Online-Profile auf ein professionelles Erscheinungsbild.
  5. Achten Sie darauf, alle verfügbaren Sicherheitseinstellungen der ge­nutzten Social Networks zu verwen­den.
  6. Stellen Sie sicher, dass Ihre persönlichen Infor­mationen nur vertrauenswürdigen Kontakten zugänglich sind.
  7. Scheuen Sie sich nicht, Kontakt­anfragen von Personen, die nicht aus Ihrem beruflichen oder privaten Umfeld stammen, auch abzulehnen.

 

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