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Management von unten: 10 Tipps fürs Cheffing


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Viele Mitarbeiter sind mit ihrem Chef unzufrieden. Doch Jobfrust bis hin zur Kündigung muss gar nicht sein; denn manchmal helfen schon einfach Maßnahmen, um ein wenig aus dem gewohnten Rahmen auszubrechen und selbst das Führungsruder zu übernehmen: 10 Tipps. fuehrung-von-unten Management von unten: 10 Tipps fürs Cheffing


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simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Das stille Leiden unter Chefallüren

Der Chef ist mal wieder ausgeflippt, weil der Bleistift quer auf dem Schreibtisch lag statt längs. Oder er fällt Entscheidungen, die kein Mensch nachvollziehen kann.

Unter solchen Chef-Allüren leiden, oft ganz still und heimlich, in Deutschland überraschend viele Arbeitnehmer. Doch viele von ihnen scheuen auch Konflikte: Sie leiden weiter still und heimlich, sind frustriert, machen Dienst nach Vorschrift – bis hin zur inneren und äußeren Kündigung.

Warum Konflikte unnötig sind

Doch nervenaufreibende Auseinandersetzungen müssen gar nicht sein – denn mit einigen rhetorischen Tricks kann man den Chef geschickt von unten führen. Cheffing heißt die Methode, die Dr. Cornelia Topf kürzlich in einer Artikelserie beschrieben hat  – und die hat es in sich.

Nun, vielleicht muss man gar nicht soweit gehen wie bei jener Firma, in der die Mitarbeiter längst ein Workaround entwickelt haben, um ihren unentschlossenen, aber despotischen Chef bei wichtigen Entscheidungen zu übergehen – weil sonst schon längst der ganze Laden zusammengebrochen wäre.

Es geht um Menschenkenntnis

Vielmehr geht es beim Cheffing um Menschenkenntnis, ehrliches Interesse und geschickte Fragen.

Wenn der Chef z.B. sagt:„Und das erledigen Sie bitte heute auch noch“, dann ist der erste Impuls, laut zu jammern und gegen zu reden, nach dem Motto: „Oh, nein, wie soll ich das denn auch noch schaffen?“

10 typische Situationen für Cheffing

Dabei wissen die meisten genau, dass der Vorgesetzte diesen Einwand nicht akzeptieren kann, will und darf. Nein, Ruhe bewahren und Chef gekonnt führen. 10 typische Situationen und wie sie darauf am besten reagieren.

  1. Der Chef stresst: Der Chef will, dass sie ganz dringend etwas für ihn erledigen? Fragen Sie: „Welche von den alten Aufgaben sind weniger wichtig als die neue?“
  2. Der Chef will zu viel: Das, das und das sollen Sie auch noch machen? Fragen Sie: „Welche Aufgaben kann ich erstmal auf Eis legen!“
  3. Immer erst beipflichten: Wenn der Chef etwas will: Stets Beipflichten, Anerkennen, Mitgehen. Zum Beispiel: „Das ist ein ehrgeiziges Projekt. Das bringt uns sicher weit voran!“
  4. Den Wunsch des Chefs würdigen: Der Chef will, dass sie etwas Sinnloses tun? Würdigen Sie den Wunsch und bieten Sie dann eine andere Lösung an: „Es wäre toll, wenn das IT-System so funktionieren würde. Aber für Ihre Aufgabe ist vielleicht ein kleines Update besser geeignet.“
  5. Kritik des Chefs als Anregung verstehen: Der Chef kritisiert Sie unwirsch? Bleiben Sie freundlich, verstehen Sie seine Kritik als Anregung: „Eine interessante Idee. Dafür habe ich jetzt keine Lösung, aber ich werde mich gleich mal mit den Kollegen zusammensetzen und schauen, wir das hinbekommen.“
  6. Nur nicht meckern! Vermeiden Sie es, bei Argumente zu sehr von sich aus zu gehen. Also nicht: „Wie soll ich das jetzt auch noch schaffen?“
  7. Richtig verhandeln: Das gilt auch für Verhandlungen mit dem Chef, z.B. über das Gehalt: Nur nicht vorschnell Gegenvorschläge machen. Besser herausfinden, was der Chef will.
  8. Nur keine Selbstsabotage: Eine häufige rhetorische Selbstsabotage, auf die jeder Chef negativ reagiert, sind irritierende Bemerkungen wie: „Das geht doch nicht!“, „Das ist viel zu teuer!“, „Können Sie mir keine besseren Konditionen anbieten?“
  9. Nur nicht totquatschen: Versuchen Sie auf keinen Fall, den Chef mit besseren Argumenten zu überzeugen. Druck erzeugt Gegendruck!
  10. Gemeinsamkeiten finden: Suchen Sie gezielt nach Gemeinsamkeiten. Welches Interesse hat ihr Chef, was will er wirklich? Kommen Sie ihm entsprechend entgegen.
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