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Innovation Zukunft-Trends & neue Denkmuster – Teil 6: 2 X 5 Tipps zur Kontraintuitiven Führung



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Robert I. Sutton, Professor an der Stanford Graduate School of Busi­ness, buchstabiert es radikal aus: »Managen von Kreativität bedeutet letztlich, alles, was wir über gutes Management wissen, auf den Kopf zu stellen.“ innovation Innovation Zukunft-Trends & neue Denkmuster - Teil 6: 2 X 5 Tipps zur Kontraintuitiven Führung


Hier schreibt für Sie:

stefan-kaduk-foto Dr. Stefan KadukDr. Stefan Kaduk ist Managementforscher & Bestsellerautor.

Profil

Irritierende Realität

Die von Sutton geforderte Radikalität mag irritieren. Und wie er in seinem Buch „Weird Ideas That Work“ schreibt, will er damit ­Aufmerksamkeit erregen.

»Schließlich sind ungewöhnliche, ja ver­quere Führungsgrundsätze aufregender und ­einprägsamer als fade her­kömm­liche Rezepte. Es bedeutet, auf Ideen zu setzen, ohne auf den Return zu achten. Es bedeutet, zu ignorieren, was bisher funktionierte. Es bedeutet, glückliche Menschen zusammenzubringen und sie in Streit zu verwickeln. Es bedeutet, Bewerber einzustellen, die einem im Bauch ein ungutes Gefühl bereiten. Und Mitarbeiter, die nicht zuhören wollen, wenn Kunden ihnen Vorschläge machen, gilt es zu loben und zu befördern.«

Was sind Kontraintuitive Ideen?

Es gibt aber noch einen zweiten wichtigen Punkt für ihn. Die Ideen, die er anführt, bezeichnet er als Kontraintuition. Das leuchtet ein: Wenn Unternehmen wirklich das Neue wollen, müssen sie Dinge tun, die im Widerspruch zum Bekannten stehen.

Man könnte jetzt fragen: Schließt die Kontraintuition nicht das Gefühl aus? Wir haben in unserer Forschung und Praxis genau das Gegenteil erlebt. Kontraintuitiv wird meist als »dem gesunden Menschenverstand widersprechend« verstanden – treffender erscheint uns: »dem antrainierten Menschenverstand widersprechend«.

Dem antrainierten Menschenverstand widersprechen – 5 Beispiele

Wir meinen mit Kontraintuition eben nicht rational. Sondern eine Haltung, die dem ersten Reflex, der Standardreaktion, der gängigen Einschätzung, dem schnellen Schluss widersteht.

Einige Beispiele für Kontraintuitive Ideen sind:

  1. ein Unternehmer der Automobilzulieferbranche, der die Abteilungslogik aufgelöst hat und seine Leiharbeiter über Tarif und besser bezahlt als seine Festangestellten;
  2. ein Hotelier, der die Hälfte seiner Arbeitszeit in die Ausbildung der Mitarbeitenden seiner Hotels und Ferienanlagen investiert;
  3. ein Beratungsunternehmen, in dem die Mitarbeitenden ihr Gehalt selbst festlegen;
  4. den Gründer eines Drogeriekonzerns mit über 40 000 Mitarbeitenden, in dem auf interne Kostenrechnung verzichtet wird;
  5. einen Möbelhersteller, der sich seine Kunden selbst aussucht und für den Möbel zweit- und Menschen erstrangig sind.

Wie entstehen Kontraintuitive Ideen?

Die meisten dieser Menschen haben im Laufe ihres Schaffens gefühlt, dass es zum Naheliegenden auch eine Alternative gibt. Innovation setzt Kontraintuitives Handeln voraus. Neues kann in klassisch gemanagten Strukturen nur dann entstehen, wenn diese missachtet oder übergangen werden. Fassen wir zusammen:

  1. Musterbrecher mögen keine »Fischstäbchen«. Sie haben den Glauben an das Innovationsmanagement verloren.
  2. Musterbrecher schaffen rechtfertigungsfreie Räume. Diese Räume entziehen sich der Logik der Organisation und geben Menschen den Freiraum, gefahrlos Dinge auszuprobieren.
  3. Musterbrecher geben dem Zufall eine Chance. Er ist einer Ideenauswahl nach rein rationalen Kriterien überlegen.
  4. Musterbrecher haben den Mut zur kontraintuitiv-fühlenden Führung.
  5. Musterbrecher bilden ein starkes Gegengewicht zur rationalen Organisationslogik.
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