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Projektmanagement, aber richtig – Teil 3: Richtig umgehen mit Risiken?



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Projekte ohne Risiken gibt es nicht. Daher ist es wichtig, für jedes Projekt möglichst früh, bestenfalls schon während der Planungsphase des Projektes, eine Risikoanalyse durchzuführen und ein Risikomanagement für das Projekt zu etablieren.

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Hier schreibt für Sie:

andrea-ramscheidt-e1424080313576 Andrea RamscheidtAndrea Ramscheidt ist Expertin für Projektmanagement-Prozesse in Unternehmen.

Profil

Was bewirkt Risikomanagement?

Das Risikomanagement ist ein sehr mächtiges Mittel zur Projektsteuerung, welches wirklich einfach anzuwenden ist. Ich bin immer wieder über die geringe Anzahl derer erstaunt, die meine Frage, wer von meinen Seminarteilnehmern Risikomanagement für sein Projekt betreibe, bejahen. Es melden sich meist nur einzelne Teilnehmer.

Das ist wirklich schade, denn eine Studie, welche die Potenziale und Bedeutung des Projektmanagements aus der Perspektive des Topmanagements untersuchte, bestätigt im Rahmen ihrer Ergebnisse, dass Unternehmen, die Projekte erfolgreich abwickeln, ihrem Risikomanagement eine hohe Bedeutung zumessen.

Die 3 Säulen des Risikomanagements

Das Projektgeschäft birgt ein hohes Risikopotenzial. Daher ist das Risikomanagement eine wichtige Aufgabe für Sie als Projektleiter.

  1. Risiken sind mögliche Ereignisse, die die Erreichung wesentlicher Projektziele (Zeit, Umfang, Budget, Qualität) gefährden können.
  2. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess, der während des gesamten Projektlebenszyklus durchgeführt wird.
  3. Risikomanagement ist der proaktive Weg, Probleme im Projekt so weit wie möglich zu vermeiden, bevor sie auftreten.

Dabei werden für jedes Risiko mögliche Maßnahmen identifiziert, um:

  • ein Risiko zu verhindern,
  • die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos oder die Tragweite der Auswirkungen eines eingetretenen Risikos zu vermindern,
  • mit den Auswirkungen des eingetretenen Risikos umzugehen.

3 Schritte zum Risikomanagement

Welche Art von Maßnahmen zu den Risiken definiert wird, ist projektspezifisch festzulegen.

  1. Identifizierte Risiken müssen regelmäßig überwacht werden, um Änderungen in den Risiken selbst, den Risikoparametern oder den notwendigen Maßnahmen so früh wie möglich zu identifizieren.
  2. Die Durchführung des Risikomanagements in Projekten ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor und wird in den frühen Phasen eines Projektes begonnen. Beginnen Sie bereits frühzeitig am Anfang des Projektes, Risikoquellen für Ihr Projekt zu identifizieren. Aus diesen Risikoquellen lassen sich Risiken identifizieren und gegebenenfalls weiter kategorisieren.
  3. Um mögliche Quellen für Projektrisiken zu identifizieren, sollten alle relevanten Stakeholder einbezogen, alle Prozesse betrachtet und alle Rahmenbedingungen berücksichtigt werden.

Risiken rechtzeitig identifizieren

Bei der Identifikation von Risiken ist es wichtig, darauf zu achten, dass auf der einen Seite nicht zu viele Risiken, auf der anderen Seite nicht zu wenige Risiken dokumentiert werden. Es ist bei jedem möglichen Risiko abzuwägen, ob es sich tatsächlich um ein Risiko oder eventuell nur um alltägliche Vorkommnisse in Projekten handelt.

Ein typisches Risiko, das gerne aufgenommen wird, ist die mögliche Erkrankung von Mitarbeitern. Das kann ein Risiko sein, wenn es sich um unverzichtbare und nur schwer zu ersetzende Schlüsselmitarbeiter handelt. Meist ist es aber kein besonderes Risiko, da sich kurzfristige Mitarbeiterausfälle in der Regel ausgleichen lassen.

Auch wenn sich praktisch keine Auswirkungen des möglichen Risikos beschreiben lassen, sollten Sie sich die Frage stellen, ob es sich wirklich um ein Risiko handelt. Bei der Aufnahme und Bewertung von Risiken muss auch immer darauf geachtet werden, welche Risiken welchen Stakeholdern bekannt gemacht werden sollen. Ein gutes Risikomanagement setzt klar definierte Projektziele voraus.

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