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Aktuelle Kolumne in „DIE WELT“ mit Ergänzungen: Fachkräfte wachsen nicht auf Bäumen



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Vergangenen Freitag wurde in der Welt die aktuelle Kolumne veröffentlicht – diesmal ging es darum, wie Unternehmen dem Fachkräftemangel mit geeigneten Maßnahmen vorbeugen können. Das Thema wird bereits angeregt diskutiert.

DIE WELT


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Unternehmen – Schuld am eigenen Dilemma?

Das Thema Fachkräftemangel wird nach wie vor ausgesprochen widersprüchlich diskutiert: Während die einen behaupten, es gebe gar keinen Mangel, klagen die anderen, sie fänden keine geeigneten Mitarbeiter – und starten schon mal gerne „hippe“ Personalmarketing-Kampagnen, die, hektisch-verzweifelt dahingeworfen, Fachkräfte in spe anlocken sollen.

In Wirklichkeit sind Unternehmen, die über Fachkräftemangel klagen, oftmals sogar selbst Schuld am eigenen Dilemma. Und sie könnten es sogar selbst lösen, darüber habe ich vor kurzem auf dem Podium einer Fachtagung von Young IT Professionals (YITP) in Heidelberg diskutiert.

Fachkräfte wachsen nicht auf Bäumen

Bei der Veranstaltung sprachen auch Referenten wie die renommierte Personalwissenschaftlerin Jutta Rump oder Gerd Zirka vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Die Meinungen, wie Unternehmen Fachkräfte gewinnen und halten können,  gingen weit auseinander, doch am Ende des Tages kristallisierte sich ein Standing heraus: Fachkräfte findet man in der Regel eben nicht fix und fertig, wie viele Unternehmen sich das wünschen, sie wachsen nicht auf Bäumen. Vielmehr müssen die Betriebe selbst qualifizieren – zum Beispiel mit eigenen Trainee-Programmen.

Weiterbilden statt Jammern

Das haben erfolgreiche Arbeitgeber wie Markus Gutheinz, in Österreich gerade als Ausbilder des Jahres ausgezeichnet, längst erkannt.

Sein Rezept: Den Mitarbeitern seines Hotels „Jungbrunn“ vergütet er jede Überstunde, stellt Wohnung, Essen und Arbeitskleidung – und eben auch die Weiterbildung: Zusätzlich zur Berufsschule lernen die Auszubildenden in einer eigenen Akademie Fachwissen und Soft Skills.

Fluktuation gehört dazu

Während viele Unternehmen Investitionen in die Mitarbeiter scheuen, weil sie Angst vor deren Weggang haben, ist Gutheinz entspannt: „Fluktuation gehört im Tourismus dazu. Wir motivieren die Leute sogar, in anderen Häusern Erfahrungen zu sammeln“, sagt er.

Das lohnt sich: Längst hat sich sein Hotel auch international als Arbeitgebermarke etabliert, die Mitarbeiter kommen aus 14 Nationen, um im entlegenen Tannheimer Tal zu arbeiten.

Das „Jungbrunn“ als Referenz ist viel wert. Und so mancher kommt sogar Jahre später wieder. „Die Mitarbeiter sind der Spiegel der Firmenphilosophie“, erklärt der Hotelier, der damit eines erkannt hat: Wertschätzung für die Mitarbeiter ist das beste Personalmarketing.

Die Diskussion zum Thema

Wie zu erwarten hat es zu dem Artikel in der Welt bereits eine Reihe von Kommentaren und Leserreaktionen gegeben. Sie zeigen, wie groß der Frust auf Seiten der Arbeitssuchenden ist. So heißt es:

Das ist doch alles nur Imagegedöhns. der Arbeitsmarkt wurde durch Hartz4 so verwässert das man mittlerweile promovierte mehrsprachige Mitarbeiter unter 12€ die Stunde finden kann. Wenn garnix mehr hilft wird jmd aus Polen eingestellt, die arbeiten sogar für 10€/h.

Einen Fachkräftemangel gibt es nicht ! Wertschätzung ist das beste Personalmarketing ?? – Ha, ha, Guter Scherz

Wir haben genügend gute Leute in den Firmen aber Leistung und Einsatz werden schlichtweg nicht honoriert. Je mehr Sie Leistung und Einsatz zeigen umso mehr werden die Menschen in der Regel benutzt und ausgenutzt.

Wir haben genügend junge Menschen die einen Job suchen, wenn sie Glück haben bekommen sie einen befristeten Arbeitsplatz zu einem Hungerlohn.

Das sind die Tatsachen zum Thema !!

Wertschätzung? Es gibt immer noch genug Firmen die dank der Hartz-Schande ganze Abteilungen mit Leiharbeitern betreiben und das sind alles Fachkräfte. Aber solange der Staat das möglich macht, wird sich daran nichts ändern.

Alles nicht ganz falsch, allerdings haben die werten Kommentatoren wohl übersehen, dass das obige Beispiel aus Österreich stammt, wo das Arbeitsrecht noch um einiges Arbeitnehmerfreundlicher ist.

Außerdem stellt der Artikel diese Tatsachen gar nicht in Abrede: Allerdings gibt es nach wie vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die trotz der von Ihnen beschriebenen Umstände immer noch über Fachkräftemangel klagen. Der Artikel nennt Gründe dafür und zeigt Lösungen auf, weitere Lösungen gibt es im Beitrag Das Märchen vom Fachkräftemangel – Eine Frage der Perspektive.

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