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Existenzgründung, aber bitte disruptiv – Teil 7: Wo kann man sich austauschen?



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Viele gute Ideen wurden im Netz geboren. Vielleicht übt das Internet genau deshalb so ungeheure Anziehungskraft auf kreative Spinner aus. Und doch werden seine Möglichkeiten gar nicht ausgeschöpft.

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Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Das Web – Anziehungspunkt für kreative Spinner?

Dass das Web 2.0 gerade auf kreative Spinner im positiven Sinne eine solche Anziehung hat, mag daran liegen, dass viele der dort genutzen Plattformen selbst als verrückte Ideen entstanden sind: Der Suchmaschinenenrise Google etwa, weil Harvard-Student Sergej Brin für ein Statikprojekt das gesamte Internet herunterladen wolllte.

Oder Facebook, weil Zuckerberg eigentlich Mädchen kennenlernen wollte. Aber auch der offene, persönliche Umgang im Web 2.0 ist ein entscheidender Erfolgsfaktor: Denn der rege, kreative Austausch kann helfen, Ideen den letzten Schliff zu geben. Eine fortlaufende Betaphase sozusagen, in der die Community an der Entwicklung des Projektes mitarbeitet.

Abseits von Twitter und Blogs

Aber auch abseits von Twitter und Blogs bietet das Internet zahlreiche Inspirations- und Austauschmöglichkeiten für verrückte Geschäftsideen: Etwa Soziale Netzwerke wie Xing oder Facebook, Bewertungsportale, Foren, Wikipedia und natürlich Blogs. Wer verschiedene Kanäle z.B. mit einen RSS-Reader regelmäßig verfolgt, wird schnell feststellen, dass bestimmte Fragestellungen immer wieder auftauchen und sich so ein Trend abzeichnet.

Zahlreiche Seiten eigenen sich ganz hervorragend dazu, per Kommentarfunktion eine Trenddiskussion selbst anzustoßen und kleinere Markt-Umfrage durchzuführen und so im Austausch mit anderen eigene Ideen weiterzuentwickeln. Bei Google gibt es verschieden Keyword-Tools, mit denen man wie bei einem Trend-Monitor herausfinden kann, nach welchen Suchbegriffen am häufigsten gesucht wird.

Konferenzen & Tagungen

Zudem es gibt zahlreiche Konferenzen, Meetings, Tagungen die sich mit Internet, Web 2.0, OpenSource usw. befassen – und irgendwie auch immer mit der Frage, wie man darin Geld verdienen kann: BarCamps zum Beispiel, eine Art offene Tagung, deren Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern im Tagungsverlauf selber entwickelt werden.

Mittlerweile gibt es sogar sehr spezialisierte BarCamps wie das BibCamp, das sich mit dem Einsatz von Web 2.0 in Bibliotheken befasste oder WordCamps, bei denen es um die Weblog-Software WordPress geht.

Barcamps & Web-Tagungen

Von der Atmosphäre her ähnlich offen, aber dennoch eine Veranstaltung mit vollem Programm hat sich die re:publica zur bekanntesten Konferenz um das Web 2.0, speziell Bloggen, soziale Medien und die Digitale Gesellschaft gemausert. Sie wird seit 2007 jährlich in Berlin veranstaltet. An drei Tagen werden in Vorträgen und Workshops verschiedenste Themenfelder behandelt, von Medien und Kultur über Politik und Technik bis zu Entertainment. Alle Vorträge werden als Videostream live ins Netz übertragen.

Ja, neuerdings veranstalten sogar Journalisten ihre eigenen Konferenzen, bei denen sie, aus der misslichen Lage der Medien eine Tugend machend, alternative Geschäftsideen für Freie Journalisten im Internet diskutierten.

Angst vor dem Ideenklau

Trotz dieser überwältigenden Masse an Möglichkeiten funktioniert Ideenfindung bei vielen Gründern noch ganz traditonell, sicherheitorientiert – und insgesamt leider viel zu wenig innovativ.

Längst nicht überall in Deutschland wird Offenheit so groß geschrieben wie in sozialen Netzwerken. Viele Gründer haben leider Angst davor, jemand könnte ihnen die noch unfertige Idee stehlen. Vielleicht nicht völlig unbegründet, aber die Vorteile von anderen wertvolle Anregungen oder kritisches Feedback zu bekommen, überwiegen das Risiko des Ideenklaus doch bei weitem.

Warum Austausch oft nicht funktioniert

Der Austausch beschränkt sich daher oft darauf, einfach mal zu schauen, was die Konkurrenz so treibt. Etwa auf deren Website. Oder im Laden. Oder in den Pressemitteilungen – alles Informationen, die leicht öffentlich zugänglich sind.

Das Problem dabei ist: Gute Ideen, die am Markt dann auch erfolgreich sind, entstehen nicht, indem man Geschäftskonzepte von anderen einfach kopiert. Und auch nicht, indem man den Erfolg zu berechnen versucht. Aber das ist leider die Regel in Deutschland, wie wir im nächsten und abschließenden Beitrag dieser Serie sehen werden.

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  1. Danke für die Anregungen. Ich trage mich schon lange mit dem Gedanken, mal an einem Barcamp teilzunehmen.

    Kompliment für diese schöne Seite!

    Lukas

  2. KompetenzPartner
    KompetenzPartner

    Existenzgründung, aber bitte disruptiv – Teil 7: Wo kann man sich austauschen?: Viele gute Ide… (Beitrag via Twitter) 0XZWQ8zeRU #Beruf #Bildung

  3. Simone Janson
    Simone Janson

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  4. Berufebilder
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    Existenzgründung, aber bitte disruptiv – Teil 7: Wo kann man sich austauschen? – (Beitrag via Twitter) 8AyhDFNspc

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