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Vorstellungsgespräche, die Bewerber überraschen – Teil 10: Seien Sie sparsam mit Überraschungen



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Häufig sind Bewerber durch Ihre Frage so irritiert, dass Sie kaum glauben können, was sie gerade gehört haben. Und entsprechend reagieren.

job-interview001 Vorstellungsgespräche, die Bewerber überraschen – Teil 10: Seien Sie sparsam mit Überraschungen


Hier schreibt für Sie:

 

uta Uta RohrschneiderUta Rohrschneider ist geschäftsführende Gesellschafterin der grow.up. Managementberatung.

Profil

Wenn Bewerber nachfragen

Z.B. ist es keine Seltenheit, dass Bewerber nochmals nachfragen, zum Beispiel, ob sie richtig verstanden haben, ob dies wirklich Ihre Frage ist, ob sie eine ernste Antwort von ihnen erwarten usw.

An dieser Stelle können Sie den Kandidaten erneut zu einer Antwort auffordern, um zu sehen, wie er weiter reagiert. Das Nachfragen kann ein Anzeichen dafür sein, dass der Kandidat sich unsicher ist und sich nochmals vergewissern will, bevor er antwortet.

Spontan – oder nicht?

Er kann eine solche Nachfrage allerdings auch nutzen, um für sich selbst Zeit zu gewinnen und so länger über eine Antwort nachzudenken.

Egal, wie Sie ein Nachfragen des Kandidaten für sich bewerten, es ist definitiv kein Anzeichen für schlagfertiges, spontanes oder flexibles Verhalten. Denn dies würde bedeuten, dass der Kandidat einfach auf die Frage antwortet.

Wenn Kandidaten lachen

Ein ebenfalls oft beobachtetes Verhalten ist, dass der Kandidat anfängt zu lachen. Ein Lachen vom Kandidaten kann eine Vielzahl von Gründen haben. Eine Möglichkeit ist, dass der Kandidat sich über Ihre Frage oder Aussage amüsiert, weil sie ihm absurd und aus dem Kontext gegriffen vorkommt.

Das ist eine durchaus verständliche Reaktion, wenn man bedenkt, dass die Frage ja auch tatsächlich sehr unvermittelt kommt und zum Teil keinen erkennbaren Sinn ergibt. Ein weiterer Grund kann jedoch auch sein, dass es sich beim Lachen des Kandidaten um ein Verlegenheitslachen handelt.

Dieses Lachen tritt auf, wenn Menschen eine Situation peinlich ist beziehungsweise sie nicht genau wissen, wie sie reagieren sollen. Ist dies der Fall, können Sie sich erneut fragen: Wie relevant ist das gezeigte Verhalten für meine Entscheidung? Welche Aussage macht es über die Passung des Kandidaten?

Begrenzen Sie die Anzahl der Überraschungsfragen

Allgemein lässt sich über Fragen, die der Überraschung des Kandidaten dienen, sagen, dass Sie aus der Beobachtung der Reaktion der Kandidaten, wichtige Informationen über sie erhalten können. Jedoch können Sie nur eine gewisse Anzahl solcher überraschenden Fragen in einem Bewerbungsinterview stellen.

Eine zu starke Nutzung führt zu einer Störung im Interviewfluss beziehungsweise einer völligen Verunsicherung und Desorientierung Ihres Kandidaten. Dies wäre für Ihre Eignungsentscheidung dann von großem Nachteil.

Der Einsatz überraschender Fragen sollte also gut abgewogen sein. Er empfiehlt sich besonders dann, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie es mit einem Kandidaten zu tun haben, der sich nicht authentisch verhält.

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