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Vorstellungsgespräche, die Bewerber überraschen – Teil 9: Wenn Bewerber beleidigt sind



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Manche Kandidaten reagieren beleidigt oder patzig auf Fragen, auf die sie sich nicht vorbereiten können. Sie zeigen damit vor allem eines: Ihre Überforderung.

job-interview011 Vorstellungsgespräche, die Bewerber überraschen – Teil 9: Wenn Bewerber beleidigt sind


Hier schreibt für Sie:

 

uta Uta RohrschneiderUta Rohrschneider ist geschäftsführende Gesellschafterin der grow.up. Managementberatung.

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Die Sache mit den impliziten Spielregeln

Häufig liegt dies daran, dass sie es als unfair empfinden, dass ihnen solche Fragen gestellt werden oder sie das Gefühl haben, dass sie absichtlich in einem schlechteren Licht dargestellt werden sollen.

Sie gehen von impliziten Spielregeln aus, das heißt, sie denken: „Ich bereite mich gut vor und Du fragst mich dann ab.“ Diese Kandidaten verwechseln das Bewerbungsgespräch, das ein Kennenlernen sein soll, mit einer Testsituation.

Wenn der Bewerber sich provoziert fühlt

Wenn Sie provokante Aussagen tätigen, können Bewerber auch ungehalten reagieren, weil sie Ihre Provokation als persönliche Kritik auffassen und dies Ihre Reaktion auf eine solche Kritik ist.

Überlegen Sie an dieser Stelle: Wie häufig wird der Bewerber in seinem Job mit einer solchen Situation konfrontiert? Und: Wie wichtig ist es, dass er in dieser Situation die Ruhe behält?

Beispiel: Wann beleidigt reagierende Bewerber sich disqualifizieren

Gehen wir einmal davon aus, dass Sie einen Mitarbeiter im Kundenservice einer Bank einstellen wollen. Er soll sich um das Beschwerdemanagement kümmern. Können Sie es sich leisten, dass dieser Mitarbeiter auf Reklamationen und Kritik der Kunden persönlich beleidigt reagiert? Wahrscheinlich eher nicht.

Kann so eine Situation im Berufsalltag vorkommen?

Auch eine verärgerte Reaktion ist vorstellbar. Der Kandidat kann zum Beispiel die Augen verdrehen oder offen seine Verärgerung kundtun. Dies kann daran liegen, dass er das Gefühl hat, dass Sie ihn nicht ernst nehmen, ihn unterbrechen oder sich einen Spaß mit ihm erlauben.

Der Ursprung seiner Verärgerung mag eine Verunsicherung sein, die Sie durch Ihre überraschende Frage in ihm ausgelöst haben.

Auch hier ist es wieder wichtig, dass Sie sich darüber Gedanken machen, ob eine solche Situation in seinem beruflichen Alltag vorkommen kann und wie potenziell förderlich oder schädlich seine verärgerte Reaktion sein könnte.

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Stefan Wehmeier

    „Weder der Liberalismus noch der Sozialismus vermag in seiner historischen Form (Anmerkung: darüber sind wir bis heute nicht hinaus!) die soziale Frage zu lösen. Die echte Lösung in Form der Natürlichen Wirtschaftsordnung vereinigt die berechtigten Anliegen dieser beiden Bestrebungen, nämlich die soziale Gerechtigkeit mit einem Höchstmaß an persönlicher Freiheit, schließt aber ebenso den kapitalistischen Missbrauch der wirtschaftlichen Freiheit endgültig aus wie ihre Einengung durch staatlich-bürokratische Planwirtschaft. Erst sie begründet eine wahrhaft freie Wirtschaft ohne private Vorrechte und staatliche Bevormundung, eine monopolfreie und darum auch ausbeutungsfreie Vollbetriebswirtschaft, die jedem die gleiche Freiheit und die gleichen Vorbedingungen zur Entfaltung seiner Kräfte gewährleistet. Daher verträgt sich diese Freiheit nicht mit der künstlichen Ungleichheit wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Vorrechte, aber ebenso wenig mit der künstlichen Gleichheit eines erzwungenen nivellierten Lebensstandards, sondern nur mit der natürlichen Ungleichheit, wie sie sich bei gleichem Start für alle aus der natürlichen Verschiedenheit der Neigungen, Fähigkeiten und Leistungen ergibt.
    Die Natürliche Wirtschaftsordnung fördert das Wohl der Gesamtheit, indem sie dem Wohl aller einzelnen dient. Daher nimmt sie dem Gegensatz zwischen Gemeinnutz und Eigennutz jenen zuspitzenden und unversöhnlichen Charakter, der nur durch die kapitalistische Entartung der liberalistischen Wirtschaft entstand. Sie beseitigt alle Monopole, ohne an ihre Stelle staatliche zu setzen, indem sie lediglich die beiden entscheidenden Monopole, nämlich das Geld- und Bodenmonopol der Kontrolle der Allgemeinheit unterstellt. Der Arbeiter braucht in dieser Wirtschaftsordnung zur Wahrung seiner Rechte weder die Hilfe des Staates noch den Schutz gewerkschaftlicher Organisationen, weil er als gleichberechtigter Vertragspartner ebenso wie der Arbeitgeber seine Bedingungen und Forderungen stellen kann. Denn die von Rodberus und Marx geschilderte Situation, die im Kapitalismus zu einem erpressten Vertragsabschluss mit Ausbeutung des Arbeiters nach dem „ehernen Lohngesetz“ führt, erfährt einen grundsätzlichen Wandel, weil die Arbeit – wenn sie schon nach Marx als „Ware“ aufgefasst wird – in einer monopolfreien Vollbetriebswirtschaft zur gesuchtesten und daher umworbensten Mangelware wird. Daher steigt ihr Preis bis zum überhaupt möglichen Höchstwert, nämlich bis zur Höhe des vollen Arbeitsertrages auf Kosten der Kapitalrente in allen ihren Formen wie Zins, Dividende und Spekulationsgewinn.“

    Dr. Ernst Winkler (Theorie der Natürlichen Wirtschaftsordnung, 1952)

    In der vom Kapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) befreiten Marktwirtschaft (Natürliche Wirtschaftsordnung = echte Soziale Marktwirtschaft) ist nicht mehr das Sachkapital, sondern die menschliche Arbeitskraft die ökonomisch knappste Ressource und damit der Mensch das, was er sein soll – das Allerwertvollste:

  2. Kexpa E-Books
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    Auch schön 😀 RT @jobcollege: Vorstellungsgespräche, die Bewerber überraschen – Teil 9: Wenn Bewerber beleidigt sind

  3. KompetenzPartner

    Vorstellungsgespräche, die Bewerber überraschen – Teil 9: Wenn Bewerber beleidigt sind: Manche… #Beruf #Bildung

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    Vorstellungsgespräche, die Bewerber überraschen – Teil 9: Wenn Bewerber beleidigt sind: Manche… #Beruf #Bildung

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