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Erfahrungsbericht „Students on Snow“ – Teil 2: Das Employer Branding muss matchen



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Ich hatte ja am Ende meines ersten Teil-Beitrags schon darauf hingewiesen dass es Unternehmen bei der „Students on Snow“ weniger um konkrete Jobangebote, sondern eher um das Employer Branding geht. Doch was versprechen Sie sich eigentlich von „Europas höchster Jobbörse“?

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Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Fachkräftemangel als Marketing-Problem?

Die weniger bekannten Firmen hoffen hier gegen die Konzern-Konkurrenz mehr aufzufallen als auf großen Jobmessen, auf denen sie untergehen. Das scheint auch wirklich nötig:

Tatsächlich zeigen mir Gespräche mit Studierenden, dass Siemens und Bayer im Focus des Interesses stehen und die Kleinen oft gar nicht als Arbeitgeber in die engere Wahl gezogen werden, weil die Absolventen gar nicht wissen, was diese tun. Fachkräftemangel als Marketing-Problem?

Denn tatsächlich haben die kleinen unerwartet Interessantes zu bieten: Die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken etwa hat die höchste Dichte an Weltmarktführern europaweit – hier sind z.B. Firmen wie Würth, Audi, Lidl oder Kaufland angesiedelt.

Welche Studienfächer sind vertreten?

Und die in Walldorf angesiedelte SAP-Beratung Ecenta hat zwar nur 180 Mitarbeiter, bietet jedoch mit Dependancen in Dallas, Singapur, Santiago de Chile oder Melbourne auch internationale Karrieremöglichkeiten. Zudem ist man hier nicht, wie viele andere Unternehmen auf bestimmte Fächer fokussiert.

Tatsächlich sind vor allem Studierende aus Fächern wie Wirtschaftswissenschaften, Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen hier dabei – auf die Wunschfächer der geldgebenden Unternehmen wurde die Werbung an den Hochschulen gezielt abgestimmt.

students_on_snow_statistiken_2013 Erfahrungsbericht „Students on Snow“ – Teil 2: Das Employer Branding muss matchen

Das Matching muss stimmen

Ein Grundproblem von Jobmessen zeigt sich auch hier: Das Matching muss stimmen. Und das ist gar nicht so einfach, denn man muss erst mal ins Gespräch kommen. Schwierig ist das vielleicht auch deshalb, weil der eine oder andere Studierende die sehr spezielle und vielleicht zu hohe Erwartungen an die Gespräche mit den Unternehmensvertretern hat.

Wer hingegen keine Scheu hat und sich gut selbst vermarkten kann, ist eindeutig im Vorteil. Genau daran hapert es: Zwar konnten die Studierenden im Vorfeld ihre Lebensläufe an Firmen schicken, wissen aber dann doch nicht, wie sie die Arbeitgeber in spe ansprechen sollen.

students-on-snow06 Erfahrungsbericht „Students on Snow“ – Teil 2: Das Employer Branding muss matchen

Die Vermischung von Privatem und Beruflichem macht viele Unsicher

Doch die Firmen macht der ungewohnte Rahmen unsicher: Eine Personalerin sagte mir, sie wolle die jungen Leute ja nicht einfach beim Feiern anquatschen. Und das das im Sommer, bei der Students of Sports, dank der zahlreichen Gruppenaktivitäten wie Canyoning oder Klettern besser geklappt habe mit dem unverbindlichen Kennenlernen.

Vielleicht ein Problem des Formats: Skilaufen ist eben keine Teamaktivität, sondern die Gruppe verteilt sich mehr. Auch wenn die Veranstalter zahlreiche Gruppenaktivitäten wie Zipfelbobrennen, Snowvolleyball, Skifox oder Kicker Line angeboten haben – die meisten wollten eben doch auf die Piste. Großen Zuspruch fand allerdings der Uni-Cup, bei dem die schnellste aller Teilnehmer eine Frau war.

students-on-snow04 Erfahrungsbericht „Students on Snow“ – Teil 2: Das Employer Branding muss matchen

Wenn der Student mit dem Personaler locker über Skipisten quatscht

Ist die Matching-Hürde aber erst mal genommen, bietet die Veranstaltung zahlreiche Vorteile, denn die Veranstaltung eignet sich ganz Vorzüglich zum Teambuilding und zum Vertiefen bestehender Kontakte:

Bayer hatte 25 Studierende des Studierenden-Verbandes Enactus München als Anerkennung für herausragende Leistungen zum Ski-Wochenende eingeladen. Und auch Siemens lud, um die Anfangs-Schwierigkeiten zu überwinden, schließlich zehn Studierende zu einem Mittagessen ein. Gesprächsgelegenheiten muss man eben schaffen.

Und wenn man dann sieht, wie sich ein Student locker mit dem Personaler eines Groß-Konzerns über Schneeverhältnisse und Snowboards unterhält, dann zeigt sich das Plus eines solchen Formats. Denn dann sprechen nicht Bewerber und Arbeitgeber miteinander, sondern zwei Menschen, die sich gemeinsam für etwas begeistern. Auch wenn das nicht immer der Fall ist: Sollte es nicht idealerweise genau darum bei einer Zusammenarbeit gehen?

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