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Die Macht der Stimme – Teil 3: 6 Tipps zum besseren Sprechen



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Viele der im letzten Beitrag dargestellten Phänomene sind habituell, das heißt: sie sind angelernt, antrainiert und können deshalb auch wieder verlernt werden, oft mit wenig Aufwand.

voice1 Die Macht der Stimme – Teil 3: 6 Tipps zum besseren Sprechen


Hier schreibt für Sie:

 

roland-forster Dr. Roland ForsterDr. Roland Forster ist Dozent an der Uni Saarbrücken und Kommunikationstrainer.

Profil

Was verwunderlich bleibt: Wieso hat noch nie ein Lehrer oder Dozent die Betreffenden darauf aufmerksam gemacht? Die folgenden Punkte beschreiben Standards bzw. verweisen auf Normen und beantworten die Frage: Was sollte beherrscht werden?

Artikulation

= normiert, zu überprüfen im Ausspracheduden. Dort findet man zum Beispiel, dass es tatsächlich [Könich] heißt, und nicht [Könick]. Zentral bei der Artikulation der Laute der deutschen Sprache sind großräumige Mundbewegungen, man muss also richtig etwas tun, will man verstanden werden. Ansonsten klingt jemand schnell vernuschelt, geradezu maulfaul, besonders wenn er noch dazu alle Endsilben ‚verschluckt‘.

Melodie

Ziel ist eine Intonation (= Melodieführung), die als ‚interessant‘ bewertet wird; dazu ‚arbeitet‘ die Stimme auf verschiedenen Tonhöhen, erscheint sehr beweglich und dadurch nicht monoton und langweilig; kann man sich vorstellen wie das Absingen von Noten auf einem Notenblatt.

So lässt sich auch die stereotype Frageintonation verhindern, bei der am Ende eines jeden Satzes, ob es passt oder nicht, die Stimme nach oben geht. Problem: es gibt keine Norm, die überprüfbar ist oder gelernt werden kann.

Betonung

Die Betonung der einzelnen Wörter der deutschen Sprache ist penibel geregelt, von Muttersprachlern wird hier völlige Sicherheit erwartet.

Sprechtempo

Das Ziel besteht hier darin, variieren zu können, also je nach Anforderung in der konkreten Kommunikationssituation schneller oder langsamer sprechen zu können.

Gerade bei Reden ist das zum Beispiel ein wichtiger Faktor, mit dem die Aufmerksamkeit des Publikums beeinflusst werden kann. Besonders Berufsanfänger, aber auch Berater, die eher selten mit größeren Gruppen arbeiten, neigen oft zu einem sehr schnellen Sprechen.

Pausierung

Man kann bei einer Präsentation wenige Pausen realisieren oder viele, kurze oder lange Pausen und – ganz wichtig, weil selten beherrscht – spannende und lösende Pausen. Ziel sollte sein, dass die Pausen dem Vortragenden nicht einfach ‚passieren‘, sondern dass er sie an einer bestimmten Stelle haben will – damit das Publikum die Chance erhält, ihn noch besser zu verstehen.

Übrigens: Spannende Pausen bedeuten, dass die Stimme (mitten in einer Äußerung oder am Ende) ‚oben‘ bleibt und durch die folgende sehr kurze Pause die Spannung aufrecht erhält. Lösende Pausen sind das Gegenteil davon, die Stimme bewegt sich am Äußerungsende nach unten und löst mit der folgenden Pause die Spannung auf. – Schwierigkeit: Für die meisten Menschen sind Pausen eine Mutfrage!

Auf die Indifferenzlage achten

Von entscheidender Bedeutung bei dem Thema Stimme ist die sogenannte Indifferenzlage; in diesem Bereich ist die Stimme indifferent, also nicht angestrengt, ermüdet nicht so leicht. Sie klingt angenehm, weder zu hoch noch zu tief, jeder kann gut zuhören.

Ein geschultes Ohr kann Abweichungen von der Indifferenzlage sofort erkennen, für den Sprecher selbst ist das schwierig, die Diagnose ist eher eine Sache für Experten. So sind Männerstimmen oft in exponierten Situationen – allein vor Publikum zum Beispiel – deutlich zu tief.

Hinweise, dass etwas unternommen werden sollte, können eine immer wieder angestrengt und heiser klingende Stimme sein, häufiges stimmliches ‚Unwohlsein‘, Räusperzwang.

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