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Selbstversuch Self-Assessments Teil 5: Grenzen von Self-Assessments



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So sinnvoll und praktisch Self-Assessments bei der Studienorientierung auch sind: Natürlich haben solche Systeme auch Grenzen.

social-media-ausbildung Selbstversuch Self-Assessments Teil 5: Grenzen von Self-Assessments


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Einfach nur durchklicken?

Beispiel HAW: Der Hochschule ist es nur wichtig, dass ein Bewerber die virtuelle Studienorientierung mindestens einmal durchlaufen hat, die Leistungen des Studierenden werden hingegen nich beurteilt.

Es kann daher natürlich auch passieren, dass ein Bewerber den Navigator nur durchklickt, ohne die Inhalte zu nutzen, nur um die Teilnahme abzuhaken. Damit schadet er sich jedoch vor allem selbst.

Nicht alle Ergebnisse entsprechen der Realität

Problematisch ist es nach Auffassung des Deutschen Verbandes für Bildungs- und Berufsberatung (dvb) e.V., sich bei der Selbsteinschätzung alleine auf die Ergebnisse solcher Online-Verfahren zu verlassen.

Selbst wenn diese, wovon man in der Regel bei Self-Assessments an Hochschulen ausgehen kann, nach streng wissenschaftlichen Methoden erstellt und vorab ausreichend getestet wurden: Nicht immer entsprechen die dargestellten Inhalte, Anforderungen und Ergebnisse auch der Realität.

Genau hinsehen

Getestet werden häufig nur Teilbereiche der eigenen Fähigkeiten, so dass Testergebnisse nicht immer genau sind. Und Self-Assessments berücksichtigen in der Regel nicht, dass sich die Studieninteressierten im Laufe der Zeit noch entwickeln können.

Aus diesem Grund sollte man die Empfehlungen der virtuellen Studienberatung auf jeden Fall noch mit Lehrern oder Studienberatern besprechen.

Abtörnen oder Abschrecken ist gewollt

Außerdem sollten sich Studieninteressierte klar machen, dass eine Hochschule mit solch einem Test natürlich auch immer eigene Interessen verfolgt:

Die HAW beispielsweise will mit ihren Navigatoren gezielt Studienfächer mit sehr geringen Bewerberzahlen besonders attraktiv machen, indem sie zum Beispiel spannenden Berufsmöglichkeiten darstellt. Gleichzeitig sollen in Fächern mit sehr vielen Interessenten Bewerber besonders auf mögliche Schwierigkeiten im Studium aufmerksam gemacht werden – die abschreckende Wirkung ist dabei durchaus gewollt.

Qualität hängt immer von den Machern ab

Das kann positiv sein, wenn auf diese Weise mit falschen Vorstellungen von einem Studienfach aufgeräumt wird, zeigt aber auch, dass die Qualität eines Self-Assessments auch immer von der Intention seiner Macher abhängt.

Das machtdiese virtuellen Verfahren zur Orientierung nicht weniger empfehlenswert, aber sie sollten nie völlig unkritisch betrachtet werden.

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