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Produktivitätsfalle Internet – Teil 2: Macht Social Media krank?



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Man möchte immer erreichbar sein, nichts verpassen – und kann möglicherweise gar nicht mehr abschalten. Viele Menschen sind ständig online, beruflich wie privat. Was macht das mit ihnen? social-media Produktivitätsfalle Internet – Teil 2: Macht Social Media krank?


Hier schreibt für Sie:

 

62 Martin GeigerMartin Geiger ist Produktivitätsexperte, Keynote-Speaker, Vortragsredner und Coach.

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Ernszunehmende Erschöpfungszustände?

Wer nach dem Aufstehen erst mal Facebook checkt und seinen ersten Tweet verfasst, während der Arbeit seinen Freunden postet und den Abend mit einem Chat beendet, der hat ein ernstzunehmendes Problem.

Experten befürchten ernste Erschöpfungszustände bei Menschen, die es nicht mehr schaffen, gleichzeitig den verschiedenen Identitäten in Social Networks und den Anforderungen des realen Lebens gerecht zu werden.

Social Media Burnout als neues Krankheitsbild

Psychologen haben daher als neues Krankheitsbild den „Social-Media-Burnout“ ausgemacht. Er umfasst einen körperlichen, seelischen und geistigen Erschöpfungszustand, ausgelöst durch permanente Aktivitäten in sozialen Netzwerken.

Die Universitäten von Maryland und Chicago haben die gravierenden Folgen in entsprechenden Studien nachgewiesen: Social Media ist zur Sucht geworden.

Sucht nach Internet größer als nach Zigaretten & Alkohol

Danach ist das Verlangen nach Social Networks größer als das nach Nikotin oder Alkohol. Nur das Bedürfnis nach Schlaf und Sex war nach Angaben der Forscher – glücklicherweise – noch größer.

Whisky und Zigaretten waren gestern. Immer mehr Menschen sind internetsüchtig: Bereits mehr als die Hälfte der Menschen kommuniziert öfter online miteinander als im wirklichen Leben.

Körperliche Begleiterscheinungen

Der Verzicht auf das Rauschmittel Internet wirkt sich auch körperlich aus: Die Betroffenen fangen an zu schwitzen, sie zittern, wirken verzweifelt und ängstlich, sind unruhig und extrem nervös, so wie es Drogen- und Alkoholsüchtige bei Entzug ihrer Rauschmittel sind.

Die Süchtigen vernachlässigen darüber hinaus ihre beruflichen und privaten Verpflichtungen und ihre realen sozialen Kontakte, weil sie die Zeit, die sie online verbringen, nicht mehr kontrollieren können. Sie sind gezwungen, ständig zu twittern, oder Facebook beziehungsweise ihre Mails zu checken.

Eine Woche allein in einer Berghütte?

Doch selbst, wenn es um Sie nicht so schlimm steht: Würden wir eine Woche lang allein in einer abgeschiedenen Berghütte durchhalten, ohne Internet und Handyempfang?

Was der eine als erholsam und angenehm empfindet, sorgt bei anderen für Entzugserscheinungen – schließlich fühlt man sich schnell aus dem täglichen Nachrichtenstrom ausgegrenzt.

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