EnglishGerman

Mitarbeiter-Motivation für Führungskräfte – Teil 1: Führung ist nicht Motivation



Nächster Teil



Top500 & größtes englisches Blog zum deutschen Arbeitsmarkt (Quellen: DIE ZEIT, Wikipedia, dpa) mit News-Dienst Best of HR. Wir begleiten Kunden seit 15 Jahren im Wandel der Arbeitswelt - mit Beratung, Seminaren & passenden Locations.
Bildrechte: Bildmaterial im Rahmen einer Kooperation kostenlos zur Verfügung gestellt von Shutterstock.

Wer führen will, muss auch seine Mitarbeiter motivieren – so die landläufige Meinung. Doch Ist es wirklich die Aufgabe einer Führungskraft, ihre Mitarbeiter zu motivieren?

fuehrung Mitarbeiter-Motivation für Führungskräfte - Teil 1: Führung ist nicht Motivation


Hier schreibt für Sie:

huebler Michael HüblerMichael Hübler ist Diplom-Pädagoge, Coach und Berater.

Profil

Ist Motivation eine Führungsaufgabe?

Wahrscheinlich haben Sie schon einiges an Möglichkeiten der Motivationsförderung – von individuellen Zielen über systemisches Denken und Faustregeln, dem Atmosphären-Check bis zur Altruismus-Frage – gehört.

Doch ist Motivationsgestaltung wirklich eine Führungsaufgabe!? Ich erlaube ich mir, an dieser Stelle einige Fragen aufzuwerfen, die das Thema Führung und Motivation kritisch beleuchten.

Weg mit den Vorurteilen

Um mit einem weitverbreiteten Vorurteil aufzuräumen: Führung ist nicht gleich Motivation. Führung ist mehr als das.

Dabei sind die Aufgaben eigentlich klar verteilt: Manager sollten verstärkt Abläufe handhaben und Finanzen, Strukturen, Werkzeuge, Material, Ressourcen, Standorte oder Maschinen im Blick haben.

Führung – mehr als Motivation & Konfliktmangement

Hingegen sollten sich Führungskräfte um die Menschen kümmern, darum, wie sich Maschinen kontrollieren, Ressourcen oder Standorte auf die Mitarbeiter auswirken.

Dies führt schnell dazu, als Personalverantwortlicher nur noch das Thema Motivation und allenfalls noch das Thema Konfliktmanagement auf der eigenen Agenda zu sehen.

Die Aufgaben einer Führungskraft

Eine Auflistung von Führungsaufgaben bringt hier Licht ins Dunkel. Um die Aufgaben einer Führungskraft, im Sinne der Menschenführung, zu ergründen, gibt es drei zentrale Fragen:

  • Was erwarten Ihre eigenen Vorgesetzten von Ihnen?
  • Was erwarten Ihre Mitarbeiter von Ihnen?
  • Welche Anforderungen stellen Sie an sich selbst?

Führungskräfte in der Vermittlerrolle

Der besseren Übersicht wegen sollten Sie diese Aufgaben und Erwartungen in ein Schema mit den Kategorien realistisch und wichtig einordnen.

Hierbei wird die Vermittlerrolle von Führungskräften zwischen Unternehmen und Mitarbeitern deutlich. Sie sollten Visionen und Ziele des Unternehmens so vermitteln, dass Mitarbeiter im Idealfall von allein motiviert sind, Bestleistungen zu geben.

berufebilder

Mehr Informationen? Nutzen Sie unsere Online-Kurse oder persönliche Beratung - die erste halbe Stunde ist umsonst!


Der Debatten-Monitor bündelt 25.000+ Leserstimmen zu unseren Beiträgen auf Best of HR - Berufebilder.de, in Social Media & im Netz - aktuelle Debatten abonnieren. Viele unserer Beiträge entstehen durch Leser-Anregung: Schlagen Sie Ihr Thema vor!

Meinungen abonnieren per RSS oder (erforderliche URL!) Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Fotos sind via Gravatar möglich, Ihre eMail-Adresse bleibt geheim.

    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Christian Kaiser
    Christian Kaiser

    Scheint eine interessante Serie zu werden. Thema #Führungskraft #Motivation Teil1:
    Teil 2:

  2. Joachim Berendt

    Generell ist es immer gut, die Erwartungshaltungen zu kennen und auch zu erfragen.

    Wir haben in vielen Workshops schon Anforderungsprofile an Führungskräfte von gewerblichen Mitarbeitern herausarbeiten lassen. Andersherum haben gewerbliche Mitarbeiter aber auch ein eigenes Anforderungsprofil für sich selbst erstellt, also eine Selbstanforderung, was aus ihrer Sicht für die Vorgesetzten notwendig wäre.

    Gleiches haben wir mit Führungskräften gemacht. Sie erarbeiteten ein Anforderungsprofil für gewerbliche Mitarbeiter und ein Anforderungsprofil Führungskräfte, also ein Anforderungsprofil für sich selbst.

    Das Ergebnis: Es gab kaum Unterschiede oder Abweichungen in den Anforderungsprofilen, die von den Führungskräften und den gewerblichen Mitarbeitern erarbeitet wurden. Die Inhalte sind innerhalb eines Unternehmens fast immer identisch. Die Unternehmenskultur bestimmt die Inhalte. Darüber hinaus stimmen sehr viele Wertvorstellungen über alle Hierarchiestufen hinweg auch in ganz unterschiedlichen Unternehmen überein.

    Die Herausforderung für Führungskräfte liegt also jetzt darin, diese gemeinsamen Werte in den Anforderungsprofilen mit Leben zu erfüllen. Und das heißt: Vorgesetzter nicht im Sinne von davor sitzen und blockieren sondern im Sinne von vormachen und Vorbild sein.

    Joachim Berendt
    www.berendt-partner.de, BERENDT & PARTNER Unternehmensberatung, Saarbrücken,

    • Simone Janson

      Hallo Herr Berendt,
      danke für diesen wertvollen Hinweis. Die Erwartungshaltung kennen ist immer ein wichtiges Stichwort.

  3. Simone Janson
    Simone Janson

    Mitarbeiter-Motivation für Führungskräfte – Teil 1: Führung ist nicht Motivation –

  4. Berufebilder
    Berufebilder

    Mitarbeiter-Motivation für Führungskräfte – Teil 1: Führung ist nicht Motivation –

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.