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Dell-Experten-Roundtable mit Simone Janson: Die Zukunft der Arbeit?


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Heute hatte mich Computerhersteller Dell zu einer Diskussionsrunde nach München geladen. Thema waren die Ergebnisse von Dells Evolving Workforce Studie 2014. Deren Ergebnisse überraschen kaum. dell Dell-Experten-Roundtable mit Simone Janson: Die Zukunft der Arbeit?


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Worum geht es?

Dell hatte seine Expertenrunde, eine leider nicht öffentliche Diskussion, schön angekündigt:

Status quo, Herausforderungen, Chancen, zukünftige Entwicklungen − die ArbeitsWelt der Zukunft birgt viel Neues für alle Beteiligten. Dies hat Dell veranlasst in Kooperation mit Intel eine TNS-Studie zur „Evolving Workforce“ in Auftrag zu geben. Die Ergebnisse zu „Nutzen von Technologie”, “Work-Life-Balance und Produktivität” sowie „Ergonomie des Arbeitsplatzes” zeigen: Der Desktop-PC ist das beliebteste Arbeitsgerät der Deutschen, Touchfunktionen dominieren bisher vorwiegend im Privaten, das persönliche Gespräch ist nach wie vor beliebter als Videokonferenzen und der Großteil arbeitet bevorzugt im Office statt von Zuhause.

Die Diskussionsrunde

Um uns die Ergebnisse persönlich vorzustellen und die Hintergründe, Einsichten und Details der „neuen Arbeitswirklichkeit“ näher zu beleuchten, hatten Dell und Intel uns zu einer nicht öffentlichen Diskussionsrunde mit Experten aus der Forschung eingeladen – und zwar am 02. 2. Dezember 2014, 14:00 Uhr, Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, 80333 München.

Mit dabei waren:

  • Prof. Dr. Susanne Böhlich, Studiengangsleiterin Internationales Management (MA) an der IUBH School of Business and Management
  • Tim Cole, Publizist für Wirtschaftstechnik
  • Roman Czychi, Employer Coach und Personalberater
  • Monika Kraus-Wildegger, Gründerin von Goodplace.org
  • und ich.

Das Ergbnis: Wenig überraschend

Das Ergebnis überrascht kaum und deckt sich auch mit meinen Erfahrungen:

  1. Sind, nach meinen Testerfahrungen mit diversen Laptops technische Geräte noch nicht so ausgereift, dass sie einen Desktop vollständig ersetzen könnten. Faktoren sind hier z.B. Leistungsfähigkeit, Speicherkapazitäten, ​​Akkulaufzeiten, Bildschirmgröße und Betriebssystem.
  2. Die Arbeitsweise auf Smartphones und Tablets ist aufgrund der geringeren Bildschirmgröße noch stark gewöhnungsbedürftig, bisherige Betriebssysteme, z.B. Windows 8, setzen aber auf ungute Zwitterlösungen.
  3. WLAN ist häufig nicht vorhanden, viele Websites sind nicht mobil optimiert.

Die Ergebnisse im Detail

1. Fakt: Deutsche nutzen vorwiegend den Desktop für die Arbeit (78%) und für zwei Drittel (66%) ist es sogar das bevorzugte Arbeitsgerät.

  • für 44% ist der Desktop das einzige Gerät / 34% nutzen daneben noch weitere Geräte
  • umgekehrt aus globaler Sicht: für 33% einziges Gerät / 44% nutzen auch andere

2. Fakt: Andere (mobile) Formfaktoren liegen in der Bewertung deutlich hinter dem Desktop-PC zurück

  • Niemand nutzt ein Tablet oder 2-in-1 als einziges Arbeitsgerät, Daten für Smartphone ebenfalls gering

3. Fakt: Das klassische Büro ist nach wie vor der bevorzugte Arbeitsplatz deutscher Arbeitnehmer. Ebenso ziehen sie die persönliche Ansprache (z.B. in Form von Besprechungen) der digitalen und online-basierten Kommunikation vor.

  • 95% verbringen zumindest einige Zeit in den Büros ihres Unternehmens
  • bei 65% sind es sogar mehr als drei Viertel ihrer Arbeitszeit
  • 58% der Büros folgen der klassischen Form (vs. 40% in Industrieländern / 37% in Schwellenländern)
  • 53% der Deutschen arbeiten in einer traditionellen Büroumgebung (mehr als anderswo)

4. Fakt: Die Entwicklung geht Weltweit immer mehr in Richtung offener Bürostrukturen.

  • Kommunikation und Gemeinschaftsgefühl unter Kollegen werden gefördert
  • ABER: Gleichzeitig sorgen diese Strukturen für Ablenkung, Störungen durch Lautstärke, weniger Produktivität etc.

5. Fakt: Die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer ist der Meinung, dass man im Home Office produktiv tätig sein kann. Dennoch geht die Mehrheit der Befragten (sowohl in Deutschland als auch im globalen Vergleich) davon aus, dass das klassische Büro auch künftig bestehen bleibt.

  • 77% der deutschen Arbeitnehmer glauben, dass das klassische Büro noch mindestens für die Dauer ihres Berufslebens bestehen bleibt
  • 30% der Befragten in den Schwellenländern gehen davon aus, dass diese Form niemals vollständig verschwinden wird

6. Fakt: Überstunden sind keine Ausnahme, auch wenn Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern schärfere Grenzen zu ziehen scheint.

  • 38% der Deutschen checken ihre Arbeits-Emails außerhalb der offiziellen Arbeitszeiten (vs. 62% im globalen Schnitt)
  • 30% der deutschen Arbeitnehmer führen Telefonate außerhalb der Arbeitszeiten (vs. 52% im globalen Schnitt)

7. Fakt: 43% der deutschen Angestellten nutzen derzeit ihr persönliches Geräte zu Arbeitszwecken oder planen das künftig zu tun (54% im EMEA-Vergleich, 58% global).

  • 43% Weltweit nutzen ihr privates Endgerät sogar ohne das Wissen ihrer Firma
  • in Deutschland sind das nur 26%
  • mehr als die Hälfte der befragten Arbeitnehmer Weltweit hat die Zustimmung ihres Arbeitgebers, ihre persönlichen Geräte für die Arbeit zu nutzen
  • ABER: nur etwa die Hälfte dieser Geräte wird von der Firma abgesichert

8. Fakt: Arbeitnehmer haben definierte Erwartungen an die Zukunft und an technologische Entwicklungen.

  • 98% der Befragten glauben, dass künftig Spracherkennung statt einer Tastatur zur Dateneingabe genutzt wird
  • 92% glauben, dass Übersetzungssoftware in die Kommunikationsprogramme integriert wird, so dass simultane Übersetzungen möglich werden
  • 84% nehmen an, dass selbstfahrende Autos künftig für den Arbeitsweg zur Normalität werden
  • In Deutschland sind 60 Prozent der Arbeitnehmer der Meinung, dass manche Dinge einfach besser von Menschen gemacht werden.
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