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Erkennen Sie den wahren Stellenwert von Problemen: Die Ein-Jahr-Frage


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Wer im Wörterbuch nachschlägt, wird feststellen, dass Glück nur in der Einzahl existiert – wohl aber gibt es Unglücke. Und die stoßen uns im Alltag nur allzu häufig zu.Wichtig aber ist, wie wir damit umgehen. toiletten-papier


Hier schreibt für Sie:

 

MN Däfler 2014-03-17 farbigProf. Dr. Martin-Niels Däfler lehrt an der Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) in Frankfurt am Main.

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Wie schwer nehmen wir die kleinen Alltagsprobleme

Ich rede dabei nicht von Schicksalsschlägen wie etwa Todesfällen oder Entlassungen, sondern vom kleinen Alltagspech, wie zum Beispiel einer verpatzten Kundenpräsentation oder einem verpassten Zug.

Ich vermute, dass uns allen solche Dinge mit gleicher Häufigkeit zustoßen. Und doch gibt es große Unterschiede, wie wir darauf reagieren.

Wie wir täglich katastrophieren

Wenn Sie sich gedanklich einmal im Familien-, Freundes- und Kollegenkreis umsehen, dann werden Sie sicherlich eine Menge Menschen benennen können, für die das Leben ein einziges Drama ist. Da wären z.B.:

  • Die Bluse hat einen Saucenfleck. O Gott!
  • Die Tochter hat eine Fünf in der Mathearbeit. Wie tragisch!
  • Der Kollege hat vergessen, die Monatszahlen rechtzeitig abzugeben. Furchtbar!

Alles eine Frage der Sichtweise!

Vielleicht sind Sie auch selbst solch ein Typ und verpassen alltäglichen Problemen den Status einer Katastrophe? Kein Wunder, wenn das Leben dann aus nichts als einer endlosen Reihe von Enttäuschungen, Missgeschicken, Unzulänglichkeiten und Ärgernissen zu bestehen scheint.

Doch, nüchtern betrachtet: Ist die Situation, die einen belastet, tatsächlich so dramatisch, wie sie gerade wahrgenommen wird? In aller Regel ist sie das nicht! Es geht um die Verhältnismäßigkeit.

Der mieseste Job der Welt?

Dazu fällt mir ein Cartoon ein, den ich vor vielen Jahren entdeckt habe. Auf dem ersten Bild sieht man eine Zahnbürste, die sagt: „Ich habe den miesesten Job der Welt.“ Auf dem zweiten Bild erkennt man ein Klopapierrolle, die nur ein lakonisches „Ach nee“ von sich gibt.

Es klingt ein bisschen sarkastisch, ist aber so nicht gemeint, wenn man sich daran erinnert, dass es immer jemanden gibt, der es noch schlechter erwischt hat als man selbst. Dazu muss man nur in die Nachrichten schauen oder einen Blick in die Zeitung werfen.

Wahren Sie das Verhältnis

Verglichen mit wirklich weitreichenden und negativen Ereignissen wie etwa einem schlimmen Verkehrsunfall oder einer schweren Krankheit, sind die meisten unserer täglichen Probleme absolute Nichtigkeiten.

Versuchen Sie deshalb, immer wieder die Verhältnismäßigkeit Ihrer Situation zu verstehen und entsprechend zu reagieren.

Die Ein-Jahr-Frage

Die einfache Frage: „Werde ich in einem Jahr noch an dieses Ereignis denken, wird es mich dann noch belasten?“ hilft auf wundersame Weise, den Stellenwert von Problemen zu erkennen.

Sie glauben mir nicht, dass das funktioniert? Dann machen Sie die „Gegenprobe“: Nennen Sie doch bitte konkret, was Sie ganz genau vor einem Jahr aufgeregt hat! Das fällt Ihnen nicht mehr ein? Dann kann es wohl so tragisch nicht gewesen sein …

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Klaus

    Alles eine Sache der Ansicht oder Einsicht (Beitrag via Twitter) oIJlUNTnal

  2. Karista

    Was hat dich genau vor einem Jahr richtig aufgeregt oder beschämt?
    @SimoneJanson

  3. KompetenzPartner

    Erkennen Sie den wahren Stellenwert von Problemen: Die Ein-Jahr-Frage: Wer im Wörterbuch nachs… #Beruf #Bildung

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