Was kann Coaching – Teil 4: Hilfe zu Selbsthilfe | Best of HR - B E R U F E B I L D E R
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Was kann Coaching – Teil 4: Hilfe zu Selbsthilfe



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Hand in Hand mit der systemischen Coaching-Haltung gehen dann auch einige Spielregeln, die ein sich konsequentes Fernhalten von Ratschlägen erklären.Dabei hilft die Übersicht „Spielregeln für ein gelungenes Coaching-Gespräch“.

coaching11 Was kann Coaching - Teil 4: Hilfe zu Selbsthilfe


Hier schreibt für Sie:

oliver_bartels_sw Oliver BartelsOliver Bartels ist Trainer und Berater.

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Warum Ratschläge nicht weiterhelfen

Da wir Menschen dazu „verdammt“ sind, alles stets so wahrzunehmen, dass es unsere bisherigen Erfahrungen und Annahmen bestätigt, können Ratschläge häufig nicht funktionieren.

So können Ratschläge zwar in manchen Fällen unsere denkbaren Handlungsoptionen erweitern, aber sie können auch das genaue Gegenteil erreichen: das bisherige Denken bestätigen und festigen. Gerade hier bietet Coaching eine wirksame Alternative, weil es bewusst auf Ratschläge verzichtet.

Spielregeln für ein gelungenes Coaching-Gespräch

  • Der Coaching-Prozess braucht stets klare Ziele.
  • Coaching braucht keinen Expertenratschlag, wenn Menschen alles zur Lösung in sich tragen.
  • Coaching braucht keinen Expertenratschlag, wenn Menschen ihre Situation einzigartig (für uns nicht nachvollziehbar) wahrnehmen und verarbeiten.
  • Die Wege zur Lösung und alles, was dafür notwendig ist, entwickelt der Coaching-Klient selbst.

Die Lösung entwickelt der Klient selbst

Die Wege zur Lösung und alles, was dafür notwendig ist, entwickelt der Coaching-Klient selbst. Coaching ist keine Therapie.

Wir beschreiben Coaching vielmehr als Methode, die es demjenigen, der ein Problem hat, ermöglicht, dieses selbst und selbstverantwortlich zu lösen.

Was unterscheidet Coaching von der Therapie?

Dies impliziert geradezu die Grenze und Abgrenzung von Coaching zu Therapieformen. Im Gegensatz zu Coaching-Klienten können Menschen in einer Therapie ihre Probleme (zunächst) nicht (mehr völlig) selbst und selbstverantwortlich lösen. Hier gibt dann ein Therapeut eine gänzlich andere Hilfestellung. Es geht um Heilung.

Wir wollen uns hier ausdrücklich abgrenzen, wenn andere Stimmen innerhalb der Coaching-Branche behaupten, dass Coaching und Therapie verschwimmen würden; quasi dasselbe wären, und die Abgrenzung werde aus rein rechtlichen Gründen so deutlich vorgenommen.

Das sehen wir anders. Auch wenn Grenzen zu verschwimmen scheinen, ist der Coachee nicht Patient und der Coach nicht Therapeut. Und das ist die wesentliche Information in diesem Kontext.

Patient oder Coaching-Klient?

Wann handelt es sich um einen Patienten oder wann um einen (Coaching-)Klienten? Wie finden wir das heraus? Dies scheint eine der größten Aufgaben in der Coaching-Branche zu sein. Und jeder Coach wird sich immer mal wieder dieser Frage stellen müssen:

  • Informiere ich den Klienten über meinen Eindruck, dass ich nicht weiterhelfen kann?
  • Wie wirke ich dann auf den Hilfesuchenden?
  • Handelt es sich tatsächlich um einen Klienten und ist Coaching die passende Begleitung?
  • Kann ich sagen, dass ich eine Psychotherapie (aus meiner Sicht) passender fände?

Viele Wege führen nach Rom

Es gibt eine Fülle anerkannter Wege und Philosophien, um Menschen durch eine Psychotherapie bei der Heilung seelischer (und körperlicher) Leiden und Belastungen zu unterstützen.

Das bunte Feld geht von der psychoanalytischen und tiefenpsychologischen Therapie über Hypnosetherapie, Gestalttherapie, kognitive Verhaltenstherapie, Pesso-Therapie, Trauma-Therapie, u.v.m.

Die Ansätze, Herangehensweisen und Vorgehen sind mittlerweile so vielfältig geworden, dass eine detaillierte Beschreibung hier den Rahmen sprengen würde und auch nicht passend wäre.

Coaching behandelt keine Patienten

Eines vereint diese unterschiedlichen Ansätze jedoch: Sie alle behandeln sogenannte Patienten. Und Coaching unterstützt keine Patienten. Im Coaching behandeln wir keine „behandlungswürdigen Störungen“ und wir therapieren keine Störungen „mit Krankheitswert“.

Wir therapieren gar nicht. Im systemischkonstruktivistischen Coaching gibt es keine Diagnosen. Es werden keine Symptome – also Krankheitszeichen – und auch keine Syndrome beschrieben. Als Coaches überlegen wir nicht, wie das Syndrom und die Krankheitsursache und -entstehung zu einer Diagnose führen könnten.

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