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Was kann Coaching – Teil 5: Checkliste – Aufgaben des Coaching



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Was uns wichtig ist: Systemisches Coaching richtet sich, im Gegensatz zur Psychotherapie, an „gesunde“ Personen und nicht an Patienten. Das ist ein wichtiger Unterschied.

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Hier schreibt:

oliver_bartels_sw Oliver BartelsOliver Bartels ist Trainer und Berater.

Profil

Wo liegen die Unterschiede?

Menschen mit psychischen Erkrankungen oder anderen Beeinträchtigungen der Selbststeuerungsfähigkeit1 gehören (tatsächlich) ausschließlich in die Hände entsprechend ausgebildeter Therapeuten (und natürlich haben auch Psychotherapiepatienten noch Selbststeuerungsfähigkeiten!).

Und diese Feststellung äußern wir aus Überzeugung und nicht, weil rechtliche Rahmenbedingungen das von uns verlangen.

Praktische Bedeutung

Diese Abgrenzung hat nun auch eine ganz praktische Bedeutung für den (internen) Coach. Stellen Sie keine Diagnosen, wenn Sie dafür nicht ausgebildet sind, mit Patienten zu arbeiten und Diagnosen zu stellen. Sondern sagen Sie es, wenn sie nicht helfen können bzw. wollen!

Sollten Sie innerhalb eines Coachings zu dem Schluss kommen, dass Sie dem Menschen, der sich von Ihnen helfen lassen möchte, nicht helfen können (aus welchen Gründen auch immer), dann sagen Sie es. Gerade heraus. Wertschätzend. Und trotzdem deutlich.

Vermeiden Sie Ratschläge

Haben Sie keine Angst, Ihre Wahrnehmung zu schildern, aber vermeiden Sie Ratschläge. Das heißt, vermeiden Sie zu sagen: „Du brauchst eine Therapie.“

Sondern schildern Sie den Teil Ihres Eindrucks, der Sie betrifft: Ich kann Dir nicht helfen. Sagt jemand selbst von sich, er sei krank oder schildert Krankheiten: Sagen Sie nicht: „Du brauchst einen Arzt.“ Sagen Sie: „Ich bin kein Arzt.“

Vermeiden Sie Beurteilungen

Vermeiden Sie Beurteilungen oder Zuschreibungen, wie beispielsweise: „Du bist alkoholkrank.“ oder „Du bist Alkoholiker.“ (Und fragen Sie auch nicht: „Könnte es sein, dass Du alkoholkrank bist?“, denn das ist dasselbe.)

Schildern Sie das, was Sie wahrnehmen: „Ich rieche Alkohol bei Dir. Auf mich wirkst Du betrunken (…)“ Vermeiden Sie, zu diagnostizieren: „Du bist magersüchtig.“ Aber trauen Sie sich, Ihren Eindruck in Worte zu fassen. Sagen Sie beispielsweise: „Ich beobachte, dass Du immer dünner wirst.“ Oder: „Du riechst nach Erbrochenem. (…)“

Checkliste – Aufgaben des Coachings

Um die Unterschiede noch einmal deutlich zu machen, habe ich für Sie die folgende Checkliste zusammengestellt. Und das alles sind keine Defizite im Coaching, sondern es zeichnet Coaching im Besonderen als Technik und Haltung aus.

  • Übernehmen Sie keine Verantwortung für Ihr Gegenüber und suchen Sie auch nicht nach Krankheitszeichen (Symptomen) zur Bestätigung einer Diagnose.
  • Als Coach diagnostizieren Sie nicht und stecken ihren Klienten auch in keine ICD-10-Schubladen.
  • Als Coach leiten sie keine Empfehlungen ab und geben keine Vorschläge, Ideen, Ratschläge oder Rezepte aus.
  • Sie geben keine Hausaufgaben oder Übungen für zuhause auf.
  • Als Coach übernehmen Sie eben keine Verantwortung für den anderen und auch nicht für dessen Ziele, Lösungswege oder Handlungen.
  • Sie folgen eben nicht der inneren Haltung, dass Sie einem Menschen helfen, der sich selbst (gerade) nicht (mehr alleine) helfen kann.
berufebilder

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