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Mehr als Change Management – Teil 2: Einflüsse im Change-Prozess



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Äußere Faktoren: Zu den klassischen äußeren Quellen gehören Entscheidungen in der Politik, einschneidende Entwicklungen an der Börse, Gesetzesänderungen oder schlicht auch die Einflüsse, die nicht von Menschenhand, sondern von UmWelt und Natur ausgelöst sind. Das sind alles uns bekannte und zuverlässig wiederkehrende Faktor­X­Themen.

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Hier schreibt für Sie:

 

karin-beutelschmidt Karin BeutelschmidtKarin Beutelschmidt ist Gründerin der School of Facilitating und der divida Stiftung.

Profil

Impulse aus dem Off

Unruhiger wird es auf dem Parkett, wenn das Handeln durch Zeit und Markt angetrieben ist und es bloß darum geht, schneller, besser oder wenigstens genauso gut zu sein.

Kreativ und geradezu humorvoll wird es, wenn die Impulse aus dem »Off« kommen, also quasi im Vorbeigehen. So findet sich plötzlich die Antwort auf eine Frage im Schulaufsatz der Tochter, in einem Theaterstück oder während eines Museumsbesuchs.

Hidden Agendas

Interne Faktoren X sind die oft zitierten, aber eben unbekannten »Hidden Agendas«. Was hat der Gesellschafter, der Vorstand noch vor? Was ist sein eigentliches Anliegen? Welches politische Kalkül spielt eine Rolle? Welche Informationen hält er– warum auch immer– zurück?

Die vermuteten »Hidden Agendas« sind oft Quellen für Gerüchte und Flurfunk und haben die Tendenz, sich zu verselbstständigen. Ein Informationsvakuum wird durch selbst produzierte Informationen gefüllt und es entsteht langsam eine neue Konsensrealität, also Wissen, das von einer Mehrheit akzeptiert ist und das als alltägliche Wirklichkeit angesehen wird. Die Menschen beginnen, danach zu handeln. Die sich daraus ergebenden Dynamiken sind meist erstaunlich.

Der Faktor ich

Die Phasen der Unordnung im Change bringen es mit sich, dass einige Menschen die Gunst der Stunde nutzen, um sich neu oder besser zu platzieren. Bisweilen ist zu Beginn eines Prozesses offen, wer dies sein wird, wie das Spiel aussieht und wohin es sich richtet. Menschen, die sich an Regeln und Absprachen halten und den Fokus eher auf die Inhalte richten, werden hier leicht zum Verlierer.

In seinem Buch »Die Logik des Misslingens« (2003) beschreibt Dietrich Dörner unsere mangelnde Fähigkeit, Dinge in komplexen Situationen wirklich bis zum Ende durchplanen zu können.

Planung als Leitplanke

Aus diesem Grund hier die Einladung, sich dieser Illusion des Planungsgenies erst gar nicht hinzugeben und damit die Mitarbeiter, die Kunden und sich ein Stück vor sich selbst zu schützen. – Planung ist eine hilfreiche Leitplanke, nie die Realität.

Eine weitere, tückische Faktor­X­Quelle ist unser bereits viel zitierter blinder Fleck. Wir sind uns über unsere Wahrnehmungsfilter erfahrungsgemäß im Unklaren, wir übersehen Signale oder überhören Informationen. Anders formuliert: Wir sehen nur, was wir sehen wollen, und nicht die Leitplanken, die im Weg stehen.

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