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Video-Interview mit Milliardär & Shutterstock-Gründer Jon Oringer: Scheitern als Erfolgsrezept



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Die Stock-Photo-Agentur Shutterstock hat diese Woche ihre Europazentrale in Berlin eröffnet. Zum Start habe ich Gründer und Milliardär Jon Oringer interviewt: Zu seinen Zielen in Europa, Jobangeboten in Berlin – und seinem persönlichen Erfolgsrezept.

shutterstock_jon-oringer Video-Interview mit Milliardär & Shutterstock-Gründer Jon Oringer: Scheitern als Erfolgsrezept


Das Amazon der Stock-Fotografie?

Jon Oringer, laut Forbes Silicon Alley’s First Billionaire, schickt sich an, für die Stock-Fotografie das zu werden was Amazon für den Buchmarkt oder Google für die Online-Suche ist. Dennoch ist der Unternehmer eher bescheiden und zurückhaltend.

Auf Best of HR - Berufebilder.de hat Oringer ja bereits über seine erfolgreiche Geschäftsidee berichte: Er begann mit Shutterstock 2003, indem er 30.000 seiner eigenen Bilder hochlud und sie für Abonennten verfügbar machte. Später überzeugte er immer mehr Künstler, weitere Bilder hochzuladen.

Berlin als Teil der Expansionsstrategie

Heute vermarktet die Plattform ca. 30 Millionen Bilder von 400.000 Künstlern Weltweit in 150 Ländern und 20 Sprachen. Pro Woche kommen etwa 170.000 neue Fotos hinzu. Kürzlich knackte das Unternehmen die Marke von 350 Millionen bezahlten Downloads.

Unlängst wurde bereits ein Vertriebsbüro in London eröffnet. Das neue Büro in Berlin ist als europäisches Hauptquartier Teil von Shutterstocks Expansionsstrategie – man merkt, dass das Unternehmen mit seinem Abonennten-Geschäftsmodell im Gegensatz zu diversen anderen Internet-Giganten keine Angst vor dem deutschen Datenschutz zu haben braucht.

„Deutschland ist der größte Markt in Europa“

750.000 Kunden hat das Unternehmen Weltweit, davon 30 bis 40 Prozent in Europa. „Deutschland ist in Europa der größte Markt“, sagt Oringer in dem Video und begründet später im Gespräch die Standortwahl noch etwas ausführlicher:

„Berlin ist eine spannende und dynamische Stadt in einem wachsenden Markt für Shutterstock. Die Metropole bietet die perfekte Mischung aus Kunst, Medien und Technologie und ist zugleich Tor zum restlichen Europa.“ Und genau in dieser Mischung glaubt Oringer die besten und kreativsten Köpfe für sein Unternehmen zu finden.

Gesucht: Mitarbeiter, die unternehmerisch denken

Denn von dieser Europazentrale aus möchte Shutterstock seine Expansionspläne vorantreiben und dafür ein Team aus Produkt-, Technologie-, Vertriebs- und Kundenservice-Spezialisten aufbauen. Seit dieser Woche arbeiten im Büro im Prenzlauer Berg zehn Vollzeitkräfte. Das Unternehmen rechnet damit, mehr als 20 Mitarbeiter bis Ende 2014 einstellen zu können.

War Oringer bereits in seinem Artikel geschrieben hat, hat er auch im Video noch einmal betont: Die Herausforderung besteht darin, Leute zu finden, die den gleichen unternehmerischen Spirit haben wie er selbst. Gut 300 solcher Mitarbeiter hat Oringer, der am Anfang noch alles selbst machte, bislang gefunden.

Wie bewirbt man sich?

Gesucht werden vor allem Vertriebsleute mit Verständnis für Kreative und  – wie sollte es anders sein – Entwickler für mobile Applikationen. Auch um solche Leute zu finden, veranstaltet das Unternehmen jedes Jahr einen Hackathon (über das Format habe ich ja gerade berichtet), in dem sich die Kreativen ausleben können.

Wer sich für Berlin bewerben will, muss allerdings den Weg über die USA nehmen. Er findet weitere Informationen auf . Vorsicht: Nicht immer werden die Jobinformationen auch angezeigt.

Das Erfolgsrezept von Jon Oringer

Der Mensch Jon Oringer bleibt allerdings auch im persönlichen Gespräch kaum fassbar: Die Antworten sind kurz und präzise, er beschreibt seinen Arbeitsstil als effizient. Oringer ist ist keiner, der sich selbst gerne reden hört.

Diese Form von Understatement macht ihn sympathisch, aber mir die Arbeit als Journalistin nicht leichter. Auch bei der Frage nach seinem Erfolgsrezept bleibt er bescheiden: Vor allem habe er ein sehr gutes Team, auf das er bauen könne, sagt er.

Und sein Erfolg sei vor allem das Produkt seines Scheiterns, so Oringer. Bevor er Shutterstock gründete, hat er bereits mehrere Untenehmen in den Sand gesetzt. Die Erfahrungen aus diesen Fehlschlägen flossen direkt in die Entwicklung von Shutterstock ein. Das vorherige Scheitern war demnach direkte Voraussetzung für den heutigen Erfolg.

Geschrieben von:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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