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Tagesablauf einer Social-Media-Managerin – Teil 2: Wichtig ist die freie Zeiteinteilung



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Zum Thema Customer Service sagte unlängst jemand in einer Diskussion auf der CeBit: „Kunden sind nicht zwischen 9 und 17 Uhr aktiv, sondern in ihrer Freizeit – und dann brauchen sie Service.“ Dem kann ich nichts hinzufügen. Aber: Die Zeit muss man sich entsprechen einteilen!


Hier schreibt für Sie:

 

bildschirmfoto-2014-01-05-um-17.51.26-e1402897887700 Katharina A. HederKatharina Heder ist Digital Media Manager & Consultant.

Profil

16:00 Uhr: Nachmittags gibt es täglich ein Zeitfenster für mich

Ich musste mir angewöhnen, am Nachmittag bewusst eine Pause zu gönnen, nachdem ich zu Beginn meiner Arbeit häufig von morgens bis abends vor dem Laptop sass. Deshalb gibt es jetzt ein Gentlemanagreement zwischen der Arbeit und mir:

Zwischen 16 und 18 Uhr bin ich erreichbar, erledige jedoch meine Alltagsgeschäfte wie Behördengänge, Einkaufen und kleinere Kundentermine. Ohne diese zwei Stunden würde ich wirklich langsam aber sicher den Kontakt zur Realität verlieren, da inzwischen alles online läuft:

Akquise, Kundenverkehr usw. ist schon längst in ein papierloses mobile Office gewandelt. Ein absoluter Vorteil für Mobilität, aber ein Nachteil in Sachen tatsächlichem Leben, wo dann auch der private Kontakt mit Freunden stattfindet.

18:00 Uhr: Abends geht es in die zweite Runde

Für viele Kunden beginnt abends erst das Leben in den sozialen Netzwerken. Um den bestmöglichen Service zu bieten und auch ausserhalb der Öffnungszeiten erreichbar zu sein, werden die Kanäle zwischen 18 und 22:30 Uhr weiter betreut.

Damit erzielen die meisten Kunden einen wirklichen Mehrwert, weil sie wiederum ihre Kunden genau dann erreichen, wenn diese aktiv sind. Das heisst im Umkehrschluss jedoch nicht, dass ich nachmittags etwas verpasse.

Apps zum Dank sehe ich auch wenn ich nachmittags unterwegs bin, was auf den einzelnen Portalen passiert. Meine wirkliche Arbeit findet (B2B) vormittags bzw. (B2C) abends statt. Alleine das zu lernen und umzusetzen hat eine ganz schöne Portion Mut gekostet.

19 Uhr: An zwei Tagen die Woche gibt es Handball

Da als Social Media Manager immer auch ein Teil des Privatleben draufgeht, emphieht es sich, um langfristig motiviert an die Sache heran zu gehen, in Bereichen tätig zu werden, wo ein eigenes Interesse besteht. Ich könnte mir nicht vorstellen ohne Handball zu arbeiten:

Heisst aber auch, dass ich an zwei Tagen in der Woche ab 19 Uhr präsent sein muss, um den Erwartungen der Follower nach einem Mehrwert wirklich gerecht werden zu können. Am Wochenende bin ich zumeist von 15 bis 20 Uhr gebunden.

20 Uhr: Jonglieren zwischen Tweetvolumen & Spielen

Dann jongliere ich zwischen dem Tweetvolumen / Stunde und den unterschiedlichen Spielen. Hier laufen dann Ticker, Livestream und TV zugleich, um möglichst alle Informationen präsent zu haben.

Da Handball für mich aber ein großes persönliches Interesse ist und ich es zumindest in Stream und TV auch privat gucken würde, fällt es mir selten schwer mich zu motivieren.

22:30 Uhr: Social Media verändert den Alltag und das Erwerbsleben

Jeder von uns nutzt in der einen oder anderen Weise Social Media. Ebenso wie sich die Nutzungsweise verändert hat, gibt es natürlich auch Auswirkungen auf den Alltag.

Jeder Social Media Manager sollte sich vor Beginn einer entsprechenden Ausbildung darüber imKlaren sein, dass er Teile seines Privatlebens aufgeben muss, um erfolgreich seinem Beruf nachzugehen.

Wer zu diesen und anderen Zugeständnissen nicht bereit ist bzw. sich nicht vorstellen kann, eine Hotelentscheidung von W-Lan abhängig zu machen, sollte sich fragen, ob er in diesem Bereich langfristig glücklich werden kann.

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. „Kunden sind nicht zwischen 9 und 17 Uhr aktiv, sondern in ihrer Freizeit – und dann brauchen sie Service.“

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