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Wie man in Start-Up’s Innovationen fördert – Teil 3: Black Box oder der überrumpelte Manager



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Der Innovationsdruck ist enorm. Ohne die Fähigkeit, agiler zu reagieren und sich auf Experimente einzulassen, würde jedes Unternehmen irgendwann das Schicksal erleiden, das in dem Buch The Innovator’s Dilemma beschrieben ist: Jahr für Jahr höhere Gewinne und Margen einfahren, bis die Blase platzt. Was aber dagegen tun?

black-box Wie man in Start-Up’s Innovationen fördert – Teil 3: Black Box oder der überrumpelte Manager


Geschrieben von:

 

80 Eric RiesEric Ries hat die Lean-Start-Up Methode begründet und populär gemacht.

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Wie Abwehrmechanismen Innovationen verhindern

Wir umrahmen firmeninterne Innovationsherausforderungen gerne mit der Frage: Wie schützen wir ein internes Startup vor der Mutterorganisation? Ich möchte den Rahmen ändern und die Frage umdrehen: Wie schützen wir die Mutterorganisation vor dem Startup?

Nach meinen Erfahrungen nehmen Menschen automatisch eine Abwehrhaltung an, wenn sie sich bedroht fühlen, und eine Innovation kann nicht gedeihen, wenn man diesen Abwehrmechanismen freien Lauf lässt.

Innovation in der geheimen Black Box?

Deshalb ist die weitverbreitete Empfehlung, die Aktivitäten eines Innovationsteams zu verbergen, der falsche Weg. Es gibt Beispiele für Einmalerfolge, die auf »Skunkworks« basieren (der Arbeit autonomer, von bürokratischen Zwängen befreiter Gruppen, die mit geheimen zukunftsweisenden Projekten befasst sind).

Oder die von ausgelagerten Innovationsteams erzielt werden (wie beim Bau des ursprünglichen Personal Computer in Boca Raton, Florida, der völlig abgetrennt von IBMs Kernaktivitäten erfolgte).

Überrumpelte Manager werden paranoid

Doch diese Beispiele sollten eigentlich als Warnung dienen, weil sie selten zu tragfähigen Innovationen geführt haben.

Versetzen Sie sich einmal in die Lage des Managers, der von der Innovation völlig überrumpelt wird. Er fühlt sich vermutlich hintergangen und reagiert mehr oder weniger paranoid.

Angst vor unliebsamen Überraschungen

Wenn ein Projekt dieser Größenordnung verheimlicht werden kann, was für unliebsame Überraschungen lauern dann sonst noch im Schatten? Im Lauf der Zeit führt diese Einstellung zum Taktieren, weil Manager bestrebt sind, solche Bedrohungen für ihre Macht, ihren Einfluss und ihre Karriere beizeiten zu erkennen.

Dass sich eine Innovation als Erfolg entpuppt, ist keine Rechtfertigung für dieses unehrenhafte Verhalten. Aus der Sicht sattelfester Manager ist die Botschaft eindeutig: Wenn du nicht zum Kreis der Eingeweihten gehörst, treffen dich solche Geheimnisse wie der Blitz aus heiterem Himmel.

Schuld trägt die Geschäftsleitung

Es wäre unfair, diese Reaktion anzuprangern; die Kritik sollte der Geschäftsleitung gelten, die es versäumt hat, ein unterstützendes System einzurichten, in dem Innovation stattfinden kann.

Da liegt vermutlich auch der Grund, warum Firmen wie IBM ihre führende Position in den neuen aufstrebenden Märkten, beispielsweise dem PC-Bereich, eingebüßt haben. Sie waren unfähig, eine Innovationskultur zu entwickeln und zu bewahren, die Innovation überhaupt erst ermöglicht.

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