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Neustart in der Lebensmitte – Teil 2: Tipps für den Veränderungsprozess



Voriger Teil



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Im ersten Teil meines Beitrags ging es um die Frage, welche Chancen Menschen in der Lebensmitte offen stehen. Im zweiten Teil wird es nun konkret: Wie kann man sein potential nutzen? Denn eines ist klar: Neu anzufangen ist kein Privileg der Jugend.

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Hier schreibt für Sie:

 

105 Katharina DanielsKatharina Daniels arbeitete als Journalistin & PR-Beraterin u.a. für den Focus, manager magazin, ADAC oder die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung.

Profil

Je älter, desto besser

Unser Erfahrungswissen ist es, das uns – klug genutzt – in der Lebensmitte zur raschen Einordnung von Eindrücken und Geschehnissen befähigt – und uns die Kraft des präzisen Urteils gibt.

Der renommierte Neuropsychologe Ernst Pöppel bringt es auf die Formel „Je älter, desto besser“. Zwar liegen bei uns Menschen in der Lebensmitte die Aufmerksamkeitsgipfel, an denen unser Gehirn bereit ist, gänzlich Neues aufzunehmen, weiter auseinander als bei den Jungen – Pöppel spricht vom langsameren Metronom.

Wir kombinieren im Alter anders

Dafür bilden sich in den Wellentälern zwischen zwei sog. Oszillationspunkten größere Kombinationsmöglichkeiten für alles, was auf uns einstürmt. Wir verarbeiten und kombinieren unterschiedlichste Eindrücke nachhaltiger und schöpfen aus unserer Erfahrung.

Ein unschätzbarer Vorteil, wenn es um die Neuorientierung geht. Und damit um den Willensbildungsprozess, von einer zuerst zaghaft erblühenden Idee, was noch möglich sein könnte, wirklich zur Umsetzung zu gelangen.

Volotion – mit Bedachtsamkeit & Intensität

In der Wissenschaft firmiert dieser Prozess unter dem Begriff Volition und bedeutet, dass der wahrhaft volitional begabte Mensch sein Ziel mit Bedachtsamkeit und Intensität zugleich verfolgt: „Eine Anordnung selbst-regulativer Strategien, in der explizite Handlungstendenzen gegenüber reinen Verhaltensimpulsen dominieren“ wie es eine Studie der Management Academy Review formuliert (Kehr, H. 2004, 29, 479-499).

In diesem Willensbildungsprozess reflektiert der Veränderungswillige seine aktuelle Situation, begibt sich in die Introspektion seiner ihn prägenden Fähigkeiten, Eigenschaften und Motive und kreiert eine Ideenlandschaft, was jetzt möglich sein könnte – um sich nun für ein Ziel zu entscheiden.

Vom Willen zur Umsetzung

Ein sehr großer, wichtiger Schritt in dieser „Laufbahn“ des Willens. Nun ist der Schritt in die Umsetzung nur noch ein kleiner.

Dieser Prozess ist erlernbar und besonders Menschen in der Lebensmitte können in den so wichtigen Abwägungsprozessen aus der Fülle ihres bereits gelebten Lebens und ihrer Urteilskraft schöpfen. Der entscheidende Impuls zur Umsetzung der sorgfältigen Planung kann in einer Erkenntnis des Autors Harald Martenstein liegen: „Was jetzt nicht passiert, wird nie mehr passieren“.

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