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Meeting auf historischer Schienenstrecke: Mit dem Zug durch die Rocky Mountains


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Offenlegung & Bildrechte: Destination Canada hat die Kosten für Flug und Unterkunft auf diversen Recherche-Reisen übernommen. Rocky Mountaineer hat unsere Recherche in Kanada durch Teil-Übernahme der Reisekosten unterstützt. Bildmaterial erstellt mit einer Systemkamera unseres Sponsors Olympus. Bild-Location: 525 Cn Rd, Kamloops, BC V2H 1K3, Kanada.

Dass im Zug gearbeitet wird, ist ja nichts besonderes. Dass ein Zug einen Meeting-Wagon besitzt hingegen schon. Noch spezieller ist, dass der Zug sich auf historischer Strecke durch die kanadischen Rocky Mountains schlängelt. Auf Dauer zeigt sich jedoch, dass das Zugfahren ein wenig unbequem ist. rocky-mountaineer004 Meeting auf historischer Schienenstrecke: Mit dem Zug durch die Rocky Mountains


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil

Auf 5 Strecken durch British Columbia & Alberta

Die kanadische Eisenbahngesellschaft Rocky Mountaineer wurde 1990 in Vancouver gegründete, um Zugreisen durch die kanadischen Rocky Mountains anzubieten. Sie wurde dafür mehrfach ausgezeichnet und gehört zu den luxiuriösesten Zugreisen der Welt. Die Züge verkehren mittlerweile auf fünf Strecken:

First Passage to the West zwischen Vancouver und Banff oder Calgary, Journey through the Clouds von Vancouver nach Jasper, Rainforest to Gold Rush von Whistler nach Jasper, Whistler Sea to Sky Climb von Vancouver nach Whistler und seit 2013 gibt es auch eine Strecke von Vancouver nach Seattle.

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Auf den Spuren der Eisenbahnpioniere

Dass die Strecken historische Namen haben, kommt nicht von ungefähr: Der erste kanadische Premierminister Sir John A. Macdonald und Canadian Pacific Railway Eisenbahngesellschaft bauten die Strecke zwischen 1881 bis 1885, um den kanadischen Westen an den Rest des Landes anzubinden.

Für die Ingenieure war die Erschließung der kanadischen Rockys seinerzeit eine große Herausforderung: Steile Pässe und enge Schluchten mussten überwunden werden. Kurz vor der Wasserscheide Nordamerikas beispielsweise brachte die steile Strecke am Big Hill viele Züge zum Entgleisten. Erst 1907 fanden Ingenieure in der Schweiz die Lösung. Nach dem Vorbild der Biaschina-Schlucht sprengten sie zwei Spiraltunnel in Mount Ogden und Cathedral Mountain. Die Züge fahren heute auf zwei großen Schleifen durch die Berge – wenn der Zug sehr lang ist, kann man ganz vorne unter sich den hinteren Teil des Zuges in den Tunnel fahren sehen.

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Highlights der Strecke

Die Strecke zwischen Banff und Vancouver wartet mit weiteren Highlights auf: Im seichten Kiesbett des Shuswap Lake kann man jeden Spätsommer Lachsen beobachten, die Fraser und Thompson River hochschwimmen, um hier zu laichen. Und bei Hell’s Gate schießt an der engsten Stelle des Canyonsdas Wasser mit großer Kraft durch den Engpass entlang der Bahnstrecke.

Besonders gut gefallen hat mir allerdings die Gegend um das nicht gerade begeisternde Städtchen Kamloops, in dem die Gäste bei der zweitägigen Fahrt übernachten: Die aride Gegend ist so trocken, dass sie als Wüste bezeichnet wird. Tatsächlich unterscheidet sich die Landschaft ganz erheblich von den dichten Wäldern der Rocky Mountains.

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Die Wagons

Der Rocky Mountaineer verfügt über 75 Lokomotiven und Waggons. Darunter befinden sich unter anderem GE F40PH Lokomotiven, EMD GP40-2L der Canadian National Railway, 32 Canada-Car-und-Foundry-Red-Leaf-Waggons und 16 Colorado-Railcar-Doppelstockwaggons mit Panoramaglasdächern, die jedoch ausschließlich der ersten Klasse, dem GoldLeaf vorbehalten sind.

Diese Glasdächer, die einen umfassenden Ausblick ermöglichen, sind es auch, die den Zug so berühmt machen. Mir persönlich haben andere Ausstattungsmerkmale besser gefallen: die kleinen „Terassen im freien“ zwischen den Wagon, die bei dem gemächlichen Reisetempo des Zuges einen unmittelbaren Zugang zur Natur bieten.

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Preise und Essen

Die zweitägige Reise zwischen Vancouver und Lake Louise inklusive Hotelübernachtung und wirklich exzellentem Fünf-Sterne-Essen und hervorragendem Service kostet in der Luxuskategorie ca. 1.600 kanadische Dollar.

Das Essen wird im Speisewagen der GoldLeaf-Klasse, der sich im unteren Stockwerk befindet, serviert. Gerade bei großen Gruppen oder wenn der Zug voll ist, kann hier schnell ein ungemütliches Gedränge entstehen, wenn die gesamte Gruppe zum gemeinsamen Essen in den Speisewagen geht.

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Gruppen und Meetings

Denn der Rocky Mountaineer kann Gruppen von ungefähr 600 Leuten aufnehmen. Der gesamte Zug kann zu diesem Zweck zu Spezialpreisen gechartert werden.

Zusätzlich kann ein vollausgestatteter Lounge-Wagen mit Konferenztischen, LCD-Bildschirmen und offener Bar für Präsentationen oder Meetings gebucht werden. Bei informeller Sitzanordnung passen 30-35 Leute in den Wagon, bei einer klassischen Board-Room-Anordnung mit Tischen 20-25.

Der Lounge-Wagen kann nur von Gästen des GoldLeaf gebucht werden – und zwar nur zusätzlich zum normalen GoldLeaf-Preis. Der Preis für den Longe-Wagen beträgt einmalig 15.000 kanadische Dollar.

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Nachteile

So schön, pittoresk und speziell die Zugfahrt auch ist: Eine Sache, die mich gerade bei Gruppenreisen stören würde, ist die Enge im Zug, der man auf der langen Zugfahrt von 10-12 Stunden täglich auch nicht entgehen kann.

Ein weiteres Problem, das gerade bei Meetings der Konzentration abträglich ist, ist das ständige Schwanken des Zuges. Wen solche Kleinigkeiten nicht stören, dem sei die Zugstrecke aufgrund der wirklich tollen Landschaft wärmstens empfohlen.

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Anreise

Per Direktflug von Frankfurt mit Condor oder AirCanada nach Calgary oder Vancouver, beides Start- beziehungsweise Zielpunkte des Rocky Mountaineers.

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