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Konfliktmanagement mit Attitüde – 5/5: 7 Tipps für die richtige innere Haltung


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In den letzten Teilen der Serie haben Sie festgestellt, wie sehr Ihre Innere Haltung auch Konflikte und Gesprächssituationen beeinflusst. Auf den Punkt gebracht kann man sagen: Es gibt keine schwierigen Situationen, sondern nur zu wenig Vorbereitung und Training dafür. 7 Tipps, wie diese Vorbereitung aussieht.


Hier schreibt für Sie:

104 Ilja GrzeskowitzIlja Grzeskowitz ist Autor, Trainer und Lehrbeauftragter an der Berlin School of Economics and Law.

Profil

7 Tipps für die richtige Einstellung bei Gesprächen und in Konflikten

Wenn Sie diese sieben Tipps beherzigen und vor allem regelmäßig anwenden, dann werden Sie in Zukunft nicht nur keine Angst mehr vor potenziellen Konflikten haben, sondern mit viel Selbstvertrauen und der richtigen inneren Haltung in jede Art von Gespräch gehen.

Suchen Sie sich zum Start gezielt möglichst viele Gelegenheiten, um diese Tipps praktisch anzuwenden. Sie werden schnell feststellen, wie ihr neuer Umgang mit Konflikten zur Normalität wird und wie Sie mit ihrer Persönlichkeit und ihrer neuen Attitüde auch schwierige Situationen elegant und souverän meistern.

Attitüde-Tipp Nr.1 : Seien Sie mutig

Es gehört zur Natur des Menschen, dass er möglichst beliebt sein möchte. Die Folge davon ist, dass viele Führungskräfte sich nicht mehr trauen, auch einmal eine unbequeme Wahrheit auszusprechen. Doch wer viele Entscheidungen trifft, der wird auch zwangsläufig einmal auf Widerstände treffen.

Dies lässt sich nicht vermeiden und daher auch nicht verhindern. Verabschieden Sie sich daher umgehend von dem Gedanken, es jedem recht machen zu müssen (und schon gar nicht zu können). Nicht umsonst sagte schon Franz-Josef Strauß: Everybody´s Darling is Everybody´s Depp.

Attitüde-Tipp Nr.2: Kommunizieren Sie respektvoll

Besonders in schwierigen Situationen zeigt sich wahre Größe. Die Kunst ist es, die eigenen Argumente ruhig und souverän zu formulieren, so dass sich der Gesprächspartner als Mensch immer noch wertgeschätzt fühlt.

Trennen Sie daher bei Konflikten stets die Sach- und die Gefühlsebene. Argumentieren Sie konsequent in der Sache, aber bleiben Sie dabei immer menschlich und respektvoll.

Attitüde-Tipp Nr.3: Richten Sie Ihren Fokus auf die Chancen aus

Die meisten Konflikte sind nur in der eigenen Vorstellung so schwierig. Dies liegt vor allem daran, dass man den eigenen Fokus vor allem auf die negativen Dinge richtet. Und in dem Fall wirkt dann eben Murphys Gesetz: Was schief gehen kann, wird auf jeden Fall schief gehen.

Ändern Sie Ihren Fokus und Sie werden Ihre Ergebnisse ändern. Verstehen Sie einen Konflikt als Chance zur positiven Veränderung. Leben Sie diese Einstellung täglich konsequent vor, und ihre Mitarbeiter werden ihnen folgen.

Attitüde-Tipp Nr.4: Die Kunst, „Nein“ sagen zu können

Stimmen Sie häufig zu und sagen zu allem und jedem „Ja“, einfach weil es Ihnen leichter fällt? Dies sollten Sie unbedingt ändern, wenn Sie Ihr Konfliktmanagement auf eine neue Stufe bringen wollen.

Trainieren Sie die Fähigkeit, auch einmal „Nein“ zu sagen. Suchen Sie sich hierzu gezielt Situationen, bei deren Vorstellung Sie sich ein wenig unsicher fühlen. Schauen Sie ihrem Gesprächspartner in die Augen und dann sagen Sie ruhig, aber bestimmt: „Nein“. Das ist einfacher, als Sie vielleicht jetzt noch denken.

Attitüde-Tipp Nr. 5: Wie Sie etwas sagen, macht den Unterschied

Natürlich ist es wichtig, welche Argumente Sie nutzen, und welche Rhetorik Sie verwenden. Aber mindestens genau so entscheidend ist die Art und Weise, wie Sie etwas sagen.

Achten Sie in den nächsten Gesprächen einmal bewusst auf die Tonalität Ihrer Stimme. Was tun Sie am Ende des Satzes? Geht die Betonung Ihrer Stimme eher nach oben, bleibt Sie neutral oder geht sie nach unten?

Wenn Sie nach oben geht, dann wirkt dass unbewusst wie eine Frage und ein neutrales Ende wie eine Feststellung. Wenn Sie hingegen das letzte Wort eines Satzes nach unten betonen, dann wirkt dies wie eine unbewusste Aufforderung und lässt Sie souverän und entschieden wirken.

Attitüde-Tipp Nr.6: Entscheiden Sie

Natürlich, wer niemals etwas entscheidet, der macht auch keine Fehler. Aber wohl nichts ist so unbefriedigend, wie eine Führungskraft, die nicht entscheiden will. Je mehr Entscheidungen Sie treffen, desto verlässlicher werden Sie für Ihre Gesprächspartner und schaffen dadurch Klarheit und Orientierung.

Faire und nachvollziehbare Entscheidungen lassen Sie sowohl souverän, als auch kompetent erscheinen. Und auch wenn Sie einmal eine unpopuläre Entscheidung treffen, dann wird man Sie trotzdem für die Fähigkeit schätzen, dass Sie überhaupt entschieden haben.

Trainieren Sie also Ihren „Entscheidungsmuskel“ und lassen Sie keine Gelegenheit aus, sich zu entscheiden, egal in welcher Situation.

Attitüde-Tipp Nr.7: Schaffen Sie Klarheit und Verlässlichkeit

Und wo wir schon beim Thema Entscheidungen sind: Treffen Sie eine Entscheidung immer sofort. Damit schaffen Sie Verlässlichkeit und Klarheit für Ihre Mitarbeiter. Auch wenn Sie einmal eine unangenehme Entscheidung treffen müssen.

Überlassen Sie das Zögern und Aussitzen lieber den anderen und begeistern Sie Ihr Umfeld mit Ihrer Umsetzungskompetenz.

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