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Kinder und Jugendliche in Social Media – Teil 1: Denn sie wissen nicht, was sie tun



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In den vergangenen Tagen und Wochen haben einige Nachrichten mich zum Nachdenken über ein Thema veranlasst, welches stets ein wenig vernachlässigt wird: Kinder und Jugendliche wachsen mit Facebook und Co. auf und nehmen dies als selbstverständlich hin. Ist dies aber wirklich so? Lauern dort nicht auch Gefahren? social-media-kinder2 Kinder und Jugendliche in Social Media - Teil 1: Denn sie wissen nicht, was sie tun


Hier schreibt für Sie: Katharina Heder ist Digital Media Manager & Consultant. Profil

Facebook und seine Verantwortung

In der vergangenen Woche erklärte Facebook, dass die geltenden Filtereinstellungen für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren aufgehoben werden sollen. Gegenwärtig sind Inhalte dieser Altersgruppen für Außenstehende zu deren Schutz nicht einsehbar. Dies wird sich dann verändern.

Gleichzeitig hat die Schwester von Mark Zuckerberg ein Buch über ein Mädchen geschrieben, welches seine Zeit mit technischen Geräten verschwendet. Das mit dem Titel Dot erscheinende Werk soll über Probleme von zu frühem Umgang mit technischen Geräten aufklären.

Warum Bevormundung sich lohnt

Gehen wir mal dazu zurück zur Zielgruppe, so gibt es doch Gründe, warum diese Form der Bevormundung Sinn macht: Im Alter zwischen 15 und 18 bewerben sich viele Jugendliche auf Praktika und Ausbildungsstellen. Dabei gehört es in vielen Firmen schon zum guten Ton mal zu schauen, was die Bewerber im Internet machen.

Neben der Gefahr auf Partybildern betrunken zu sehen zu sein, gibt es aber auch Äußerungen oder Inhalte, die man seinem potentiellen Arbeitgeber vielleicht besser nicht 1:1 zeigen sollte, wenn man sich bewirbt.

Privatsphäre-Einstellungen: Aber wie bedient man Sie

Nun kann man natürlich argumentieren, dass die Zielgruppe auch um die Privatsphäreeinstellungen weiß. Geht man jedoch davon aus, so zeigt sich vor allem eins: Die Meisten wissen vom Vorhandensein, aber weniger von der Bedienung.

Dies liegt nicht zuletzt an der fehlenden Medienkompetenz von Lehrern, Eltern und den Schülern selbst – getreu dem Motto: Woher nehmen und nicht stehlen, kann diese Umstellung ein böses Erwachen bedeuten. Was also können Sie tun, um die Kinder zu unterstützen? Das erfahren Sie morgen im zweiten Teil meines Beitrags.

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Die zunehmende öffentliche Transparenz unserer Persönlichkeit ist ein hohe Herausforderung an uns alle. Dies betrifft den alltäglichen Umgang mit Social Media von Seiten der Nutzer aber auch und vor allem von Seiten der Anbieter!
    Letztere, welche ihre hohe Verantwortung dem Individuum gegenüber, gerne zu Gunsten ihrer Gewinnoptimierung vernachlässigen.
    Eine Welt, in der wir offene Bücher sind für die internationale Öffentlichkeit.
    Massenexibitionismus, statt echter Austausch und echte Nähe.
    Ich mag mir nicht ausmalen, zu welchen psychosozialen Veränderungen dies noch führen wird, wie es unseren alltäglichen Umgang miteinander beeinflussen wird, wenn wir vergessen, dass die ganze Welt an unserem Leben teil hat.
    Die Chance, der internationalen Vernetzung versus virtueller Nacktheit.
    Gebt auf Euch und Eure Kinder Acht und lehrt sie, sich zu schützen und abzugrenzen, in einer Welt, in der es nur noch wenig Möglichkeiten aber immer noch genügend Gründe dafür gibt.

    • Simone Janson

      Hallo Jamila.
      danke für den brennenden Aufruf, dem ich nur zustimmen kann.
      Vor allem der Aspekt der psychosozialen Wandlungen scheint mir noch zu wenig untersucht. Ich möchte an der Stelle nur auf die Untersuchungen von Sherry Turkle verweisen.

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