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Karriereplanung – Der blinde Fleck deutscher Führungskräfte 1/3: Mit Strategie zum Ziel



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Deutsche Führungskräfte haben einen blinden Fleck, wenn es um Karriereplanung geht:  Nachwuchstalente richten ihren Blick überwiegend nach außen – zu anderen Arbeitgebern und vermeintlich besseren Positionen. Eine interne Karriere gilt als spießig und einfach nicht mehr state-of-the-art, der Blick auf interne Laufbahnen wird deshalb meist vernachlässigt.


Hier schreibt für Sie:

97 Maike DietzMaike Dietz ist Karrierecoach & Personalberaterin und war mehr als 7 Jahre bei Daimler tätig.

Profil

Alte Hasen mit Klammer-Reflex

Die alteingesessenen Führungskräfte machen das Gegenteil: Sie kennen noch Zeiten, in denen angehende Talente „von der Pike auf“ lernten und dann im Unternehmen aufstiegen.

Also klammern sie sich an die interne Karriere, kämpfen oft um jedes Pöstchen und jeden Posten und verlieren dabei echte Alternativen aus den Augen, intern wie extern. Ihr blinder Fleck sind oft externe Karrierealternativen.

Führungskräfte mit blindem Fleck bei der Karriereplanung

Grundsätzlich gilt: Im Schnitt beschäftigen sich sowohl Berufseinsteiger als auch „alte Hasen“ zu wenig mit ihrer eigenen Karriere – von einem klugen Selbstmarketing und einer ausgearbeiteten langfristigen Strategie ganz zu Schweigen. Doch die braucht es, um Karriere zu machen – egal ob intern oder extern.

Daher möchte ich vor allem angehenden und junge Führungskräften zwei praktische Tipps mit auf den Weg geben: Immer auch die Karrierstrategie im Auge behalten und dabei auch auch Input von außen achten.

Praxis-Tipp 1: Zeit für Reflexion einräumen!

Aufstrebende Talente oder junge Führungskräfte verbringen die meiste Zeit in Meetings und Besprechungen, nehmen Termine bei Kunden und externen Partnern wahr und versuchen dem Alltagsstress Herr zu werden – um über Strategien für die eigene Zukunft nachzudenken, bleibt dabei kaum Zeit. Regelmäßiger Rückzug und Zeit zur Reflexion ist allerdings wichtig für die weitere Karriereplanung.

Junge Führungskräfte müssen es schaffen, sich regelmäßig Zeiten einzuplanen, um konzentriert über ihre Ziele und Entwicklung nachdenken zu können. Das gelingt allerdings nicht, wenn sie nahezu rund um die Uhr für ihr Team, Kollegen und Vorgesetzte ansprechbar sind.

Am sinnvollsten ist es, sich feste Termine einzuplanen und diese genauso ernst zu nehmen wie einen Geschäftstermin. Wichtig ist, konsequent zu bleiben und an diesen Tagen tatsächlich zur geplanten Zeit das Büro zu verlassen; oder aber später zur Arbeit zu gehen, falls die Tätigkeit diese Freiheit zulässt! Diese geblockte Zeit ist dann ausschließlich für die eigene Reflexion bestimmt – und sollte nur im Notfall verschoben werden.

Praxistipp 2: Mit Input von außen die interne Karriere beflügeln

Wer als Nachwuchstalent erfolgreich sein will und vorankommen möchte, muss nicht automatisch den Arbeitgeber wechseln. Oft reicht schon ein kleiner Impuls von außen, um neue Facetten bzw. andere Herausforderungen für die eigene Position zu entdecken. Wie das gelingen kann?

Sich beispielsweise in firmenübergreifenden Fachkreisen engagieren! Dadurch wird nicht nur der fachliche Horizont erweitert, sondern Nachwuchskräfte erhalten vor allem Einblick in die Themen und Abläufe anderer Unternehmen – sie erkennen so Trends, die für das eigene Unternehmen und Vorankommen interessant sein könnten.

Daraus wiederum entstehen leicht Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten, die dann dem gesamten Team präsentiert werden können. So ergeben sich oft ungeahnte Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des eigenen Aufgabenbereiches.

Weshalb auch ein Blick ins eigene Unternehmen für Berufseinsteiger und angehende Führungskräfte interessant sein kann, erfahren Sie in Teil 2 der Artikelserie.

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