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Karriereplanung – Der blinde Fleck deutscher Führungskräfte 2/3: 6 Praxistipps für den Erfolg



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Jobhopping, alle zwei bis drei Jahre eine neue Stelle – das scheint vermehrt das Credo angehender Führungskräfte und Talente zu sein. Eine interne Karriere wird oft als wenig erstrebenswert angesehen und als Karrierealternative vernachlässigt. Und auch eine Strategie gibt es oft nicht.

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Hier schreibt für Sie:

 

97 Maike DietzMaike Dietz ist Karrierecoach & Personalberaterin und war mehr als 7 Jahre bei Daimler tätig.

Profil

Die Fakten

Fakt ist, die Wenigsten Führungskräfte haben eine langfristige Strategie für ihre berufliche Laufbahn.

Doch die ist wichtig, um im Job voranzukommen. Daher hier nun 6 ausführliche Praxistipps für angehende und junge Führungskräfte.

Praxistipp 1: Nach internen Alternativen Ausschau halten!

Anstelle Job-Hopping zu betreiben und eine lange Liste an Positionen aufweisen zu können, die auf den ersten Blick imposant klingen, kann durchaus ein Blick ins eigene Unternehmen lohnen:

  • Welche Karrierealternativen gibt es?
  • Oft haben neue Aufgaben und Fachgebiete ihren Reiz – ist Jobrotation im Unternehmen möglich?
  • Steht der nächste Schritt in eine (umfangreichere) Führungsposition an oder kommt eine Fachkarriere in Frage?

Praxistipp 2: Interne Netzwerke pflegen

All diese Themen können angehende Führungskräfte mit ihrem Vorgesetzten besprechen. Denn auch für ihn ist es wichtig, die Ziele der Mitarbeiter zu kennen, um diese unterstützen zu können. Regelmäßige Gespräche (einmal im Jahr) zur eigenen Entwicklung sind in vielen Unternehmen üblich und können auch eingefordert werden.

Daneben gibt es in der Regel interne Stellenausschreibungen, die Vakanzen im eigenen Unternehmen aufzeigen. Die Pflege eines guten internen Netzwerkes ist außerdem sinnvoll, da Führungskräfte darüber sehr frühzeitig erfahren können, wo eine zusätzliche Stelle geschaffen wird oder eine Neubesetzung geplant ist.

Praxistipp 3: Sich mit der eigenen Entwicklung beschäftigen!

Unabhängig davon, ob Berufseinsteiger und junge Führungskräfte intern oder extern Karriere machen möchten, ist das Wichtigste, sich mit der eigenen Entwicklung zu beschäftigen – und das möglichst früh.

Es gilt, sich folgende Fragen zu stellen:

  • Was ist das Ziel? Wie viel (Personal-)Verantwortung möchte der Berufseinsteiger übernehmen?
  • Ist eine Führungslaufbahn tatsächlich der richtige Weg – oder ist eine Fachlaufbahn vielleicht nicht die bessere Entscheidung?
  • Lieber eine Karriere in einem Konzern oder bei einem familiengeführten Mittelständler?
  • Ist es wichtig, in Linie zu führen oder ist Projektmanagement die bessere Lösung?

Am besten ist es, die Überlegungen schriftlich und so detailliert wie möglich festzuhalten, denn sie bilden den Grundstock für die Karriereplanung und können im Laufe des Lebens an neugewonnene Erkenntnisse angepasst werden.

Praxistipp 4: Persönliche Fähigkeiten & Fachkompetenzen erkennen

Im nächsten Schritt lohnt es sich für angehende Führungskräfte festzulegen, welche persönlichen Fähigkeiten und fachlichen Kompetenzen es braucht, um Ziele zu erreichen.

  • Welche davon sind bereits vorhanden und welche können wie und wo erlernt werden?
  • Welche wirklichen Talente können sie einsetzen und inwieweit müssen diese ausgebaut werden?
  • Ist ein Aufbaustudium oder eine berufsbegleitende Weiterbildung notwendig?
  • Sollten aufstrebende Talente vielleicht für eine gewisse Zeit ins Ausland wechseln, um für den Traumjob gut aufgestellt zu sein?

Praxistipp 5: Persönliche Fähigkeiten & Fachkompetenzen erkennen

Besonders wichtig für eine Führungslaufbahn ist zudem die Auseinandersetzung mit dem Thema Führung:

  • Was ist in diesem Zusammenhang wichtig?
  • Was bedeutet Führung?
  • Passt das zur gelebten Führungskultur im Unternehmen?
  • Warum eine Karriere als Führungskraft?

Neben der Selbstreflexion hilft hier auch der Austausch mit engen Freunden und ein Abgleich, ob die Selbsteinschätzung realistisch ist. Ein Coach kann hier professionelle Unterstützung leisten.

Praxistipp 6: Szenarien für die nächsten Jahre entwerfen

Danach sollten Talente und junge Führungskräfte Szenarien für die nächsten drei, fünf und zehn Jahre entwerfen und mindestens einmal pro Jahr überprüfen, ob sich ihre Ziele realisieren lassen konnten oder Prioritäten anders verteilt werden müssen:

  • Welche Ziele habe ich?
  • Passt mein Weg noch zu diesen Zielen?
  • Welche Alternativen gibt es?

In Teil 3 der Artikelserie lesen Sie, weshalb es für erfahrene Führungskräfte wichtig ist, ihren Blick für Karrierechancen außerhalb des eigenen Unternehmens zu schärfen.

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