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Blogger-Standard-Werk mit kleinen Mankos: Blog-Boosting


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Michael Finkes war mit Blog-Boosting angetreten, das ultimative Blogger-Standard-Werk zu schreiben. Das ist ihm zum Teil gelungen. Leider gibt es aber auch ein paar Mankos.

Standard-Werk für Blogger?

Zugegeben, eine Rezension über ein Buch, das schätzungsweise vor zwei Jahren geschrieben wurde, ist ein wenig fies: Denn gerade im schnellebigen Online-Marketing ist das eine Ewigkeit. Doch weil Blog-Boosting als Standardwerk für Blogs verkauft wird, muss sich das Buch diese Kritik leider gefallen lassen.

Das Positive vorweg: Das Buch kann seinem Anspruch, ein Standardwerk zu sein, in weiten Teilen gerecht werden. Es bietet umfassende Infos zu allen Belangen des Online- und Blog-Marketing.

Ein Füllhorn an Ideen

Vermarktungsstrategien, Erfolgsmessung und Monetarisierung des Blogs werden ebenso ausführlich behandelt wie Gestaltung und Inhalt. Ein wahres Füllhorn an Ideen und Tipps.

Bei Letzterem liegt der große Verdienst von Firnkes‘ Buch: Er macht immer wieder klar, dass es nicht um kurzlebige Tricks und schnelle Erfolge geht, sondern um langfristige Leser-Bindung.

Pluspunkt: Wie man Leser & Kooperationspartner gewinnt

Daher gibt es ausführliche Kapitel darüber, wie man Leser zu Kunden macht und Kooperationspartner findet. Mir hat Firnkes auf diese Weise klar gemacht, wie wichtig es ist, die Leser mit der Nase auf „Call-to-Action-Aktionen“ oder „Ähnliche Beiträge“ zu stoßen.

Denn nun auf diese Weise lassen sich Bounce-Rate oder der Verkauf von z.B. Büchern zu erhöhen – natürlich, ohne das Blog gleich überladen wirken zu lassen, was stets eine Design-Frage ist.

Minuspunkt: Google-Updates & SEO

Leider hat das Buch auch eine große Schwäche: Da es bereits vor zwei Jahren geschrieben wurde, berücksichtigt es nicht die immensen Veränderungen, die sich durch das Panda- und Pinguin-Update im Google-Ranking ergeben haben.

Zum einen, weil viele der kleinen Tricks, die Firnkes anpreist, nicht mehr funktionieren, wie etwa zufällig oder regelmäßig wechselnde Seiteninhalte. Google lässt sich heute einfach nicht mehr so schnell überlisten.

Manche Tipps sind sogar schädlich

Aber es kann auch schwerwiegendere Folgen haben: Zum Beispiel bin ich Firnkes‘ Ratschlag gefolgt und habe meine Kommentare eine zeitlang auf Do-Follow gesetzt, um den Anreiz zum Kommentieren zu erhöhen.

Die Folge: Eine immense Verschlechterung meines Rankings. Was was passiert? Ich hatte plötzlich zu viele tote Links auf der Seite und die ziehen seit dem Pinguin-Update die Seite ganz erheblich nach unten.

Fazit: Standard-Werk vor allem für Blog-Anfänger

Gerade an solchen Beispielen zeigen sich die Schwierigkeiten eines Standard-Werks: Jeder Blog ist einzigartig, hat unterschiedliche inhaltliche und technische Voraussetzungen. Ein Standard-Werk für alle zu schreiben, ist daher schwierig bis unmöglich.

Vor allem für Blog-Anfänger bietet Blog-Boosting jedoch jede Menge Tipps. Allerdings: Nach einer Einarbeitungsphase sollte man seinen eigenen Weg gehen.

Hier schreibt für Sie:

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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  2. Michael Firnkes

    Vielen Dank für die Rezension, vor allem für die Kritikpunkte. Das zeigt mir doch, dass ich in der Folgeauflage differenzierter auf beide genannten Punkte (dynamische Inhalte + DoFollow-Kommentare) eingehen muss. Beide funktionieren bei mir und auch bei vielen Bloggerkollegen nach wie vor, trotz oder gerade mit den Google Updates. Aber es gibt eben auch Fallstricke zu beachten, wie die „toten Links“. Obwohl ich mir nur schwer vorstellen kann, dass alleine hierdurch das Ranking deutlich nach unten ging? Egal. Ein Update folgt.

    • Simone Janson

      Hallo Herr Firnkes,
      Ich denke, es liegt auch einfach daran, dass das Schreiben/Erscheinen des Buches mit diversen Google-Updates zusammenfiel, deren einschneidende Änderungen man nicht vorhersehen konnte.

      Und ja, bei den toten Links bin ich ganz sicher:
      Zunächst hatte ich die Kommentar auf Dofollow gesetzt, weil ich die Idee auch für nachvollziehbar und gut halte. Allerdings sind bei mir dann die Zugriffszahlen drastisch eingebrochen. Ich habe das wieder geändert und die Zahlen haben sich sofort wieder erholt.
      Vor ein paar Monaten dann habe ich irgendwo den Hinweis gelesen, man solle die toten Links herausnehmen. Ich habe daraufhin mit dem Plugin Broken Link Checker tausende von toten Links entfernt – was wiederum eine erhebliche Verbesserung meiner Zugriffszahlen zur Folge hatte. Ich glaube, die Verlinkung ist nach dem Pinguin-Update noch deutlich wichtiger geworden.

      • Michael Firnkes

        Hallo Frau Janson,

        vielen Dank für den sehr wertvollen Hinweis, den ich in dieser Dimension so noch nicht gehört hatte, der aber doch einige Blogger betreffen dürfte. Ich selbst hatte Portale mit bis zu einigen Hundert broken Links – die ich dann mit dem Broken Link Checker bereinigt hatte – ohne sichtbare Effekte davor/danach (auch nicht vor/nach den Google Updates). Aber bei einigen Tausend Verweisen spielt dies demnach nicht nur gefühlt sondern auch nachweislich eine deutlich höhere Rolle.

        Generell ist heutzutage die Frage DoFollow/NoFollow aus diversen Gründen anders zu beurteilen. Ich baue dies in die Folgeauflage ein, die voraussichtlich Ende des Jahres erscheinen wird.

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