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Über die vermeintliche Ineffizienz des Bloggens – 2/2: Bloggen als Marketing-Instrument?



Voriger Teil



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Im ersten Teil dieser Mini-Serie habe ich ja schon angedeutet, dass Bloggen gerne als ineffiziente Methode im Marketing-Mix gesehen wird. Doch welche Gründe sprechen eigentlich genau dafür? seo-traffic Über die vermeintliche Ineffizienz des Bloggens - 2/2: Bloggen als Marketing-Instrument?


Hier schreibt für Sie:

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Kritik zu einfach gedacht

Das gern genannte Argument, Bloggen sei zu wenig zielgerichtet und daher ineffizient, Klingt zunächst einmal logisch – und doch möchte ich widersprechen. Denn das ist zu kurzfristig und zu einfach gedacht.

Um im Beispiel mit dem Direkt-Mailing und eMail-Verteiler zu bleiben: Eine eMail zum passenden Zeitpunkt an die richtige Person gerichtet kann zum gewünschten Ergebnis führen. Viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass solche – häufig als Massen-eMails versendete Nachrichten – ungelesen in Papierkorb landen.

Zielgerichtet Personen ansprechen ist sicher eine gute Marketing-Methode, sofern die Ansprache individuell und im Idealfall persönlich erfolgt.

Warum Bloggen effizienter ist

In allen anderen Fällen finde ich Bloggen effizienter. Der Grund: Die Auffindbarkeit via Google garantiert, dass auch Menschen Angebote finden, die man mit seinem Mailing gar nicht erreicht hätte – und zwar genau in dem Moment, wenn sie diese auch benötigen und aktiv danach bei Google suchen.

Denn das Timing ist entscheidend für den Erfolg: Selbst wenn z.B. eine eMail im den Ordner „interessant für später“ abgelegt wird, erinnert sich hinterher keiner mehr daran. Viel eher wird dann, wenn das Thema aktuell wird, eben doch Google angeworfen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. 1 zu 0 fürs Bloggen.

Kostet Bloggen mehr Zeit als andere Marketing-Maßnahmen?

Auch dass Bloggen mehr Zeit kostet, kann ich so nicht bestätigen. Natürlich kostet es Zeit. Jedoch ist es doch weitaus zeitaufwändiger, zig am persönliche Ansprechpartner gerichtete eMails zu verschicken, dann keine Antwort zu erhalten, nachzufassen usw. Durch das Bloggen stellen die Interessierten Kunden ihre Anfrage direkt an mich.

Die Absprache über den Auftrag ist dann oft nur noch eine Formalität. Oder aber man kommt durch das Blog mit interessierten Kooperationspartnern ins Gespräch und daraus ergeben sich neue Ideen und Aufträge. Die nerven- und zeitaufwändige Kaltakquise, die oftmals sinnlos im Orbit verhallte, kann ich mir auf diese Weise schlicht schenken.

Bloggen – besser im eigenen Blog

Gerne wird an der Stelle auch von Marketing-Verantwortlichen angemerkt, dass man genau so gut Facebook, Google+ oder bis vor kurzem auch Xing-Themen wie ein Blog nutzen könnte. Was für eine Milchmädchen-Rechnung das sein kann, hat nun gerade Xing gezeigt, das dieser Tage sein Feature Xing-Themen wieder schließt.

B E R U F E B I L D E R . D E-Leser Lars Hahn hat in seinen beiden Kommentaren auch eindringlich beschrieben, welche Probleme entstehen können, wenn der Betreiber plötzlich beschließt, so eine Funktion einfach zu schließen – von heute auf morgen ist der so sorgsam gepflegte Marketing-Kanal dann einfach nicht mehr da:

Ich traf nach meinem Kommentar auf eine Recruiterin, die hatte quasi ihr Corporate Blog bei XING-Themen. Jetzt nicht mehr. Jetzt hat sie nen eigenes.

Warum bloggen Sie?

Dann doch besser gleich ein eigenes Blog, auf dem man nach eigenem Gusto schalten und walten kann. Und warum bloggen Sie? Oder warum bloggen Sie noch nicht bzw. nicht mehr?

Planen Sie in nächster Zeit Bloggen als Marketing-Maßnahme in Ihrem Unternehmen einzuführen? Oder scheuen Sie noch die Investition? Und welche Argumente dafür oder dagegen haben Sie?

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