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Selbstmarketing & Netzwerken für Introvertierte – 2/2: 6 Strategien für Introvertierte



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Um sich als leiser Mensch in einer lauten Welt wohl zu fühlen und erfolgreich zu sein, helfen Ihnen die Networkingtipps für extrovertierte, wie sie in vielen Ratgebern gegeben werden, kaum weiter. Was Sie brauchen, ist eine ganz eigene Strategie, mit deren Hilfe Sie ab sofort konkret und „leise“ netzwerken können.


Hier schreibt für Sie:

 

81 Dr. Sylvia LöhkenDr. Sylvia C. Löhken ist promovierte Sprachwissenschaftlerin und gehört zu den bekanntesten Introversions-Experten.

Profil

Was ich Ihnen dabei an die Hand geben möchte, ist her eine erste Planung: Beginnen Sie am besten sofort mit der Umsetzung eines einzigen Punktes: So kommen Sie in Bewegung. Viel Erfolg dabei!

Strategie 1: Setzen Sie sich konkrete Ziele

Bei einer zielorientierten Planung kommen Ihnen Ihre analytischen Fähigkeiten zugute, die viele leise Menschen haben. Doch auch das Streben nach dem Wesentlichen und Ihre Fähigkeit zur Konzentration nutzen Ihnen.

Werden Sie sich daher klar, welche Ziele Sie mit Ihren Netzwerkaktivitäten verfolgen. Sind es private Ziele (wie zum Beispiel Entlastung, persönliche Entwicklung, gemeinsame Impulse) oder berufliche Ziele (kollegiale Kontakte, Informationsaustausch, Weiterbildung)? Nun können Sie definieren, welche beruflichen oder privaten Netzwerke für Sie interessant sind und wo es sich lohnt, Energie, Zeit und Geld zu investieren.

Strategie 2: Definieren Sie Ihre Ressourcen

Als leiser Mensch wissen Sie besonders gut, dass die Ressourcen, die Sie zum Netzwerken brauchen, begrenzt sind. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich in diesem zweiten strategischen Schritt bewusst entscheiden, wozu und in welchem Umfang Sie Zeit, Energie und Geld „ausgeben“ wollen.

Fragen Sie sich also, wie viel Zeit (pro Tag/Woche/Monat) und Geld (zum Beispiel für Mitgliedsbeiträge, Reisekosten, Verpflegung, Teilnahmegebühren) Sie in Ihre privaten bzw. beruflichen Netzwerkaktivitäten investieren wollen. Grundregel: Je wichtiger das Netzwerk, desto mehr Ressourcen sollten Sie einsetzen.

Strategie 3: Machen Sie Bekannte miteinander bekannt

Haben Sie Menschen in Ihrem Bekanntenkreis, von denen Sie glauben, dass sie sich etwas zu sagen haben und voneinander profitieren könnten? Dann bringen Sie sie in Verbindung. Kommunizieren Sie über soziale Medien und im Gespräch, wenn einer Ihrer Kontakte etwas Interessantes veröffentlicht oder erreicht hat: sei es ein Buch, ein Interview oder eine Ehrung (wie etwa ein Preis).

So machen Sie Ihre Bekannten bekannter. Mit positiven Hinweisen auf andere und durch aktive Verbindungsstiftung treten auch Sie positiv in Erscheinung: Sie schaffen für die Beteiligten einen Nutzen und werden selbst sichtbar als jemand, der gerne andere sichtbar macht und ihnen nutzt.

Strategie 4: Bitten Sie Bekannte darum, Sie mit jemandem bekannt zu machen

Diese Strategie funktioniert ausgezeichnet auch bei hochrangigen Personen, auf die sehr viele Menschen zugehen und die zu kontakten nicht ganz stressfrei ist. Ein gemeinsamer Bekannter oder eine Bekannte wirkt hier als Vermittler Wunder.

Sie tragen Ihrerseits zum Gelingen bei, indem Sie sich einen guten Einstieg ins Gespräch überlegen. Halten Sie aber vorher für sich fest, wen Sie vorgestellt bekommen möchten, wer Ihnen diese Person vorstellt und vor allem, was Sie sich davon versprechen.

Strategie 5: Seien Sie beständig

Gutes Netzwerken lebt vor allem von Beständigkeit. Dies bedeutet zweierlei:

  • Erstens sollten Sie über einen längeren Zeitraum hinweg in einem Netzwerk aktiv sein. Erst dann können Sie die echten Vorteile wahrnehmen, und Ihre Beziehungsarbeit trägt Früchte. Die typische leise Stärke „Beharrlichkeit“ kommt Ihnen dabei zugute.
  •  Zweitens bedeutet Beständigkeit, dass Sie Ihre Kontakte geduldig aufbauen und pflegen. Dazu gehört, dass Sie mit den Menschen kommunizieren, die Sie in dem jeweiligen Netzwerk interessant finden.

Strategie 6: Bleiben Sie UptoDate

Diese Strategie schließt quasi nahtlos an die vorherige an. Denn wenn Sie mit Beständigkeit Erfolg haben wollen, setzt das voraus, dass Sie nach den Veranstaltungen regelmäßig Buch führen:

  • Wen haben Sie getroffen?
  • Was finden Sie interessant?
  • Welche Informationen über Ihren Gesprächspartner wollen Sie behalten?

Viele erfahrene Netzwerker nutzen dazu digitale Netzwerke wie XING und LinkedIn. Außerdem gibt es viele Kontaktmanagement-Programme und Apps, aber auch E-Mail-Programme mit Kontaktmanagement-Optionen, die Sie nutzen können.

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