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Schlagfertigkeit ist, was einem hinterher einfällt: Ohne Keule im Meeting-Raum


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Schlagfertigkeit ist das, was einem hinterher einfällt, hat einmal ein Kabarettist gesagt. Höchstens man lernt, die Situationen zu durchschauen und sich auf Querschläger gezielt vorzubereiten. Wie das geht, schreibt Dr. Ingeborg Rauchberger in ihrem Buch „Schlagfertigkeit war gestern.“

Ohne Keule im Meeting-Raum

Mag sein, dass uns schlagfertige Personen mit ihrem Wortwitz auf Partys gut unterhalten. Im Business haben rhetorische Überlegenheitsgesten nichts verloren, meint Dr. Ingeborg Rauchberger.

Mit ihrem Buch „Schlagfertig war gestern“ zeigt die Autorin, wie Sie ohne verbale Schnellschüsse überzeugen und Dampfplauderer ganz alt aussehen lassen – im Büro und im Freundeskreis.

Schlagfertigkeit = Hilflosigkeit?

Im Wort „schlagfertig“ steckt nicht zufällig der Begriff „Schlag“. Rauchberger enttarnt die vermeintlich geistreichen Spontanäußerungen als Gesten von Aggression und mitunter auch Hilflosigkeit.

„Denn vieles, was wir als Schlagfertigkeit zu hören oder empfohlen bekommen, ist nichts anderes als eine dicke, große, stachelige Keule“.

Bescheidenheit ist eine Zier…

Gerade im Dialog mit Kunden, Lieferanten oder im Jour fixe mit dem Chef sind andere Tugenden gefragt, will man nicht binnen weniger Augenblicke seine Ausgangsposition verspielen.

Anhand zahlreicher Beispiele aus der eigenen Coaching-Praxis, kleinen Mitmach-Übungen, Skizzen und weit mehr als 100 Profitipps weist Rauchberger den Weg zu erfolgreichen Verhandlungen.

Hart in der Sache, weich in der Person

Die Ausgangsposition lautet dabei „Hart in der Sache – aber weich zur Person“. Bringen Sie Ihrem Partner den Respekt entgegen, den Sie auch für sich selbst wünschen, selbst wenn die Positionen weit auseinanderliegen.

Ein gesundes Maß an Bescheidenheit gehört zwingend dazu. „Wer sich selbst überhöht, läuft Gefahr von anderen geschrumpft zu werden, damit die Größenverhältnisse wieder stimmen“

Roter Faden mit persönlicher Note

Formulieren Sie vor Verhandlungsbeginn Ihr Traumziel, denken Sie aber auch gleich Alternativen mit, und planen Sie Zwischenetappen ein. Eine Verhandlungspause muss nicht mit einem Scheitern gleichbedeutend sein.

Ein angenehmes, persönliches Klima zahlt sich langfristig aus. Nur sollten Sie dabei niemals den roten Faden aus den Augen verlieren. „Je besser ich meine Interessen kenne, desto treffender sind die Ziele und Alternativen, die ich mir setze. Je besser ich die Interessen der anderen Seite kenne, desto zündender sind meine Argumente.“

Geschrieben von:

 

38 Wolfgang HanfsteinWolfgang Hanfstein ist u.a. Mitbegründer und Chefredakteur von Managementbuch.de, der führenden Buchhandlung für Führungskräfte, Unternehmer und Selbständige.

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