EnglishGerman

Serie – Wenn der Prüfer zweimal klingelt: Wie schützen Sie sich vor einer Steuerprüfung?



Voriger Teil Nächster Teil



Top500 & größtes englisches Blog zum deutschen Arbeitsmarkt (Quellen: DIE ZEIT, Wikipedia, dpa) mit News-Dienst Best of HR. Wir begleiten Kunden seit 15 Jahren im Wandel der Arbeitswelt - mit Beratung, Seminaren & passenden Locations.

Heute komme ich zum Kern meiner Reihe, nämlich das was Unternehmen beim Thema Steuerprüfung am meisten interessiert: Wie kann ich mich eigentlich davor schützen, vom Finanzamt geprüft zu werden, wie kann ich vorbeugen? Denn es gibt bestimmte Maßnahmen, mit denen ein Prüfungsrisiko minimiert werden kann.


Hier schreibt für Sie:

 

58 Reinhard SchinkelReinhard Schinkel ist laut Handelsblatt einer von Deutschlands besten Steuerberatern und Fachautor für Steuerrecht.

Profil

Welche Situationen sollte man vermeiden?

Zunächst sollte man die besonderen Umstände/Anlässe kennen, unter denen das Finanzamt genauer hinschaut – und die daher typische Situationen sind, die man vermeiden sollt. Besondere Umstände bzw. Anlässe für eine Prüfung könnten sein:

  • Hohe Geldeinlagen in das Betriebsvermögen bei gleichzeitigem niedrigem Privatvermögen.
  • Verluste über mehrere Jahre.
  • Vermögenszuwachs ohne entsprechende Einnahmen.
  • Der Gewinn deckt nicht die normalen Lebenshaltungskosten.
  • Das Einkommen steht in keinem Verhältnis zum (kostspieligen) Lebensstil.
  • Der Gewinn entspricht nicht dem Branchendurchschnitt: Gewinnrichtsätze
  • Starke Umsatzschwankungen ohne erkennbaren Grund.
  • Einlage oder Entnahme von Immobilien (Immobilienbewertung) in bzw. aus dem Betriebsvermögen.
  • Aufgabe des Betriebes oder Änderung der Rechtsform.
  • Steuerliche Verpflichtungen werden nicht erfüllt bzw. nicht pünktlich, wie z.B. Umsatzsteuer-Voranmeldungen.
  • Vorherige Betriebsprüfungen führten zu erheblichen Steuernachzahlungen.

Achtung Risikoanalyse des Finanzamtes

Worauf sollte man als Unternehmer achten, um bei der sogenannten Risikoanalyse des Finanzamtes nicht aufzufallen?

  • regelmäßige Abgabe der Erklärungen und Gewinnermittlungen innerhalb des gesetzlichen Abgabezeitraumes
  • Keine auffällig hohen Steuernachzahlungen oder Erstattungen im Rahmen der Veranlagung

Tipps zur Risikominimierung

Was kann man noch tun, um eine Steuerprüfung zu vermeiden? Einige Tipps:

  • Zum Beispiel Umsatzsteuer, lieber eine korrigierte Umsatzsteuervoranmeldung für den Dezember des Jahres einreichen, als mit der Jahreserklärung die Forderung/ das Guthaben ausweisen
  • Zum Beispiel Einkommensteuer/Körperschaftsteuer/Gewerbesteuer
  • Frühzeitig Anpassungsanträge stellen bzw. bei hohen Nachzahlungen einen Antrag auf zusätzliche Zahlung (5. Vorauszahlung) stellen. Das hat auch den Vorteil einer eventuellen Verzinsungspflicht aus dem Wege zu gehen.
berufebilder

Mehr Informationen? Nutzen Sie unsere Online-Kurse oder persönliche Beratung - die erste halbe Stunde ist umsonst!


Der Debatten-Monitor bündelt 25.000+ Leserstimmen zu unseren Beiträgen auf Best of HR - Berufebilder.de, in Social Media & im Netz - aktuelle Debatten abonnieren. Viele unserer Beiträge entstehen durch Leser-Anregung: Schlagen Sie Ihr Thema vor!

Meinungen abonnieren per RSS oder (erforderliche URL!) Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Fotos sind via Gravatar möglich, Ihre eMail-Adresse bleibt geheim.

    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Liane Wolffgang

    Serie – Wenn der Prüfer zweimal klingelt: Wie schützen Sie sich vor einer Steuerprüfung?: Heute komme ich zum Ke…

  2. Simone Janson

    Serie – Wenn der Prüfer zweimal klingelt: Wie schützen Sie sich vor einer Steuerprüfung?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.