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Warum wir in unserem Leben selbst Regie führen sollten: Lernen vom Märchenprinz



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Menschen mit einem hohen Grad an Selbstwirksamkeit sind tatsächlich die erfolgreicheren. Dass Menschen auch glücklicher sind, wenn sie als Gestalter ihres eigenen (Berufs-)Lebens verstehen, ist sicherlich ebenfalls keine Überraschung. Ganz so wie die Prinzen im Märchen.


Hier schreibt:

84 Tom DiesbrockTom Diesbrock ist Psychologe, Berater, Teamentwickler und Buchautor.

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Prinz oder Memme?

Prinzen sind gewöhnlich lange unterwegs, bis sie finden, was sie suchen. Prinzessinnen, Königreiche, Schätze und was es auch immer in Märchen zu finden gibt. Dabei haben sie sich mit Widerständen und Widrigkeiten herumzuärgern, was sich aber am Ende natürlich auszahlt, weil die Akteure glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben.

Mir ist kein Märchen bekannt, in dem der Prinz in seinem Schloss kreuzunglücklich am Pool sitzt und einfach nur wartet – weil er keine Ahnung hat, wonach und wo er suchen könnte:

„Sein oder nicht sein? Prinzessinnen soll’s da draußen geben? Mag ja sein. Aber was, wenn nicht? Und wenn ich mich verlaufe? Aber es ist so öde hier, und ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste. Und die Drachen? Hab ja ein bisschen Angst vor denen. Mal vor’s Burgtor schauen? Könnte ich tun. Aber bringt das was? Vielleicht kommt mir morgen eine gute Idee. Oder irgendein Zauberer oder sonst jemand schaut vorbei und sagt mir, was ich tun soll. Guter Plan. Mann, ist das öde hier.“

Komparse oder Regisseur?

Prinzen im Märchen sind eher Regisseure, die ihr Leben aktiv selbst in die Hand nehmen. Viele andere sind eher Komparsen, die passiv darauf warten, dass sich etwas ändert.

Die Frage, die sich allerdings jeder stellen sollte ist, ob er in seinem Leben eher Komparse oder Regisseur ist. Wenn Sie sich jetzt entscheiden müssten – ganz ehrlich: Zu welcher Haltung neigen Sie mehr?

Denkmuster ändern dank Neuroplastizität

Egal wie Sie sich einschätzen, die gute Nachricht lautet: Auch wenn wir uns bisher weniger selbstwirksam sehen, als es gut für uns ist, muss dies nicht zwangsläufig so bleiben!

Die Neuroplastizität unseres Gehirns, das ist die Fähigkeit, lebenslang zu lernen, gibt uns die Möglichkeit, auch eingeschliffene Denkmuster zu verändern. Denken Sie an den Autobahnvergleich des Neurobiologen Gerald Hüther – es ist in erster Linie eine Frage des Willens und des Engagements.

Je länger das Pferd tot ist, desto reaktiver Ihre Haltung

Wenn Sie schon länger an einem unbefriedigenden Job festhalten, ist es höchste Zeit, einmal darüber nachdenken, wie aktiv oder reaktiv Ihre Karrierestrategie bisher war. Auch wenn Sie es vielleicht nicht gern lesen:

Je länger Ihr Pferd schon tot ist, desto reaktiver ist wahrscheinlich Ihre Haltung, desto mehr werden Sie von Ihrem »inneren Komparsen« regiert. Alle »Gründe, ein totes Pferd zu reiten« sind schließlich Komparsen-Argumente.

Komparsen gewinnen weder Blumentöpfe noch Prinzessinen

Mit einer ausschließlich reaktiven Karrierestrategie ist heute einfach kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Die Zeiten, in denen man einmal im Leben auf nur ein Pferd setzen musste, sind definitiv vorbei.

Jeder von uns ist gefragt, sich um das eigene Karrieremanagement zu kümmern, und das gilt nicht nur für die Jobs ganz oben auf der Karriereleiter. Je mehr wir uns trauen, die Regie über unsere Karriereplanung zu übernehmen, desto weiter werden wir es bringen und desto mehr Spaß werden wir dabei haben!

Der irgendwann-werde-ich-berühmt-Traum

Ach ja: Unter Komparsen – beim Film und im Beruf – ist der Traum weit verbreitet, eines Tages doch noch entdeckt zu werden. Dann wird jemand ihre Qualitäten ganz plötzlich erkennen und ihnen die große Chance geben.

Dafür ist es natürlich nicht nötig, selbst aktiv zu werden – es reicht, sich in der dritten Reihe möglichst dekorativ zu platzieren und zu warten. Ein wirklich schöner Traum . Wie wenig davon Realität ist und dass man in Wahrheit davor scheut, von einem totel Pferd zu steigen, das werde ich in den kommenden Tagen in einer Serie auf B E R U F E B I L D E R . D E zeigen.

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