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Was soll ich studieren: Wirtschaftsrecht studieren



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Im dritten Teil meiner Serie „Was soll ich studieren?“ (siehe Teil 1 Wirtschafts-Psychologie und Teil 2 Sport) ich auf den Studiengang Wirtschaftsrecht ein, der für alle, die „etwas mit Jura“ studieren möchten, eine gute Alternative zu einem Rechtswissenschaften Studium darstellt.

money_geld_gehalt Was soll ich studieren: Wirtschaftsrecht studieren


Hier schreibt für Sie:

 

49 Milan KlesperMilan Klesper ist Fachautor mit Schwerpunkt Studium.

Profil

Geschichte

Im Nachfolgenden finden Sie Informationen rund um die Studieninhalte und Berufsperspektiven nach Studienabschluss sowie zum Schluss einen passenden Linktipp mit einer Hochschul-Datenbank.

Die Idee hinter dem Studium des Wirtschaftsrechts ist dem sich wandelnden Wirtschaftsleben geschuldet. Die traditionelle Juristenausbildung im Jura-Studium ist auf das Berufsbild des universell einsetzbaren, schwerpunktmäßig auf den Richterberuf hin ausgebildeten (Einheits-) Juristen ausgerichtet. Sie passte nicht mehr zu verschiedensten jurabezogenen Tätigkeiten in der UnternehmensWelt. Vor allem der fehlende ökonomische Bezug in der Lehre erforderte die Gestaltung eines neuen Studiengangs, der sowohl Wirtschafts- als auch Rechtswissenschaften verbindet.

Die Idee

Die Idee zum Studiengang Wirtschaftsrecht war geboren und im Jahre 1993 wurde er erstmalig an einigen wenigen Fachhochschulen in Deutschland angeboten. Es sollte noch einmal sechs Jahre dauern, bis 1999 die Universität Siegen als erste Uni den Studiengang in ihr Angebot aufnahm. Mittlerweile hat sich der Studiengang etabliert und Absolventen sind in zahlreichen Unternehmen an Schlüsselpositionen eingesetzt.

Studieninhalte

Wie auch aus dem Namen schon abzuleiten ist, werden im Wirtschaftsrecht Studium sowohl Inhalte aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften als auch den Rechtswissenschaften vermittelt. Typische Vorlesungsfächer sind dabei unter anderem:

  • Wirtschaftsprivat- und -strafrecht
  • Arbeitsrecht
  • Europarecht
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Steuerrecht
  • Mediation und Streitbeilegung
  • Volkswirtschaftslehre
  • Englisch für Wirtschaftsjuristen
  • Vertragsgestaltung
  • Soft Skills (Rhetorik, Präsentation)
  • Marketing
  • Personalmanagement

Worauf achten?

Bei der Studienwahl sollte man als Interessent darauf achten, möglichst ein Studium zu wählen, dass der von der Wirtschaftsjuristischen Hochschulvereinigung empfohlenen Inhalte-Zusammenstellung entspricht. Demnach sollten mindestens 50% der Vorlesungen rechtliche Inhalte und mindestens 25% betriebs- und volkswirtschaftliche Inhalte haben. Die fehlenden Prozent werden dann mit weiteren juristischen, ökonomischen und vor allem den oben ewähnten Soft-Skill-Fächern aufgefüllt.

Perspektiven nach dem Studium

Eine Einschränkung bzgl. der Tätigkeiten nach dem Studienabschluss vorweg: Wirtschaftsjuristen können nicht als Rechts- bzw. Staatsanwälte oder Richter, kurzum in allen Bereichen, die ein Staatsexamen verlangen, arbeiten. Dafür ergeben sich vielfältige neue Beschäftigungsmöglichkeiten in anderen Bereichen und Branchen. Dazu gehören beispielsweise Jobs

  • in Rechtsabteilungen von kleinen, mittleren und Großunternehmen. Hier befassen sich Wirtschaftsjuristen zum Beispiel mit der Vertragsgestaltung, der Vorbereitung und Begleitung von Fusionen und Übernahmen („Mergers & Acquisitions“) und unterstützen als juristischer Beistand bei unternehmerischen Entscheidungen.
  • bei Rechtsanwaltskanzleien, wo Wirtschaftsjuristen zum Beispiel im Bereich Mediation oder Insolvenzverwaltung arbeiten.
  • in Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften sowie Unternehmensberatungen.
  • Mit dem breiten ökonomischen und juristischen Wissen sind Wirtschaftsjuristen für Tätigkeiten wie Wirtschaftsprüfer, Unternehmens- oder Steuerberater gut vorbereitet.

Darüber hinaus gibt es natürlich verschiedenste weitere Berufsperspektiven, unter anderem bei Banken, Versicherungen, Personal- und Finanzdienstleistern. Es kommt vor allem darauf an, wie man als Student im Studium seine Schwerpunkte setzt.

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