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Trends & Traumjobs in der Zukunftsbranche Tourismus – Teil 3: Öko-Reisen & Regionale Erlebnisse



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Offenlegung & Bildrechte: Die Französische Zentrale für Tourismus hat die Kosten für Flug und Unterkünfte auf diversen Recherchereisen übernommen.  Bildmaterial erstellt mit einer Systemkamera unseres Sponsors Olympus. Bild-Location: Salagon, 69270 Saint-Romain-au-Mont-d'Or, Frankreich.

In den letzten beiden Beiträgen habe ich bereits über die Zielgruppe der Best Ager und Nachhaltigkeit und Kultur als Reisetrend und damit Berufsfeld der Zukunft geschrieben. Aber es gibt am Reisemarkt noch einen anderen Trend, der unvermindert zunimmt: Regionale Erlebnissreisen und Ökologie.

salagon Trends & Traumjobs in der Zukunftsbranche Tourismus – Teil 3: Öko-Reisen & Regionale Erlebnisse


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil

UmWelt- und sozialverträgliche Reisen haben zunehmende Bedeutung in der Gesellschaft. Und tatsächlich hat sich ein neuer Weltweiter Reiseluxus ausgebreitet, der Exklusivität, besondere Naturerlebnisse, Bildung und Öko-Verantwortung kombiniert.

Selbst Mallorca, das Sinnbild für Billig- und Pauschaltourismus hat längst die Zeichen der Zeit erkannt und bemüht sich mit entsprechenden Maß- nahmen, die Insel als zunehmend exklusiveres Reiseziel zu etablieren. Übrigens: Zukunftsforscher Eike Wenzel hat das in diesem Interview auch schon gesagt.

Grüne Veranstalter mit Aufwind

Das forum anders reisen e.V. ist ein Zusammenschluss von etwa 130 Veranstaltern, die sich dem nachhaltigen Tourismus verpflichtet haben. Und es meldet:

Mit 11% durchschnittlichem Umsatzplus lagen die grünen Veranstalter deutlich über dem Schnitt der restlichen Branche. Dieser betrug laut einer im Dezember 2010 veröffentlichen Analyse des touristischen Fachmagazins fvw bei Veranstaltern vergleichbarer Größe (<10 Millionen Euro) lediglich 1,2%.

Wandern als Reisetrend

Der Wunsch nach Sozialverträglichkeit und Nachhaltigkeit zieht aber noch weitere Trends nach sich: Immer mehr Menschen wollen Land, Leute und Natur ganz unmittelbar erleben – zum Beispiel zu Fuß. Und dabei zu sich selbst finden. Fernsehkomiker Harpe Kerkeling hat es vorgemacht.

Wanderlustige können heute unter einem breiten Angebot an Wander- und Naturreisen mit mehr oder weniger spirituellen Inhalten wählen: Von der Fahrradpilgerreise nach Assisi über die Eremitage auf Zeit auf Sinai bis hin zur Teilnahme an spirituellen Ritualen der Hopi-Indianer.

Land & Leute kennen lernen

Das EcoCamp in Patagonien, Chile, greift die nomadische Tradition der Ureinwohner wieder auf: Im Mittelpunkt stehen tägliche Exkursionen, die in die Gepflogenheiten, Ernährungsweisen etc. der Nomaden einführen.

Die Navajo-Indianer in den USA bieten zahlreiche Touren zu speziellen Zielen an, etwa zu den 300 Meter hohen Monolithen oder den einstigen Höhlenwohnungen der Anasazi-Indianer.

Regionale Sitten und Bräuche

Es geht aber auch eine Nummer beschaulicher: Unweit von Forcalquier in den Französischen Alpes-de-Haute-Provence laden das Priorat von Salagon und seine Gärten mit rund 2000 Pflanzenarten zum Entspannen ein. Die Anlage beherbergt heute das ethnobotanische Museum der Hochprovence.

Sein Ziel ist es, die historische Flora der Region zu rekonstruieren und bewahren. Der Garten der Düfte beispielsweise lockt mit allerlei Aromen und ein Rundgang durch den mittelalterlichen Garten demonstriert, wie unser Flora vor der Entdeckung Amerikas ausgesehen hat. Eine Besonderheit ist der Garten mit Pflanzen der Hochprovence: Um ihn anzulegen, machte man sich das Wissen der lokalen Bevölkerung zu Nutze (siehe Foto).

Arbeiten statt Faulenzen

Doch lieber aktiv sein? Es gibt auch Reiseangebote, die eine Mischung aus Freiwilligeneinsätzen und Freizeit sind . Solche Reisen werden längst nicht mehr nur von engagierten NGOs und NPOs angeboten, sondern auch von kommerziell arbeitenden Reiseanbietern, wie etwa dem englischen Reiseveranstalter i-to-i oder dem Großanbieter TUI.

Der Verein Freiwillige Arbeitseinsätze in Südtirol vermittelt ehrenamtliche Helfer an Südtiroler Bergbauern, die in Not geraten sind. Die Einsätze werden individuell vereinbart. Mindestdauer: eine Woche. Außer der Anreise entstehen keine Kosten (Verein Freiwillige Arbeitseinsätze, Italien, Bozen, Tel. 0039- 0471-99 93 09, http://www.berg-bauernhilfe.it).

Wein, Weib & Gesang?

Erntehelfer im Weinbau sind fast schon Tradition. Jedenfalls beginnen Tourismusanbieter in ganz Deutschland, umfangreiche Pakete um die Plackerei im Weinberg zu schnüren.

Im ostdeutschen Wingert Saale-Unstrut beginnt das Wein-Wellness-Wochenende in der Toskana-Therme in Bad Sulza. Am nächsten Tag startet die Weinlese nach einem Sektfrühstück. Das Badehaus Bad Bibra belohnt die Wochenend-Weinbauern schließlich mit einer Massage.

Die pauschale Bio-Reise

Wem das dann doch zu erlebnishaltig ist: Unter http://www.demeter-reisen.de der pauschale Bio-Urlaub gebucht werden.  Auf die Reisen kommt in der Regel ein Demeter- Koch mit, der nicht nur biodynamisch kocht, sondern zu- gleich Ernährungs- und Kochtipps an die Teilnehmer weiter- gibt.

Zudem wird auf jeder Reise ein ökologisch geführter Betrieb besucht. Die Unterkünfte sind selbstverständlich familiengeführt, die Gruppen auf maximal 20 Teilnehmer begrenzt.

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