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Trends & Traumjobs in der Zukunftsbranche Tourismus – Teil 6: Der Mobiltätsberater



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Persönliche Dienstleistungen liegen in einer immer komplizierter werdenden Welt im Trend – auch im Tourismus. Die Süddeutsche hat im Vergangenen Jahr diesen Beitrag über das noch neue Berufsbild des Mobilitätsberaters abgedruckt. Ich veröffentliche hier eine etwas ausführlichere Fassung des Beitrags mit Links. mobilitaetsberater Trends & Traumjobs in der Zukunftsbranche Tourismus – Teil 6: Der Mobiltätsberater


Hier schreibt für Sie:

 

simone_janson Simone JansonSimone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

Profil

Im Trend: Innovative Diensleistungen rund um Reisen und Mobilität

Nicht jeder möchte seine Reisen pauschal beim Reiseveranstalter buchen, sondern selbst organisieren. Und nicht jeder muss eine komplette Reise buchen, weil er zum Beispiel am Zielort Freunde oder Familie besucht. Zwar bieten Reiseveranstalter häufig Hotelbuchungen bei eigener, selbstorganisierter Anreise an.

Ein gutes Beispiel ist Tripkick.com, ein amerikanischer Hotelservice, der Vielreisende vor bösen Überraschungen bewahrt. Wer hat es noch nicht erlebt: Man checkt in einem edlen Hotel ein und wird in die letzte Besenkammer verfrachtet.

Über Tripkick lässt sich leicht verfolgen, wie weit das gewählte Zimmer vom Fahrstuhl entfernt ist und welche Räume den besten Blick haben. Die Tripkick-Idee geht zurück auf die Sitzreservierungs-Seite Seatguru.com, auf der sich Flugreisende genauestens das Flugzeug-Interieur anschauen können, das sie beim nächsten Flug erwartet.

Ein Fall für dem Ticket-Tüftler!

Den umgekehrten Fall, eine vororganisierte Reise bei Selbstgebuchtem Hotel findet man jedoch in der Regel nicht – und falls doch, dann selten zum billigsten Preis. Ein Fall für den Mobilitätsberater!

Natürlich setzen sich viele Menschen einfach ins Auto und fahren lost. Doch in Zeiten steigender Benzinpreise und Finanzkrise suchen immer mehr Menschen nach einer kostengünstigeren Alternative. Und damit fängt das Problem als!

Die beste Leistung zu finden, ist nicht leicht!

Denn das Selbstorganisieren von Reisen, die nicht mit dem Auto gemacht werden, ganz gleich ob es nur die Fahrt in die Nachbarstadt, eine Reise an die Ostsee oder der Flug in die Karibik ist, stellt viele Menschen, vor unüberwindbare Herausforderungen. Denn die Vielfalt an Möglichkeiten ist für den Laien schlicht unüberschaubar.

Auto, Bus, Bahn, Flugzeug – Welches Verkehrsmittel ist denn überhaupt das günstigste? Schon die Regelungen in vielen Nahverkehrsverbünden sind derart komplex, dass nicht nur die 80jährige Oma verzweifelt vor dem Fahrkartenautomat aufheult.

Die Deutsche Bahn: Übersichtlichkeit Fehlanzeige!

Schon alleine bei der Bahn ist es schwierig, unter all den Sparpreisen, Spezial-Angeboten und Ländertickets auch wirklich das günstigste Angebot herauszufiltern. Ganz zu schweigen von Flug- und Bahnreisen international.

Beispielsweise wurde von der Deutschen Bahn das Dauer-Spezial als besonders günstig beworben. Damit können Sie Reisende ab 29 Euro pro Person eine einfach Fahrt quer durch Deutschland machen, egal, wie lang die Strecke ist. Doch viele Kunden kannten die Bedingungen gar nicht genau:

Die Fahrkarte müssen spätestens drei Tage vor Reiseantritt gekauft werden, am Schalter ist es teuer. Früher ist besser, da die Angebote kontengiert sind. Außerdem legen sich Kunden mit dem Dauer-Spezial auf einen bestimmten Fernzug fest, Umtausch und Erstattung ausgeschlossen. Wer aber für einen Teil der Strecke auch einen Nahverkehrszug nutzen, können Sie diesen frei wählen.

Welcher normale Kund steigt da durch?

Außerdem kann man die Reise auch für 24 Stunden unterbrechen und sogar kleinere Umwege machen. Und wer das im Internet buchen will, muß bei der Auswahl des Zieles die Option „Über“ anklicken und dann eine entsprechende Aufenthaltsdauer eingeben. Welcher normale Kunde, der einfach nur in Urlaub fahren möchte, sollte das durchschauen?

Mittlerweile gibt es Verkehrsunternehmen, die Ihren Kunden gezielt Kurse für den Fahrkartenkauf anbieten. Auch an vielen Fahrkartenautomaten stehen auf Bahnhöfen hilfreiche Bahnangestellte zur Verfügung. Doch solche Angebote müssen bei dem immer komplexer werdenden Angebot ein Tropfen auf dem heißen Stein bleiben, zumal Sie nicht alle Möglichkeiten des günstigen Fahrkartenkaufs abdecken.

Ein Testergebnis der Stiftung Warentest zeigt zudem, dass auch Bahnangestellte längst nicht immer das günstigste Angebot finden. Zum Überblick gibt es übrigens hier eine kleine Serie zurm Preis-System der Deutschen Bahn!

Mobilitätsberater kennen alle Tricks

An diesem Punkt treten Mobiltätsberater auf den Plan: Als guter Dienstleister sind Sie in der Lage, all diese Informationen herauszufinden. Sie kennen sich mit den verschiedenen Angeboten gut aus und können daher nach den Vorgaben des Kunden per Internet und Nachfrage beim Verkehrsunternehmen die verschiedenen Verkersverbindungen und Preise bestimmen.

Sie kennen alle Tricks, die beim Fahrkartenkauf möglich sind (etwa: eine Station früher losfahren, um im Verkehrsverbund noch die Bahncard nutzen zu können), kennen Ländertickets und internationale Angebote und listen ihre Ergebnisse fein säuberlich in einer leicht verständlichen Übersicht auf, nebst einem Vergleich zu den Kosten eines Flugs und einer Autofahrt. Diese legen Sie dann dem Kunden zur Entscheidung vor.

Anwendungsbeispiel

Ihre Leistung als Mobilitätsberater kann auch soweit gehen, dass die entsprechende Fahrkarte kaufen. Beispielsweise sollen Sie für Ihren Kunden herausfinden, welches die günstigste Variante ist, um von Dortmund nach Hamburg und zurück reisen.

Mit dem Dauer-Spezial zahlt der Kunde in der günstigsten Variante 58 Euro. Wenn das Kontingent aber erschöpft ist, kostet es den normalen Preis von 118 Euro – damit wäre das Dauer-Spezial genau so teuer wie der Normalpreis auf dieser Strecke im IC. Weitaus billiger gehts mit dem Sparpreis: Mit dem Sparpreis 25 zahlt der Kunde nur 93,75 Euro, mit dem Sparpreis 50 sogar nur 58 Euro.

Umwege können sich rechnen

Noch günstiger ist es, wenn der Kunde noch die Bahncard 25 hat: Dann kann er jeweils nochmal 25 Prozent abziehen. Schon für 44,95 Euro könnte er dann im IC von Dortmund nach Hamburg und zurück reisen und genau wie beim Dauer-Spezial noch einen Umweg machen oder die Fahrt für einen Tag und eine Nacht unterbrechen.

Allerdings muss sich der Kunde auf bestimmte Züge festlegen und beim beim Sparpreis 50 zwischen Hin- und Rückfahrt eine Nacht von Samstag auf Sonntag der eine Woche von Sonntag bis Samstag liegen (so genannte Wochenendbindung). Wenn der Kunde aber sehr häufig auf der gleichen Strecke unterwegs ist, ein Abo für die Strecke oder sogar eine Bahncard 100 empfehlenswerter.

Voraussetzungen, Aus- und Weiterbildung

In dem noch jungen Berufsbild gibt es bislang keine Aus- oder Weiterbildungen und der Beruf ist auch nicht gesetzlich geschützt – im Prinzip kann sich also jeder so nennen. In der Praxis sind Fachwissen, Organisationsvermögen, eine gute Allgemeinbildung, psychologisches Einfühlungsvermögen und viel Reiseerfahrung notwendig.

Formalitäten bei der Existenzgründung in Kürze:  Als Mobilitätsberater sind Sie freiberuflich tätig. Das bedeutet, Sie benötigen lediglich eine Steuernummer beim Finanzamt. Eine Gewerbanmeldung ist nicht erforderlich.

Chancen

Zwar ist die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, was die Konkurrenz immer vergrößert, allerdings ist Berufsbild noch relativ neu und unbekannt. Der Mbilitätsberater muss den Nutzen seiner Dienstleistung herausstellen, um Kunden davon zu überzeugen, dass seine Leistung ein echter Mehrwert ist.

Da das Angebot an Verkehrsmitteln Weltweit schier unüberschaubar ist, macht es Sinn, sich auf bestimmte Regionen, etwa den Nahverkehr vor Ort oder Reisen mit der Deutschen Bahn, beschränken. Das verringert zwar den Kundenkreis, bürgt aber für eine gewisse Seriosität des Angebots.

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